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Mein Kino
 
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Mein Kino [Taschenbuch]

Hellmuth Karasek
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453148533
  • ISBN-13: 978-3453148536
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 597.727 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hellmuth Karasek
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Helmut Karasek stellt seine 100 Lieblingsfilme vor und erzählt jede Menge Anekdoten über Stars, Regisseure und große Produktionen: Von "Der blaue Engel" bis zu "Schindlers Liste" - eine Hommage an das Kino und die Macht der filmischen Illusion.Hellmuth Karasek, Herausgeber des Berliner "Tagesspiegel", nachdem er über 20 Jahre im "Spiegel" für Kulturberichte und Kritik verantwortlich war und seit 13 Jahren mit Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler im "Literarischen Quartett" über Bücher streitfreudig diskutiert. Schrieb drei Theaterstücke (und zwar Komödien), eine Billy-Wilder- Biographie ("Nahaufnahme"), eine Biographie der 50er Jahre ("Go West"), stellte in "Mein Kino" seine "hundert schönsten Filme" vor, beschrieb und durchlitt die Telefonitis in "hand in handy" und schrieb den hart umkämpften Journalisten-Roman "Das Magazin".

Autorenportrait

Hellmuth Karasek, Herausgeber des Berliner "Tagesspiegel", nachdem er über 20 Jahre im "Spiegel" für Kulturberichte und Kritik verantwortlich war und seit 13 Jahren mit Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler im "Literarischen Quartett" über Bücher streitfreudig diskutiert. Schrieb drei Theaterstücke (und zwar Komödien), eine Billy-Wilder- Biographie ("Nahaufnahme"), eine Biographie der 50er Jahre ("Go West"), stellte in "Mein Kino" seine "hundert schönsten Filme" vor, beschrieb und durchlitt die Telefonitis in "hand in handy" und schrieb den hart umkämpften Journalisten-Roman "Das Magazin".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst möchte ich die Kritik meines Vor-Rezensenten (aus NWB) ein bisschen gerade rücken, denn ich finde sie im höchsten Maße unzutreffend, geradezu ungerecht. Geschmack ist immer subjektiv und man kann sich zugegeben trefflich darüber streiten, ob und für wen dieses Buch tatsächlich neue Fakten und Anekdoten bietet. Jedoch schießt diese Kritik dann (um Lichtjahre) übers Ziel hinaus, wenn für die Liste von Hellmuth Karasek asiatische und weniger bekannte europäische Filme (sog. „Perlen") verlangt werden. Dann könnten wir auch z.B. Robbie Williams vorwerfen, dass er keine Zwölftonmusik macht oder Henning Mankell, dass er keine Essays über den Existentialismus in Heideggers Werk schreibt. Kurzum, Hellmuth Karasek hat hier seine ganz persönlichen Lieblingsfilme aufgelistet, und es ist allein ästhetischer Snobismus, wenn wir ihn nicht über die Filme schreiben lassen, die ihm die Liebsten sind!

Denn natürlich schreibt der Autor über das sog. Mainstream-Kino, aber das mit einem Charme und Witz, dass es eine reine Freude ist. Er knüpft nicht nur persönliche Erinnerungen in die besprochenen Werke ein, sondern zitiert auch gerne die (teils diametral entgegengesetzten) Meinungen der großen amerikanischen Kritiker-Päpste wie z.B. Pauline Kael. Auf diese Art und Weise setzt sich Karasek (neben der üblichen kurzen Inhaltsangabe) mit jedem Film auf eine ganz persönliche Art und Weise auseinander, und gerade das macht dieses Buch über alle Maßen spannend und interessant.

Wer also, im höchsten Stockwerk seines Elfenbeinturmes sitzend, allein etwas über die Filme eines Yasujiro Ozu, Teinosuke Kinugasa, Nagisa Oshima oder (im europäischen Maßstab) eines Pudowkin, Tarkowski oder Duvivier lesen will, ist mit dem vorliegenden Buch tatsächlich falsch beraten. Wer hingegen auf eine sehr verständliche und rundum gelungene Art und Weise etwas über 100 Jahre Kino und die Vorlieben eines uneingeschränkten Filmliebhabers wissen möchte, dem sei dieses Buch ans wohlgesonnene Herz gelegt! Eine absolute Kaufempfehlung!!!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Berlinoise TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Unter dem Titel "Mein Kino" stellt Hellmuth Karasek nach einer kurzen Einleitung seine 100 persönlichen Lieblingsfilme vor.
Diese sind chronologisch geordnet und decken die Zeitspanne von 1930 bis 1993 (die gesamte Stummfilmära wurde ausgeklammert) relativ gleichmäßig ab, wobei der Schwerpunkt etwas mehr auf den älteren Filmen liegt; ab Anfang der 70er Jahre nimmt Karaseks Lieblingsfilmdichte deutlich ab.
Der Aufbau ist klar strukturiert, jedem Film werden etwa fünf Seiten gewidmet, jeweils beginnend mit einem Szenenfoto, danach folgen eine ausführliche Inhaltsangabe und Würdigung (kritische Anmerkungen sind naturgemäß eher rar, handelt es sich schließlich um die Lieblingsfilme des Autors) und abschließend Angaben zu Produktionsjahr und -land, Länge, Darstellern und Stab.
Im Anhang finden sich umfangreiche Register, so kann man die Filme wahlweise nach Chronologie, Titel (deutsch oder original), Regisseur oder Darsteller suchen.
Der klare Aufbau macht das Buch daher auch als Nachschlagewerk für die enthaltenen Filme gut geeignet.
Was an "Mein Kino" positiv auffällt, ist, daß Karasek sich als erfahrener und begeisterter Kinokenner und -liebhaber präsentiert, der hier mit viel Sachkenntnis und auch einigen interessanten Hintergrundinformationen eine locker-leichte und flüssig zu lesende Hommage an das Kino vorlegt.
Enttäuschend ist dagegen, daß ein Buch mit dem Titel "MEIN Kino", in dem der Autor nach eigenen Angaben seine persönlichen Lieblingsfilme vorstellt, unerwartet unpersönlich und überraschungsfrei bleibt.
Die Liste der 100 enthaltenen Filme könnte genausogut aus einer beliebigen Umfrage entstanden sein.
Daß ein solches Buch natürlich ein breites Spektrum möglichst vieler Filmfreunde ansprechen und kein Nischenbuch für Liebhaber ganz spezieller Filme abseits des Mainstream sein soll, ist klar, aber daß sich unter hundert Filmen kein einziger nicht sehr bekannter und auch kein einziger mit weniger gutem Ruf findet, für den Karasek hier mal eine Bresche schlägt oder ihm eine Liebeserklärung macht, weil er ihn eben "dennoch" liebt, das verwundert doch sehr - hat nicht jeder Filmfreund auch den einen oder anderen persönlichen Lieblingsfilm, der nur wenig bekannt ist oder einen weniger guten Ruf genießt?
Die vollständige Beschränkung auf "anerkannt" gute Filme, das doch sehr deutliche Schielen auf die hinreichend bekannten Listen der "besten Filme aller Zeiten" erscheint da in seiner Ausschließlichkeit ein wenig feige, ein wenig langweilig und legt den Verdacht nahe, daß Karasek hier doch eher eine Art Standardwerk vorlegen wollte - was vollkommen in Ordnung wäre, wenn er seinem Buch nicht das (absichtlich?) irreführe Mäntelchen von Persönlichkeit umgehängt hätte, von der in dem Buch leider wenig bis gar nichts zu finden ist.
Sehr auffällig - und deshalb auch ein ganz klein wenig nervig - ist auch die verbissen hochgehaltene "political correctness":
Natürlich DARF kein deutscher Film aus der Zeit von 1933 bis 1945 enthalten sein (obwohl der deutsche Film wohl zu keiner anderen Zeit internationaleres Niveau hatte als bis 1945 und durchaus einige frühere deutsche Filme enthalten sind, diese Ausklammerung also eher nicht nur an Karaseks ganz persönlichem Filmgeschmack liegen dürfte) und natürlich MUSS das Buch mit einer makellos unkritischen Lobeshymne auf "Schindlers Liste" abschließen (der zweifellos ein guter und wichtiger Film ist)...
Karaseks Idee, seine persönlichen hundert Lieblingsfilme in einem Buch zu würdigen, ist zweifellos interessant und handwerklich auch gut umgesetzt, wie es von einem erfahrenen Journalisten und Autor wie Karasek auch nicht anders zu erwarten war.
Schade nur, daß diese eigentlich so vielversprechende Idee etwas darunter leidet, daß "Mein Kino" alle eventuellen Ecken und Kanten, jeglichen Ansatz des Persönlichen und alles, was möglicherweise auch nur minimal vom breiten Massengeschmack hätte abweichen können, gnadenlos vermeidet und somit als arg glattgebügeltes Allerweltswerk daherkommt.
Ein ganz klein wenig Mut, zu überraschen und möglicherweise auch zu riskieren, mit der einen oder anderen Meinung anzuecken, wäre wünschenswert gewesen und hätte dem Buch mit Sicherheit gutgetan.

Fazit: "Mein Kino" ist eine für Filmfreunde durchaus mal lesenswerte, wenn auch überraschungsfreie und ziemlich an der Oberfläche bleibende Lektüre und eignet sich auch recht gut als kleines Nachschlagewerk.
Neue Erkenntnisse, "Geheimtips" oder auch mal ein kleines Plädoyer für den einen oder anderen weniger renommierten Film sucht man aber vergeblich, was den Titel, der doch einen persönlicheren Blickwinkel suggeriert, ad absurdum führt.
Man ist -leider- versucht, zu sagen: ganz nett - nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Allerdings sollte man dem Buch zugute halten, daß 1994, als es erstmalig erschienen ist, eine Würdigung von 100 herausragenden Filmen in Buchform wahrscheinlich doch deutlich interessanter war als heute, wo man als Filmfreund die entsprechenden Informationen jederzeit problemlos im Internet nachlesen kann.

Eine abschließende persönliche Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen, in einer 100 Filme umfassenden "Bestenliste", die so gefällig und erwartungsgemäß daherkommt, habe ich schmerzlich bedauert, daß nicht ein einziger Powell-Pressburger-Film enthalten ist, waren die beiden großen Zauberer des britischen Kinos doch bahnbrechend (insbesondere) für den frühen Farbfilm.
Dieser persönliche Wermutstropfen hatte aber selbstverständlich keinerlei Einfluss auf meine Bewertung des Buches.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eine echte Fundgrube. Vieles von dem was Hellmuth Karasek über seine 100 schönsten Filme zu berichten weiß, hat schon fast den Status von Insiderinformationen. Hier ein paar Beispiele: Wer wusste, das Gary Grant versucht hatte, sich vom Film „The Awful Truth" für 6000 Dollar freizukaufen, als er hörte, das es kein Drehbuch gab? Oder das Arthur C. Clarke seinen Roman 2001 erst nach dem gleichnamigen Film geschrieben hatte, wobei dieser wiederum auf einer Kurzgeschichte von Clarke basierte ? War bekannt, dass Kubricks Tochter Vivian eine kleine Rolle in 2001 hatte oder das die Statisten, die im Visonti Film „Der Leopard" Adelige darstellten, tatsächlich Adelige aus Sizilien waren? Mir waren diese Facts neu. Aber nicht nur deshalb ist dieses Buch eine Pflichtlektüre für jeden Cineasten, denn gleichzeitig ist es auch fantastisch geschrieben, mit Leidenschaft und Herzblut. Hier hat jemand eine Liebeserklärung an das Kino verfasst und gleichzeitig doch so viel mehr. Wie Karasek es geschafft hat, so viele Details und Informationen in so unterhaltsame Form zu bringen und dabei sogar noch witzig zu schreiben verdient eigentlich einen Oscar für besondere Leistungen zum Wohle des Kulturguts Film. Über den Autor verrät dieses Buch natürlich auch eine ganze Menge. Neben der Tatsache, dass er ein großer Fan von Billy Wilder, Alfred Hitchcock und Frank Capra ist (letzteres lässt zumindest seine Filmauswahl erahnen) werden sukzessive biographische Details bekannt. Während ich das Buch las, wurde mir der Mann immer symphatischer. Eine Aussage hat sich mir besonders eingeprägt, die mich und ihn auf eine Stufe stellte; die des manchmal Einsamen, der Trost in der Macht der Bilder sucht. Zitat: Ins Kino ging man, aus Glück, wenn man zu zweit war. Ins Kino ging man, aus Unglück, wenn man allein war. Und das war öfter.
Besser kann man sie nicht ausdrücken, die Liebe, Faszination und Leidenschaft die Millionen von Kinogängern erwartungsvoll in die lockende Dunkelheit der Kinosäle treibt. Zweifelsohne gehört dieses Werk zu den besten Büchern die bislang über das Kino und den Film geschrieben worden sind. Mich hat es gleichzeitig auch neugierig gemacht auf die Billy Wilder Biographie. Das wird ganz sicher das nächste Karasek Buch sein, welches ich lesen werde.
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