Ich finde dieses Buch großartig. Ich habe die beiden anderen Bewertungen gelesen und muss mich dem entgegenstellen. Dieses Buch beschreibt sehr authentisch und sehr fesselnd, wie es sich anfühlt, wenn man dem Tod Stück für Stück näher kommt. Es geht nicht um die Transplantation an sich, auch nicht um irgendwelche Problematiken, die hinterher auftreten. Wäre es so ein Buch gewesen, hätte ich es sehr langweilig gefunden. Und so etwas hatte ich eigentlich erwartet.
Stattdessen will sie einem näher bringen, wie es sich anfühlt, keine Hoffnung haben zu können und dennoch welche zu haben. Ihre Gefühle sind einmalig und nie habe ich so über dieses Thema gedacht wie jetzt, wo ich es gelesen habe.
Also wer erwartet, dass hier jemand damit kämpft, ein fremdes Organ zu haben. Oder eine genaue Beschreibung des Vorganges antreffen will, der sollte lieber ein anderes Buch lesen. Dieses Buch richtet sich an Menschen, die einen ähnlichen Charakter haben wie die Autorin - stark, stur und aktiv - und die sich dadurch aktiv in die Rolle hineinversetzen können, wie es ist, wenn das Herz nicht mehr macht, was der Geist will.
Rundum ein gelungenes Werk.