Ich habe mir diesen Film gekauft, als ich erfuhr, dass es sich hier um eine Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher "Jan, mein Freund" von Peter Pohl handelt.
Vorab möchte ich sagen, dass der Film an sich wirklich sehr schön ist. Er ist gut gemacht und nimmt in klarer Sprache Stellung zu wichtigen Themen, wie Freundschaft, Gewalt, etc.
Die Darsteller sind sehr gut ausgewählt. Schuyler Fisk als Joe ist zu 100% die Einzige, die diese Rolle hätte spielen können, glaube ich.
ABER:
Der Film ist mir trotz ernsten Momenten nicht ernst genug, um das Entsetzen wiederzugeben, das ich mit Jan durchlebte.
Auch bin ich nicht begeistert davon, dass der Zuschauer schon gleich zu Beginn des Filmes erfährt, welches Geheimnis Joe hat.
Ich bin auch noch immer der Ansicht, ein Happy End verschleiert die Botschaft und noch so einiges mehr.
Die Geschichte hat schwarzweiss- Denken und Gut- Böse Darstellungen nicht nötig!
Mein Fazit: Schade!
Etwas näher an der Story und den Originalcharakteren wäre durchaus etwas drin gewesen, was Jan hätte gerecht werden können.
Aber was soll's?
Es bleibt ja immer noch Peter Pohls Buch über den wunderbaren, nachdenklichen, tollkühnen, geheimnisvollen Jan.