Anfangs zeigt die Autorin auf, wie man mit extrem einfachen Mitteln sein Leben gestalten kann.Die Arbeit an der abgeschiedenen Dorfschule in Bhutan lässt sie allen Luxus vergessen, denn Wärme, Neugier und Freundlichkeit der Kleinen entwickeln sich als wesentlich wertvoller im Vergleich zu ihrem materiell orientierten Leben in Kanada. Auch wenn sie versucht, gegen Methoden von Gehorsam durch den Stock und vorgefertige allgemein- und nichtssagende Floskeln anzukämpfen.Später verlässt sie diese Schule schweren Herzens und startet ihre Arbeit an der höchsten Bildungseinrichtung Bhutans.
Eine ganz andere Welt findet sie dort vor, aber auch einen Hauch von "Luxus" im Vergleich zu ihren bisherigen Erfahrungen in diesem Land.
Immer wieder kämpft sie für die Entfaltung der Meinung der Studenten. Dabei muss sie erfahren, dass dies aber auf keinen Fall in diesem Land erwünscht ist.
Politische Spaltungen innerhalb Bhutans hinterlassen vereinzelt Spuren am College, zusätzlich zu den sehr starren Strukturen.
Nun, ich habe mich in eine andere Zeit versetz gefühlt mit diesem Buch. Am Ende, durch die Rückkehr nach Kannada mit ihrem Sohn, zeigt die Autorin nochmals mit aller Heftigkeit die Unterschiede zwischen diesen "zwei Welten" auf. Sie beteiligt den Leser zugleich an dem Gefühl, weder in Buthan noch in Kanada ein richtiges zu Hause zu finden , denn jeweils ein Teil von ihr ist in der anderen Kultur verwurzelt geblieben.
Das Bild einer heilen buddhistischen Welt bekommt Risse, wenn man durch dieses Buch in diese für uns oft so ferne Welt eintaucht.