Ein wichtiges Buch,was allen professionellen Helfern und solchen,die es werden wollen uneingeschränkt empfohlen werden kann.Wilson-Schaef schildert im ersten Teil ausführlich ihre eigene Lebensgeschichte.Dabei macht sie deutlich,das es für Sie im Grunde keinen wirklichen Unterschied zwischen Klienten und Helfern gibt,ja, sie geht sogar soweit,das diese Unterscheidung echte Heilung so gut wie unmöglich macht.Für Sie sind alle psychichen Erkrankungen im Grunde Suchterkrankungen,die alle eine gemeinsame Ursache haben:Keinen Kontakt zu sich selbst.Davon sind für Sie Helfer genauso betroffen,die Sie überwiegend als Co-Abhängige erlebt.Folgerichtig gibt sie den Beruf als Psychotherapeutin auf und arbeitet an ihrer eigenen Genesung.Im zweiten Teil schildert Sie zunächst noch einmal ihr Verständnis von Tiefenprozeß und Lebensprozeßarbeit,für sie eine Alternative zur Psychotherapie.Dabei macht sie klar,das es nicht DEN richtigen Weg gibt.Viele Beispiele erläutern anschaulich,was sie damit meint.Im dritten Teil schildert sie knapp,aber sehr begreifbar das existierende Wissenschaftsparadigma und kennzeichnet es als mechanistisches.Psychotherapie ist ihrer Meinung nach tief in dieses Weltbild verstrickt und letztendlich sogar schädlich.Dann schildert sie ein holographisches Paradigma in dem alles mit allem verbunden ist.Besonders inspieriert hat sie dabei Morris Bermans Buch "Die Wiederverzauberung der Welt".Für sie ist Partizipation vor aller politischen Teilhabe zunächst erst einmal innere Anteilnahme.Sei ist Grundlage wirklicher Partizipation.Fazit:Dieses Buch ist für mich ein Meilenstein.Es ist im wahrsten Sinne radikal und warf für mich viele grundsätzliche Fragen auf.Es hat mir auf meinem Weg zur Heilung sehr geholfen!