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Mein Großvater war ein Kirschbaum [Gebundene Ausgabe]

Angela Nanetti
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

2001
In der Nacht träumte ich, mit Großvater auf dem Kirschbaum zu sein. Wir waren Trapezkünstler wie im Zirkus. Großvater hing kopfüber am höchsten Ast und ich hielt mich an seinen Armen fest. Großvater schaukelte hin und zurück, immer schneller und dann warf er mich plötzlich in den Himmel. Ich flog mit geöffneten Armen, wie ein Vogel ohne Angst, und Großvater lächelte mir von unten zu.

Aus der Sicht, dem Einfühlungsvermögen und der Gefühlswelt des jungen Tonino erzählt Angela Nanetti von seinen außergewöhnlichen Großeltern, über das Leben und den Tod, das Verhältnis der Generationen, die Beziehung zwischen Mensch und Natur, über Lebensfreude und Leid. Es ist ihr gelungen, in sehr poetischer und ungezwungener Weise über den körperlichen und geistigen Verfall des Großvaters zu schreiben, der ein Mensch außerhalb jeder Norm war. Der Kirschbaum wird zu einem Symbol des Weiterlebens.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Patmos (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491374383
  • ISBN-13: 978-3491374386
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 14,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 691.716 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Großeltern sind etwas Wunderbares. Wenn sie dann auch noch so außergewöhnlich sind wie die des kleinen Tonino, ist das Kinderglück perfekt. Großmutter Teodolinda hegt und pflegt hingebungsvoll ihre Hühner und die intelligente Gans Alfonsina, sie hat eine runde, weiche und kuschelige Figur und ein aufbrausendes Temperament; Großvater Ottaviano ist ruhiger, hat sich aber ein kindlich-fröhliches Gemüt bewahrt und kümmert sich um seinen heiß geliebten Garten. Und beide lieben ihren Enkel Tonino, der in der Stadt wohnt und glücklich ist, wenn er sie besuchen darf.

Doch dies ist nicht die Geschichte von unbeschwerten Wochenenden auf dem Land, zumindest nicht nur. Es ist eine Geschichte über das Kranksein, das Sterben und den Tod, zuerst der Großmutter, schließlich des Großvaters. Angela Nanetti lässt Tonino die Geschehnisse selbst erzählen. Seine kindliche und doch so kluge Wahrnehmung sowie seine Erklärungsversuche machen einen großen Teil des Charmes dieses traurigen und anrührenden Buches aus. Gleichzeitig bringt seine Lektüre viel Freude und tiefe Zufriedenheit, sein Erzählton eine beschwingte Leichtigkeit. Dabei gibt es hier noch viel mehr zu entdecken: den Hund Floppy, die erste Schulzeit Toninos, die Schwierigkeiten seiner Eltern; und natürlich Felice, den Kirschbaum, den Großvater Ottaviano zur Geburt von Toninos Mutter gepflanzt hatte und der zum Mittelpunkt seines und des Großvaters Leben wird.

Behutsam, liebevoll, mit viel Humor und Verständnis hat Angela Nanetti eine realistische, jedoch nicht verletzende Schilderung vom Verlust eines geliebten Menschen für Kinder zum Vor- und Selberlesen geschrieben. Sie werden die Geschichte, die Gedanken und Empfindungen Toninos verstehen und sich in ihnen wieder finden, und er wird ihnen manches erklären können, bei dem die Erwachsenen nach Worten ringen. Deshalb sei auch ihnen Mein Großvater war ein Kirschbaum wärmstens empfohlen. --Osseline Kind

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001
Angela Nanettis Buch beschreibt, wie das Stadtkind Tonino bei seinen Grosseltern auf dem Land Zuwendung und Geborgenheit findet und dort Dinge lernt, die ihm auch in seinem späteren Leben weiterhelfen können. Dieses Gefühl zu beschreiben, gelingt der Autorin nach Meinung von Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeldt sehr gut. Sie findet in dem Buch jedenfalls eine ähnliche Atmosphäre wie bei den Geschichten aus Hogwart und Bullerbü.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de

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Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Annotation: Unsentimentale, berührende Erzählung von der Beziehung eines kleinen Jungen zu seinem schrullig werdenden Großvater, dessen Liebe zur Natur für den kleinen Tonino nicht nur ansteckend sondern Richtung weisend wird.

Rezension: Tonino hat Großeltern in der Stadt und Großeltern am Land. Jene in der Stadt widmen ihre ganze Aufmerksamkeit ihrem kleinen Hündchen Floppy, während Großvater Ottaviano und Großmutter Teodolinda ihren großen Garten, ihre Hühner, vor allem aber ihre Gänse hegen und pflegen. Als Großmutter Teodolinda stirbt, wird der Großvater etwas sonderlich, die Einsamkeit macht ihm ziemlich zu schaffen. Umso mehr widmet er sich seinem Enkel und lehrt ihn, jenen Kirschbaum, den er anlässlich der Geburt von Toninos Mutter gepflanzt hat, zu lieben. Als eine Schnellstraße gebaut werden soll und dafür ein großes Stück vom Garten geopfert werden müsste, bricht dies dem Großvater das Herz. Tonino kann aber durch einen "Sitzstreik" auf dem Baum verhindern, dass dieser gefällt wird.

Die humorvoll und berührend erzählte italienische Kindheit ist eingebettet in Natur- und Familienverbundenheit, die den Schwierigkeiten modernen Lebens trotzt. Die behutsam aufgebaute Beziehung zwischen dem Großvater und seinem Enkel gleicht einem zarten Spinnennetz, das über den Tod hinaus Halt gibt. Zwar wird die Schrulligkeit des alten Herrn nicht verharmlost, auch sein Schmerz und seine Einsamkeit nach dem Tod seiner Frau sind deutlich spürbar, dennoch sind die Zuneigung und Achtung ihm gegenüber Toninos Schlüssel für ein Verständnis.

Ohne jeden Anflug von Sentimentalität aber auch ohne belehrend auktorialen Erzählton werden die LeserInnen in die Lebenswelt des kleinen Tonino hinein genommen und bekommen eine Ahnung davon, wie alte Menschen auf ihre Weise Anteil geben können an ihrem Leben und an dem, was es ausgemacht hat.

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