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Mein Leben als Fälschung
 
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Mein Leben als Fälschung [Gebundene Ausgabe]

Peter Carey , Regina Rawlinson
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100102266
  • ISBN-13: 978-3100102263
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 935.745 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Carey
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Schriftsteller will seinem Land eine Lektion erteilen und erfindet einen Dichter, dem er allerlei modernes Liebesgeflüster in die Feder legt. Doch was geschieht, wenn jemand die falsche Biographie für sich reklamiert? Und sich für den Künstler erklärt? Eine wilde Verfolgungsjagd zwischen Phantom und Schöpfer beginnt und führt von Australien in den Dschungel Borneos bis ins tropische Chaos Kuala Lumpurs. Hier fristet der Schriftsteller schließlich als Fahrradmechaniker sein Leben.

Über den Autor

Peter Carey, 1943 in Australien geboren, lebt in New York. Rund um den Globus sind seine Bücher Bestseller, neben J.M. Coetzee ist er der einzige, dem der renommierte Booker Prize zweimal verliehen wurde. Zuletzt erschienen die Romane "Die geheimen Machenschaften des Jack Maggs" und "Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mein Leben als Fälschung 31. Dezember 2010
Format:Broschiert
Erneut ein sprachgewaltiger tolelr Roman von Peter Carey!
Eine britische Verlegerin, mit ihren eigenen Dämonen kämpfend, kommt in Kuala Lumpur einer großen Geschichte auf die Spur, einem lyrischen Meisterwerk. Aus diesem Grund läßt sie sich die Lebensgeschichte von Christopher Chubb erzählen. Mit all seinen Wirrungen und Wendungen, Fälschungen und Irreführungen. Sie läßt sich darauf ein, weil sie den lyrischen Band in seinem Besitz gerne veröffentlichen würde. Das ist ihre Triebfeder. Doch was bekommt sie dafür geboten? Genauso wie wir eine den Leser immer wieder verwirrende Meisterleistung.
Mein einzger Kritikpunkt ist das Fehlen von "Gänsefüßchen" bei direkter Rede. Das vermehrt die Verwirrung des Leser unnötig, weil oft nicht erkannt werden kann, wer wann spricht. Grundsätzlich erzählt die Verlegerin die Geschichte in Ich-Form rückblickend, aber auch viele Passagen von Christopher Chubb werden in Ich-Form widergegeben. Da wäre eine einfachere Kenzeichnung des Redenden wünschenswert gewesen. Aber alles in allem wieder einmal ein Meisterwerk von Peter Carey!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Diesen Roman habe ich "zufällig" gefunden - und zwar in der Billig-Kiste vor einem gut sortierten Buchladen.

Dass es sich bei dem Buch vermutlich um das allerletzte Exemplar seiner Art handelte, dürfte wohl die einzige Erklärung dafür sein, weshalb diese Perle ausgerechnet dort landen musste. Trotz äußerlicher Markierung nämlich habe ich in diesem Buch weder einen Produktionsfehler gefunden, noch rechtfertigt der Inhalt desselben die Lagerung zwischen all seinen wesentlich weniger qualifizierten Artgenossen unter freiem Himmel.

Von der ersten Seite bis zur letzten zog Peter Carey mich direkt in seinen Bann. Zunächst deshalb, weil ich unbedingt wissen wollte, wer John Slater tatsächlich war, warum genau die Ich-Erzählerin Elizabeth Wode-Douglas, Verlegerin einer Literaturzeitschrift, gar so eine Stinkwut auf ihn hat und was nun wirklich vorgefallen war zwischen ihm, dem durchgeknallten Schwerenöter, und Elizabeths verunglückter Mutter.
Aber nicht nur das, ich wurde von der Geschichte selbst alle paar Seiten lang immer wieder von neuem überrascht. Kein Wunder, wenn Elizabeth sich plötzlich von genau diesem Slater überreden lässt, mit ihm nach Malaysia zu reisen. Aber egal, ob Elizabeth der Reise nun aus Neugierde zustimmte oder weil sie endlich Klarheit über die Vergangenheit ihrer Mutter haben wollte - das was sie in Kuala Lumpur erlebt, ist weit mehr als die Ergründung bislang verborgener schicksalhafter Umstände aus dem Leben ihrer Mutter, welche sich selbst auf spektakuläre Art gerichtet hatte als Elizebeth noch ein Kind war.
Ausgerechnet an diesem exotischen Ort nämlich erfährt die Verlegerin von einem wahren literarischen Schatz, der es ihr unglaublich angetan hat, auch wenn dieser nur eine Erfindung des heruntergekommenen aber hochintelligenten Christopher Chubbs sein soll. Elizabeth jedenfalls ist bereit, alles zu tun, um an das geniale Manuskript zu kommen.
Zuletzt ist sie hin und her gerissen zwischen Wahrheit und Täuschung. Und ebenso sehr wie sie sich immer wieder der Hoffnung hingibt, gerät sie auch an die Grenzen dessen, was sie selbst ertragen kann, denn die Jagd nach den verheißungsvollen Zeilen offenbart ihr Schicksale wie sie erbarmungswürdiger und grausamer nicht sein könnten.

Was soll ich sagen - dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Insbesondere deshalb weil Peter Carey diese kontinenteverbindende Geschichte, nicht nur äußerst spannend und gut struktueriert erzählt, sondern weil er bei seinen Protagonisten derart wahrheitsgetreu ins Detail geht, dass die Leser deren Lebensumstände regelrecht mitspüren können.

Wer gutes literarisches Handwerk liebt, der liegt mit Peter Carey genau richtig.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die menschliche Seele 31. März 2008
Format:Broschiert
"Auf dem Deckblatt las ich den grimmig sarkastischen Titel:
Mein Leben als Fälschung.
Schwör mir, dass du es nicht verbrennst.
Was ist es?
Die menschliche Seele, sagte er.
Ich dachte, er machte sich über sich selbst lustig. Was erwartete ich? Mit Sicherheit kein Kunstwerk."

Mit Sicherheit ein Kunstwerk, Peter Careys Führen auf falsche Fährten. Was hier ein letztes Zusammentreffen der beiden Rivalen, des Philosophen Christopher Chubb und seiner "Erfindung" Bob McCorkle ist, gilt für das gesamte Buch: Die menschliche Seele! Da wird ergründet, erforscht, ermittelt, analysiert..., besser gesagt: Es wird versucht zu ergründen!
Da hetzt die Herausgeberin einer Literaturzeitschrift einem längst verjährten Literaturschwindel hinterher - nicht so sehr aus Interesse, mehr aus Eigennutz und Gewinnsucht - stößt dabei auf ein großes Werk und scheint die Geschichte dahinter zu erfahren.
Scheint zu erfahren...
Denn...
...was wird ihr erzählt...?
Die Wahrheit? Eine Sicht der Wahrheit? Der nächste große Betrug?

Große Literatur, die Peter Carey hier "dokumentiert?", nicht immer einfach zu verfolgen, oft wechselt der Blickwinkel..., die Wahrheit..., man bleibt verwirrt.

Und nicht umsonst stellt Carey ein Zitat aus Mary Shelleys "Frankenstein" dem Buch voraus..., denn ein Monster scheint auch Chubb erfunden zu haben, ein Ungeheuer zerstört sein Leben, eine Jagd durch Australien und Asien ist die Folge, immer große Lyrik im Kopf, immer auch Verzweiflung.
Immer seiner Wahrheit zu folgen ist vielleicht auch eine der vielen Aussagen des Buches, auch wenn sie dich am Ende verrückt - zumindest verwirrt - zurücklässt.

Was soll man sagen:
DER literarische Abenteuerroman...
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