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Produktinformation
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Das Buch der bekannten Fernsehmoderatorin Eva Hermann und des Schriftstellers und Kinderpsychologen Dr. Stephan Valentin wirkt wie Balsam auf die angespannten Nerven übernächtigter Eltern. Denn ihre wichtigste Botschaft lautet: Es liegt nicht an den Eltern, wenn es so gar nicht klappen will mit dem Schlafen. Wie es aber funktionieren kann, zeigt das Autorenteam mit vielen Beispielen und Ratschlägen, mit Ideen für Einschlafrituale und Tipps für die Schlafsituation. Kann ist hier das Zauberwort, denn wie die Autoren immer wieder betonen, Schlaf ist individuell und die eine, wirksame Rezeptur gibt es nicht. Zunächst aber erfährt der Leser alles über den Schlaf, über Schlafphasen und das Schlafbedürfnis bei Babys und Kindern, über Schlafenszeiten und das überschätzte, weil in der Tat nicht realistische Durchschlafen. Dann geht es ans Einschlafen. Die Bedeutung der Schlaflieder wird erklärt und warum das In-den-Schlaf-Begleiten für Kinder so wichtig ist. Ein weiteres Kapitel behandelt die nächtlichen Ruhestörungen. Positiv hier, dass auch auf die ambivalente emotionale Situation der Eltern eingegangen wird. Denn wer ist nach der x-ten durchwachten Nacht bei aller Liebe zu seinem Kind noch frei von Aggression? Und wer vor allem traut sich, das auch zuzugeben?
Wenn gar nichts mehr hilft, dann führt der Weg ins Schlaflabor. Interessante Einblicke werden hier geboten wie ein solches Institut arbeitet und wann es tatsächlich angebracht ist, hier Hilfe zu suchen. Interessant ist auch die Exkursion in die Welt der Babypflege der Vergangenheit. Zum Glück weiß man heute, dass ein Baby mehr braucht als eine trockene Windel, einen Platz zum Schlafen und regelmäßige Mahlzeiten! Insgesamt ist das Buch sehr informativ und vor allem beruhigend, denn es wird bestätigt, was wir in unserem Eltern-Herz schon immer wussten: In erster Linie geht es um das Wohl unseres Kindes, uns nicht um irgendwelche gesellschaftlichen Schlaf-Normen! --Sandra-Kathrin Buck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Der kindliche Schlaf, besonders das Thema „Durchschlafen“ ist für viele Eltern ein großes Problem. Die Kleinen wollen nicht ins Bett, wenn sie sollen, und wenn sie dann im Bett sind, wollen oder können sie nicht schlafen, haben Hunger, schreien oder weinen – in vielen Familien werden die Abend- und Nachtstunden zu einem regelrechten Drama.
In gewohnt einfühlsamer und kenntnisreicher Manier, wie man es aus ihrem ersten Buch „Vom Glück des Stillens“ kennt, schreibt Frau Herman zusammen mit ihrem Koautor über so gut wie alle Probleme, die in diesem Zusammenhang auftreten können, und zeigt Lösungen auf. Lösungen, die sich immer an Idealen wie Liebe, Verständnis und natürlicher Intuition orientieren. Außerdem gibt es längere Kapitel darüber, was es mit dem Schlafen überhaupt auf sich hat, warum wir schlafen und was im Schlaf geschieht.
Sachlich und fachlich ist auch dieses Buch wieder gut recherchiert, gut geschrieben und gut lesbar und informativ, so dass man es, was den Inhalt angeht, guten Gewissens empfehlen kann. Besonders beeindruckend ist – wie schon im Stillbuch – die Art, wie Frau Herman es schafft eindeutig Stellung zu beziehen, wie z.B. beim Thema Co-Sleeping, ohne dabei mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen.
Dem guten Inhalt gegenüber lässt allerdings die Aufmachung des Buches zu wünschen übrig. Als Nachttischlektüre ist es zum Beispiel so gut wie gar nicht geeignet: Bei künstlichem Licht spiegeln die Hochglanzseiten so sehr, dass nach kurzer Zeit die Augen schmerzen. Wenn man überhaupt etwas lesen kann, denn vor lauter Eifer, ein buntes, „lebendiges“ Buch zu gestalten, schießt der Verlag so manches mal übers Ziel hinaus. Da kann es dann auch schon einmal vorkommen, dass ein ganzes Kapitel mit grüner Schrift auf grünem Untergrund gedruckt ist. Oder beige auf beige. Allerlei „Kästen“, überflüssige Abbildungen und teilweise mitten in den Fließtext gesetzte Einschübe stören und unterbrechen den Lesefluss oft auf recht ärgerliche Weise.
Diese Farbigkeit und Unruhe soll ja vielleicht Leute ansprechen, die sonst kaum einmal ein Buch in die Hand nehmen, es bleibt aber fraglich, ob man dieses Publikum auf diese Weise wirklich erreicht, während anderes Publikum womöglich eher abgeschreckt wird. Wer sich aber trotzdem durch die glänzend-bunte Präsentation wühlen mag, wird mit sehr viel guter und wichtiger Information belohnt.
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