Kürzlich sah ich im ZDF in den Spätnachrichten "Heute extra" einen Beitrag zu Storch Heinars "Mein Krampf". Dadurch fühle ich mich nachgerade - und thematisch passend - beflügelt, diese selbst gefälschten Tagebucheintragungen des Adebars und Modeimpressarios zu bestellen. Und ich wurde von den mit spitzer Feder (wir bleiben im Thema!) festgehaltenen Memoiren nicht enttäuscht.
Das 88 Seiten dünne Taschenbuch beginnt in Frakturschrift (wobei den Storch hier leider seine Erinnerung an die richtige Verwendung des "langen s" im Stich gelassen hat) und enthält 18 Kapitel des Vogel-Tagebuchs. Darin erzählt Heinar, wie er zum Modeimpressario wurde, dass er an einer Froschschenkelintoleranz leidet und üble Blähungen hat(te), wie er den debilen Rudolf, den lahmen Joseph, den fetten Hermann aber auch Eva Braunstorch und Graf Straußenberg trifft, und bei der "Eilympiade", die von Benito Storcholini initiiert wurde, darüber stolperte, dass er nur ein Ei hat...
An die vergnüglichen Erinnerungen schließen sich mehrere Sachtexte an, die die Entstehung und Philosophie hinter dem Storch mit Führerqualitäten beleuchten. Es wird erklärt, warum er als Gegenbewegung zu einer ähnlich klingenden Kleidermarke aus dem Ei geschlüpft ist, welche Gerichts-Prozesse in Gang gesetzt wurden (die er - welch Triumph für den Weißfedrigen - in Nürnberg gewann), welche Klamotten er schneidert und durch sein Antlitz verschönert, und dass er neben Kleidung und Memoiren noch weitere heiße "Ei"-sen im Feuer hat. So zum Beispiel die Live-Band Storchkraft. Darüberhinaus gibt es noch einige Zeichnungen und Fotos zu sehen, die die Pret-á-Porter-Mode Heinars dem Leser näher bringen.
Gerne noch weitere erheiternde Erinnerungen von Storch Heinar!