„Wir waren nicht schlau, wir waren nicht dumm. Wir waren respektlos, scheiße und jung!“ Mit dieser Granate („Respektlos, scheiße und jung“) beginnen die drei Berliner ihr neues Album, das auf Altbewährtes- nämlich auf schnörkellos hart gespielten Streetpunk mit Metallelementen- zurückgreift. Dieses experimentierfeindliche Konzept kann mich auch noch bei den Liedern „Tritt, kratzt und beißt“ und „Keiner liebt mich“ überzeugen, denn beide Lieder haben recht witzige Texte. Ganz besonders gelungen finde ich ebenso das Lied „Feige Sau“, in dem die Band gegen Neofaschisten Stellung bezieht („Nur in der Gruppe fühlst du dich stark/ schmierst Hakenkreuze an die Wand/ lauerst in der Schule auf dem Mädchenklo/ du bist ´ne Schande für das Land“). Alle anderen Lieder sind musikalisch ähnlich gehalten, nur vom Text um Längen schlechter. Ich selbst will zwar auch nicht unbedingt Lieder hören, die mir in drei Minuten die ganze Welt erklären und zu 1000 Revolutionen aufrufen, aber ein Mindestmaß an Niveau (ja, selbst Trinklieder können meiner Ansicht nach mehr Niveau haben...) sollte doch schon erkennbar sein.
Egal, den Leuten, die auf Onkelz und Co. stehen, werden auch an den Troopers ihre helle Freude haben. Und wer keinen Bock mehr auf die „reine“ Musik hat, kann sich an dem Video zu „Respektlos, scheiße und jung“, das sich als Bonus auf der CD befindet, erfreuen.