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Mein Jenseits. Novelle [Gebundene Ausgabe]

Martin Walser
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

4. Februar 2010
Augustin Finli, Chef des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Scherblingen, weiß, was Älterwerden bedeutet. Ab dreiundsechzig hat er mit dem Zählen der Geburtstage aufgehört und sein Lebenscredo gefunden: »Glauben heißt lieben.« Scherblingen war bis 1803 ein Kloster. Der letzte Abt war ein Vorfahr von Augustin Finli. Der hat, als er noch ein junger Arzt war, ein Seminar besucht, um sein Latein zu verbessern. Im Seminar unangefochtene Beste war Eva Maria Gansloser. Die beiden sind dann so gut wie verlobt. Aber Eva Maria heiratet den Grafen Wigolfing, der an der Eiger Nordwand erfriert. Darauf heiratet sie den 18 Jahre jüngeren Dr. Bruderhofer. Das erregende Moment: Dr. Bruderhofer ist Oberarzt unter Augustin Finli. Eva Maria schickt gelegentlich Postkarten, die Finli sagen sollen, sie könne ihn so wenig vergessen wie er sie. Kann er das glauben? Er glaubt es. »Eine Sekunde Glauben ist mit tausend Stunden Zweifel und Verzweiflung nicht zu hoch bezahlt.« So Finli. Und: »Glauben lernt man nur, wenn einem nichts anderes übrig bleibt.« Das wird zu Finlis Daseinsgefühl. Der Vorfahr hat geschrieben, es sei nicht wichtig, ob die Reliquien, an die die Menschen glauben, echt sind. Augustin Finlis Jenseits entsteht durch Glaubensleistungen. Und vom Vorfahr hat er gelernt: »Wir glauben mehr als wir wissen.« Das ist der Kernsatz dieser Lebensgeschichte. Kant hat eingesehen, dass die Vernunft nur begreife, was sie selber hervorgebracht hat. Das gewaltige Andere schaffen wir dadurch, dass wir glauben. Es ist ein heftiges Credo, das aus dieser Lebensgeschichte tönt. In der Musik, in der Malerei, überhaupt in der Kunst ist dieses Credo die Voraussetzung der Kreativität. Die Literatur, die von der Sprache lebt, ist ein Zwitterwesen. In diesem Buch überschreitet die Sprache ihre allseits praktizierte Vernünftigkeit. Sie vollbringt Glaubensleistungen. Und wird schön dadurch.

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Mein Jenseits. Novelle + Das dreizehnte Kapitel + Über Rechtfertigung, eine Versuchung
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 132 Seiten
  • Verlag: Berlin University Press; Auflage: 1 (4. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940432776
  • ISBN-13: 978-3940432773
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 139.785 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Anfang von »Mein Jenseits«: "Je älter man wird, desto mehr empfiehlt es sich, darauf zu achten, wie man auf andere wirkt. Ich bin dreiundsechzig. Südlich der Donau sagt man zum Beispiel: Der und der wird auch allmählich komisch. Das merken alle, wissen alle, nur der, der allmählich komisch wird, merkt es nicht. Und sagen mag man’s ihm auch nicht. In Letzlingen – so heißt das Dorf, aus dem ich komme – in Letzlingen gab es – oder gibt es vielleicht sogar noch – eine Art Kultur des Umgangs mit solchen, die im Alter allmählich komisch wurden. Nirgends sonst habe ich von dieser Kultur auch nur noch einen Hauch verspürt. Ich will diese Art Kultur schildern, dann entscheide jeder selbst, ob es in seinem Dorf, seiner Stadt, seiner Gesellschaft dergleichen gebe." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Ich ging immer an einer Wand entlang, die würde aufhören, dann begänne das Leben. Die volle Berührung. Das war ein Irrtum. Diese Wand war das Leben."

Diese Lebenseinsicht teilt uns der Ich-erzählende Protagonist der neuen Novelle von Martin Walser irgendwann auf den ersten Seiten mit. Und so haben seine früheren Protagonisten quer durch die Jahrzehnte immer wieder versucht, mit dem Kopf durch diese Lebens-Wand zu kommen, sei es Anselm Kristlein, Franz Horn, Helmut Hahn, Gottlieb Zürn oder selbst der alte Goethe in Walsers jüngstem Roman "Ein liebender Mann".

Die vorliegende Novelle "Mein Jenseits" ( man munkelt, es sei ein Teil aus dem dicken neuen Roman "Muttersohn", an dem Walser gerade schreibt) greift dieses mittelständische Leidensszenario aus Mann, Bürgertum und verpasstem Leben wieder auf und gibt ihm aber eine neue Wendung.

Walsers Ich-Erzähler August Feinlein, Chef des Psychiatrischen Landeskrankenhauses in Scherblingen, entdeckt als neue Lösung, als neuen Lebenssinn die Glaubensbereitschaft. Als Liebhaber heiliger Antiquitäten hat er sich auf eine Suche begeben, die viel "Verklärungsbereitschaft" erfordert: "Es gibt eine Sehnsucht, die nichts von sich weiß. Erst wenn man sich ihr überlässt, erfährt man, wohin sie einen haben will", sagt August Feinlein. Oder: "Unsere europäischen Vorfahren haben auch gewusst, was man wissen kann. Aber sie haben geglaubt, was sie glauben wollen. Wie schrieb der Vorfahr ( ein Vorfahr von Feinlein war der Mönch Eusebius) ? Glaube heißt, Berge besteigen, die es nicht gibt. Musik gäbe es ja auch nicht wenn man sie nicht mache. Glauben, was nicht ist, dass es sei.
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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wörter für ein Glaubensgefühl 9. Februar 2010
Von Thomas Holtbernd VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Martin Walser erzählt eine Geschichte und die Wörter machen sich selbständig. Es entfaltet sich ein Credo, das wie von einem alten Mann, der komisch geworden ist, zu stammen scheint. Dieser alte Mann "...will keinen einzigen Menschen überzeugen. Nur mich selbst." Wie Augustinus entwirft der Protagonist Augustin Feinlein seine confessiones. Martin Walser schreibt diese Bekenntnisse jedoch nicht als Bekehrungsgeschichte. Die Novelle ist eine Offenbarung und eine Ode an die Liebe. In den Konflikt zwischen einem Chefarzt und seinem Nachfolger oder dem rein naturwissenschaftlichen Weltbild und dem Glauben an die Macht des Wortes, lässt der Autor eine Geschichte um Reliquien entstehen. Für den Leser/die Leserin wird erfahrbar, wie Wörter ein Glaubensgefühl entstehen lassen: "...dass der Glauben die Welt schöner macht als das Wissen, stimmt doch." Das Besondere an dieser Hommage an den Glauben ist die grenzenlose Offenheit, das Nichtmissionarische. Ob Glauben oder Nichtglauben, das ist belanglos. Es geht um den Raum, der durch die Öffnung für den Glauben entsteht. Ein Mensch, der eine Reliquie entwendet, wie Augustin Feinlein, kommt auf diese Weise dem Unerklärlichen nicht näher. "Das Unerklärliche bleibt verschlossen..." Und dennoch hat es Martin Walser in genialer Weise geschafft, das Sakrale des Menschseins, das Symbolhafte der Liebe in Worte zu fassen. Er bietet Wörter an, er lässt Zwischenräume, er lässt durchdringend spüren, wie tiefmenschlich Glaube ist. Dabei biedert er sich nicht an, er tut es für sich und lässt die LeserInnen teilhaben. Dass er dabei eine typisch katholische Glaubenswelt entfaltet, stört nicht, es geht um mehr.
Der alte Mann hat in seinem Komischwerden fantastisch einen Nerv der Zeit erfasst. Es ist zu hoffen, dass diese Novelle auf den Bestsellerlisten landet und die vielen oberflächlichen Elaborate himmlisch überflügelt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir glauben mehr als wir wissen 28. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Geschichte des älter Werdens, der Ablösung. Die Geschichte Augustin Feinleins, Chef des Psychiatrischen Landeskrankenhuauses Scherblingen und Reliquienforscher. Zunehmend entgleitet ihm, was ihm wichtig ist. Aber er lebt im Bewusstsein, dass Glaube Liebe ist. Eine Sekunde Glauben ist mit tausend Stunden Zweifel und Verzweiflung nicht zu hoch bezahlt. Die kreative Kraft des unnahbaren Unerklärlichen wofür man auf Erklärungen hofft. Glauben, was man nur lernt wenn einem nichts anderes übrig bleibt, macht die Welt schöner als das Wissen, diese Einsicht wird zu Augustin Feinleins Daseinsgefühl

Er entwendet das Heiligblut-Kreuz, ein Reliquiar das sein Vorfahr vor der Gier des Staates gerettet hatte. Zu Christi Himmelfahrt findet der "Blutritt" trotz fehlender Reliquie statt. Die Geistlichkeit lässt die Gläubigen, die zu Tausenden den Weg der Pferdeprozession säumen im Glauben, sie würden mit der echten Reliquie gesegnet. Es bestätigt sich, es ist nicht wichtig, ob Reliquien echt sind und noch ein bisschen mehr.

Eine tiefsinnige Novelle umrahmt von einer Glaubensgeschichte. Unbedingt zu lesen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Schon über das Anfangszitat von Jakob Böhme bekommt der Leser einen Vorgeschmack auf den extrem ungemeinen Schreibstil von Martin Walser:
"Wer es verstehen kann, der verstehe es. Wer aber nicht, der lasse es ungelästert und ungetadelt. Dem habe ich nichts geschrieben. Ich habe für mich geschrieben." Bemerkung hierzu: Dieses Zitat ist ernst zu nehmen im Laufe des Buches

Die eigentliche Handlunge des Buches wirkt nebensächlich und basiert auf einem inneren Konflikt des Protagonisten:
siehe auch: "...Dr. Bruderhofer ist ein Nebenproblem. Und es würde den Sinn meines Kampfes seriös verfälschen, wenn ich gegen Dr.Bruderhofer recht haben wollte." (s.20)

Ähnlich seinem bekannten Buch "Das fliehende Pferd" Ein fliehendes Pferd entwirft Walser mit "Mein Jenseits" Mein Jenseits eine eigenbrödlerische Novelle, in dem zwei völlig unterschiedliche Menschentypen unfreiwillig (!) miteinander klarkommen müssen:

Dr. Bruderhofer, extrovertiert, lebt sein Leben nach außen hin demonstrativ, weiß sich und seinen Körper zu präsentieren, tanzt, lacht und nimmt kein Blatt vor den Mund.
Der jüngere ärztliche Direktor habe sich in Feinleins Krankenhaus nur deshalb berufen lassen, weil er selbst "schnell Chef werden wollte".
Der andere (Protagonist und Ich-Erzähler Prof. Dr. Dr.
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5.0 von 5 Sternen Mein Jenseits im Diesseits
"Mein Jenseits" ist eine wunderbare, tiefgründige Einführung in den Glauben an das Jenseits im Diesseits - und natürlich in den Roman "Muttersohn", aus welchem diese... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2012 von Hasso Geißler
2.0 von 5 Sternen 1 Stern oder doch 2 Sterne???
frage ich mich noch immer. Jetzt habe ich mich für 2 Sterne entschieden. Warum so schlecht? Es ist nicht leicht auf den Punkt zu bringen, wieso ich das Buch für... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2010 von NewWonder
5.0 von 5 Sternen Mein Jenseits
Die Novelle ist hintergründig und macht nachdenklich.
Man muss allerdings den Stil von Martin Walser mögen.
Veröffentlicht am 27. Juni 2010 von Monika Pabel
4.0 von 5 Sternen Ein sehr seltsames Bekenntnis
Nachdem ich sämtliche Werke Walsers gelesen (und zum größten Teil bewundert) habe, einschliesslich der wunderbaren Biografie von Jörg Magenau, war es wohl... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2010 von gigunelsa
4.0 von 5 Sternen beeindruckende Geschichte
eine seltsame Geschichte, nicht leicht zu lesen, aber lesenswert
eher für ältere Leser geeignet
Veröffentlicht am 18. April 2010 von T. Krainer
2.0 von 5 Sternen »Glauben lernt man nur, wenn einem nichts anderes übrig bleibt.«
Meine erste Novelle von Martin Walser, auf die ich in einer Radiosendung aufmerksam wurde. Erwartet habe ich eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Glaubens... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von Martin Kohlmann
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Veröffentlicht am 7. April 2010 von G. J. Matthia
2.0 von 5 Sternen unklare aussagen
Vielleicht spreche ich eine andere Sprache.Aber hier werden die Gefühle des Autors aus seinem eigenen Empfinden nicht so übertragen,daß sie mit dem Jenseitsgedanken... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von Dr. Michael Engels
4.0 von 5 Sternen Scheintot
Wäre das Buch von einem Nicht-Dichter, würde ich sagen, es wiege zu leicht, sowohl von der Sprache als auch von der Nicht-Handlung her. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2010 von Grody
2.0 von 5 Sternen Am Korrektor gespart
Wenngleich selbst nicht katholisch, habe ich doch immer eine gewisse Faszination und Anerkennung übrig gehabt für das Sinnlich-Mystische, das dem Katholizismus eigen ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2010 von Roland Scheerer
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