Aus dem Klappentext:
"Die Roman-Biographie über den heiligen Franziskus ist zum einen die dichterisch angelegte Hagiographie des berühmten Mönches. Zum anderen illustriert sie aber am Leiden des Bruders Franziskus die zuvor vom Autor formulierten ethischen Forderungen: Nie sollst du die Grenzen des Menschen anerkennen. Durchbrich die Grenzen, stirb als Leugner des Todes"
An anderer Stelle:
"Als berühmter Dichter veröffentlichte Kazanzakis ein Jahr vor seinem Tod sein Buch über Fanz von Assisi. Er erzählt eine Legende, "die wahrer ist als die Wahrheit" ... Hier schreibt er am Ende seines Lebens ein Buch, das aus lebenslanger Betroffenheit entsteht ... Die Kunst seines Schreibens handhabt Kazantzakis in diesem Buch souverän ... Der geschichtliche Hinter- und Untergrund ist zuverlässig da, aber dieser Franziskusroman ist kein historischer Roman: Historisches wird mit Gelassenheit und Überlegenheit herangezogen, wo es zweckdienlich erscheint ... Kazantzakis bezeugt in diesem Buch sein beunruhigendes, aufrührendes und aufrührerisches, leidenschaftliches, unorthodoxes Christentum, das aller mittleren Behaglichkeit und Ausgeruhtheit abhold ist"
Was soll man hier noch hinzufügen? Ich liebe diese bis zur Unvernunft gehende Leidenschaft und Radikalität, ich liebe diesen heiligen Narr, ich liebe dieses wunderbare Buch!
Ja doch, noch etwas Prosaisches: Ich habe auch "Alexis Sorbas" und "Griechische Passion" des Autors gelesen, die aber in Sprache, Inhalt und Botschaft für mich bei weitem nicht an dieses Werk heranreichen.