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Mein Leben als Engländer.
 
 
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Mein Leben als Engländer. [Taschenbuch]

Ronald Reng
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 299 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Aufl. (19. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462033395
  • ISBN-13: 978-3462033397
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 370.638 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Aussicht, seinen Vater als "Leichenbestatter in einer sterbenden Stadt" zu beerben, treibt den jungen Zoltán aus der ungarischen Provinz nach London. Dort möchte er sich zum Engländer weiterbilden, doch er begegnet vor allem Provinzlern aus aller Herren Ländern.

Ob er als Praxishilfe für einen indischstämmigen Arzt arbeitet, in einer australischen Zehner-WG haust oder im Szenetreff Southern Star mit Deutschen trinkt und mit Ukrainerinnen flirtet -- Zoltán bewegt sich "in einer geheimen, parallelen Welt, die kein Engländer kannte". London ist hier weder multikulturelle Metropole noch Touristenmagnet, sondern die "Heimat der Heimatlosen". Wo jeder für sich bleibt und schauen muss, dass er irgendwie klarkommt. Wo nur so viel sicher ist: Man wird nie dazugehören.

Der Autor hat in seinen Londoner Jahren reichlich Anschauungsmaterial gesammelt; über die Art und Weise, wie er es umsetzt, kann man geteilter Meinung sein. Mit kleinen, feinen Szenen aus den unterschiedlichen Milieus spielt Reng seine journalistischen Stärken aus: Dr. Mukherjee macht einen unerwünschten pakistanischen (!) Patienten kirre; ein Investmentbanker gibt sich im Fußball-Trikot die Kante; Engländer jammern über ihren schlechten Ruf: "Egal wo, als Allererstes fragen sie mich: Warum trinkt ihr so viel? Scheiße, Mann. Willst du noch ein Bier?"

Diese Episoden fügen sich jedoch nur andeutungsweise zu einem Ganzen. Was Absicht sein mag, denn Sprunghaftigkeit und Orientierungslosigkeit zeichnen auch die Hauptfigur aus. "Statt nach Ungarn ging ich auf die andere Straßenseite.“ Zoltán wirkt ebenso freundlich wie ungreifbar -- ein Mann ohne Leidenschaften, fast schon ein echter Engländer.

Kaum hat er die ein bisschen kennen gelernt, ihre Ignoranz zur Toleranz umgedeutet, muss er für drei Monate nach München, um dort rabiate Radler und kaltschultrige Kellner zu beobachten. Mit solchen Kunstgriffen und einigen ungelenken Formulierungen ("Sie zog mich am T-Shirt und zur Seite.") verspielt Reng Kredit, um ihn sogleich wieder einzufordern: "Wir ahnten die Antworten, deshalb drückten wir uns vor den Fragen."

Den oft bemühten Vergleich mit Nick Hornby sollte man Reng ersparen. Wer seine Reportagen schätzt, wird sich auch hier nicht schlecht amüsieren und bei den Aussetzern ein Auge zudrücken. Nach der Lektüre ist man um manchen schönen Satz reicher und will vor allem eines: ganz schnell wieder einmal nach London. --Patrick Fischer

Pressestimmen

"Ein grandioses Buch ... Nick Hornby hat einen Nachfolger gefunden." (Financial Times Deutschland)
"Der Traumhüter", daran besteht kein Zweifel, spielt in derselben Liga wie 'Fever Pitch' von Nick Hornby." (Welt am Sonntag)
"Etwas Besonderes in der deutschen Fußball-Literatur." (FAZ)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein betörendes Buch! Und zwar vordergründig unheimlich lustig, aber hintergründig sehr nachdenklich. Zoli, der Hauptdarsteller des Buchs ist Ungar. Aber was er in London erlebt, könnte auch jedem von uns so gehen: Im Ausland zu leben, weit weg von allen Bekannten, ist die große Freiheit - und gleichzeitig auch eine sehr einsame Freiheit: Es wird mit jeder Seite im Buch deutlicher, dass Zoli zwar jede Menge Spaß hat, aber am Ende in London nicht wirklich heimisch wird. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht, weil es ein sehr aktuelles Thema aufgreift: Gerade durch die EU-Erweiterung werden immer mehr junge Europäer wie Zoli und seine ausländischen Londoner Freunde in anderen Ländern leben; bei uns in Deutschland gilt ja fast schon als schick, „mal ins Ausland zu gehen". Aber was hinter so einem Schritt steckt, erzählt nie jemand - und dieser schöne Roman schon. Man merkt schnell, dass der Autor mal in London gelebt hat, er beschreibt die Engländer und überhaupt das Leben in der Stadt extrem gut; wie ich finde, übrigens, in einem Stil, als wäre er selber ein Engländer: Sehr klar, sehr ironisch. Very british! Wer es liest, wird „Mein Leben als Engländer" nicht so schnell aus der Hand legen, bis die letzte Seite erreicht ist.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
...und wusste es gar nicht. Ich lebe seit vier Jahren als griechischer Student in Deutschland. Eine deutsche Freundin hat mir "Mein Leben als Engländer" geschenkt. Ich habe so viel von meinem eigenen Leben darin wieder erkannt. Auch wenn Zoli, die Hauptperson, aus Ungarn ist und in London lebt, und ich als Grieche in Deutschland. Das Gefühl Ausländer zu sein, ist hier sehr ehrlich, sehr anschaulich und - das ist wichtig - sehr humorvoll beschrieben worden. Ohne die typische Betroffenheit. Denn man erlebt ja als junger Ausländer auch sehr viel schöne Sachen, trotz aller "typischen Ausländerprobleme", etwa, dass es gar nicht so einfach ist, Inländer kennenzulernen, auch weil man selber Hemmungen in der fremden Sprache hat.
Ich habe schon einige Bücher von jungen deutschen Autoren gelesen, aber "Mein Leben als Engländer" ist mit Abstand das beste. Nicht nur für Ausländer, sondern - vor allem! - für alle, die das Leben eines jungen Ausländers besser verstehen wollen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Leben in England 28. Januar 2004
Wie vermutlich die meisten, die einmal als Student oder zum Arbeiten in England lebten, erkannte auch ich in "Mein Leben als Engländer" etliches von meinem Leben wieder. Ich studierte ein Jahr in Newcastle - und zwar Meeresbiologie, wie Zoli, die Hauptfigur des Romans. Von daher bin ich vermutlich etwas voreingenommen, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Ich glaube aber auch, dass es den meisten anderen Lesern ebenfalls gefallen wird. "Mein Leben als Engländer" ist die Geschichte eines jungen Ungarns, der nach dem Studium in Budapest als Au-pair-Junge nach London kommt und sich allein in der Fremde zurecht finden muss, wobei er etliche andere Ausländer trifft; aber, obwohl er in England ist, keine Engländer. Die Schilderungen sind gut getroffen, die Sprache des Autors ist leicht und angenehm ironisch - ein gutes Buch, um sich zum Beispiel nach angestrengenden Arbeitstagen oder nervigen Uni-Stunden wieder in Laune zu bringen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Schön, aber anders als erwartet
Ich persönlich liebe Großbritannien und da war ich natürlich hellauf beigeistert als ich den Titel des Buches las. Wie also lebt es sich als Engländer? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2004 von J. Hauck
Nicht gut, nicht schlecht
Was soll man als studierter Meeresbiologe in einem Land anfangen, in dem es gar kein Meer gibt? Diese Frage wurde dem 25-jährigen Ungarn Zoltán Rósza von seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2004 von Christoph Walter
Nettes Buch - wozu diese Aufregung?!
Nach seinem außergewöhnlichen Fußball-Buch "Der Traumhüter" stellt Ronald Reng mit "Mein Leben als Engländer" seinen ersten Roman vor, der gleich viel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2004 von "annatraber"
mein leben als falscher poet
Gutes Buch, viele Sterne..., wenn schon nicht ein Jahrhundertwerk, sollte man meinen, dann wenigstens allerbeste Unterhaltung... usw. Lesen Sie weiter...
Am 24. Januar 2004 veröffentlicht
Einfach ein gutes Buch
All jene Kritiker und Möchtegern-Kritiker, die in jedem Buch einen "Schlüsselroman" oder "DEN Generationsroman" suchen, mögen an "Mein Leben als Engländer"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Dezember 2003 von Martin Lippstadt
Lesen und dann ruhig wieder vergessen
Sicher, beim Lesen dieses Buches verändert sich weder das Bild, welches man eventuell so von England/London im Kopf hat, noch kann man es als "Erfahrungs-, oder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. November 2003 von A.Schaar
zu wenig englisches
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich auch eine heimliche Liebe zu allem Englischen hab. Das kam leider etwas zu kurz, denn von der englischen Art steht nicht all zu viel in dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2003 von sylvia schatz
The truth about the English
Jeder der schonmal in England - insbesondere in London - gelebt und gearbeitet hat, kann sich voll und ganz in die Lage von Zoli versetzen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2003 von KnightReader
Nett - wenn auch kein Buch, das Leben verändert
Ronald Reng schreibt nach seinem - für Hornby- und Fussbalfans brillianten - Erstlingswerk nun einen Roman über Zoltan, einen Ungarn, der aus einem kleinen Nest als Sohn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2003 von Jens Köster
Never judge a book by its cover...
... aber der erste Eindruck ist doch nun mal der äußere, oder? :)
Ich jedenfalls wurde auf das Buch wg des Titelbilds aufmerksam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. August 2003 von BritAir
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