Kurzbeschreibung
Pressestimmen: "Ehnert gelingt im Verlauf seines staunenswerten Programms unter anderem ein hochintelligenter Exkurs über das Erwachsenwerden. Er beschert seinem dankbaren Publikum ein wahres Wechselbad aus Gefühlen und messerscharfen Pointen. Mit seiner meisterhaften Autobiographie spielt sich der ohnehin schon preisgekrönte Kabarettist endgültig in den Olymp der Kleinkunst." (Berliner Morgenpost) "Großes Kino ohne Leinwand" (Süddeutsche Zeitung) "Ehnert plaudert, philosophiert und parodiert, schmeißt Comedy, Kabarett, Schauspiel und Film zusammen, trifft sich selbst als Sechsjähriger und schafft auf der Suche nach dem eigenen, in drei Jahrzehnten verloren gegangenen Standpunkt irgendwas zwischen Samstag-Abend-Show und Satire." (Hamburger Morgenpost) Inhalt: 1. Politkabarett 3:10 2. Standpunktverlust 2:55 3. Im Speisewagen 2:54 4. Irgendwo zwischen Taliban und Kommune 1 3:45 5. Bandscheibenvorfall 4:00 6. Geburtstrauma und Hodensackrasur 5:27 7. Meine Schamanin, Helmut Kohl und ich mit sechs 3:23 8. Goebbels, Brando und ich 3:43 9. Zirkus in der Bronx 4:43 10. High Noon in der U-Bahn 6:01 11. Rocky 2:18 12. T5 – Untauglich 3:51 13. Aufnahmeprüfung 3:45 14. DDR 2 – Die Rückkehr 2:24 15. Hafenstrasse bleibt 3:35 16. Ich kann die Wehen spüren 3:08 17. Alptraum Alphateam 4:44 18. Vom feigen Löwen zum Karate-Zwerg 4:04 19. Meine Begegnung mit Gott 3:31 20. Ich liebe Dich 3:53 21. Was ist eigentlich mit der Katze? 2:55 Gesamtspielzeit: 78:20 live im Kom(m)ödchen, Düsseldorf am 19.02.2005 © con anima 2005
Über den Autor
Okay, Sie fragen sich jetzt: Wie komme ich als Mittdreißiger dazu, meine Autobiographie auf die Bühne zu bringen? Das macht man doch heutzutage eigentlich schon mit neunzehn, oder? Aber glauben sie mir: Ich hab’s vorher einfach nicht geschafft. Aus Zeitgründen. Schließlich war ich Zirkusdirektor und Generalintendant eines Stadttheaters. Ich war der Anführer einer revolutionären Unter-grundbewegung und nebenbei ein weltbekannter Actionfilm-Held. Ich war das Idol einer gewaltfreien Massenbewegung und ich war der mit Abstand gefürchtetste Mafia-Pate des Landes. Also... beinahe zumindest. Denn richtig geklappt, hat genau genommen gar nichts von all dem, weil ich aus irgendeinem Grund dazu neige, auf den letzten Metern immer doch noch volle Kanne auf die Fresse zu fliegen. Doch das wirklich Beängstigende ist, dass dieses Durchs-Leben-Stolpern immer schlimmer wird: Früher lebte ich mit den absolut unumstößlichen Standpunkten eines jungen Wilden und heute wurstel ich mich mit einem Kategorischen Konjunktiv durch eine klägliche Spießer-Existenz. Warum ist das so? Ist das ein Naturgesetz? Oder stehe ich mir einfach nur selbst im Weg? Oder ist mein Leben im Fegefeuer der Unklarheiten gar nicht die „Chronik eines Scheiterns“, sondern in Wirklichkeit Teil eines ausgeklügelten göttlichen Plans? Erfahren Sie die Wahrheit über MEIN LEBEN und die Tage dazwischen. Mir können Sie glauben, schließlich bin ich von Anfang an dabei gewesen.