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Mein Dämon ist ein Stubenhocker: Aus dem Tagebuch eines Behinderten
 
 
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Mein Dämon ist ein Stubenhocker: Aus dem Tagebuch eines Behinderten [Taschenbuch]

Maximilian Dorner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499625024
  • ISBN-13: 978-3499625022
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 237.659 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Maximilian Dorner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Maximilian Dorner ist jung und begabt – und seit drei Jahren ist er behindert. Das hat sein Leben von Grund auf verändert. In seinem Tagebuch schreibt er in bisher unbekanntem Tonfall über seinen neuen Alltag – mal mild und leise, mal traurig, oft sehr komisch und immer messerscharf beobachtend. «Ein furioses Buch.» (Die Welt) «Dorner ist als Behinderter Anfänger, im Umgang mit der Sprache ein Könner.» (Der Spiegel) «Ein kluges, tiefgehendes, aber vor allem humorvolles Buch darüber, wie es ist, sich mit Anfang 30 gebrechlich wie ein Rentner zu fühlen.» (Maxi)

Über den Autor

Maximilian Dorner, 1973 geboren, studierte an der Bayerischen Theaterakademie und ist seit mehreren Jahren als Lektor, Dozent und Autor tätig. 2007 erschien sein Roman «Der erste Sommer», der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde. Ein Jahr zuvor wurde bei ihm eine chronische Nervenkrankheit diagnostiziert. In seinem 2008 erschienenen Bestseller «Mein Dämon ist ein Stubenhocker» erzählt er, wie die Behinderung sein Leben verändert hat.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Weder der Titel "Mein Dämon ist ein Stubenhocker" noch der Untertitel "Aus dem Tagebuch eines Behinderten" sind unserer Meinung nach für dieses Buch glücklich gewählt. Wahrscheinlich haben die Marketingabteilung des Verlags und die Lektoren hier kräftig mitgemischt.

Trotzdem lohnt ein genauerer Blick auf das Innere dieser Essay-Sammlung im Tagebuch-Stil.

Der Autor Max Dorner hat das Schreiben gelernt und hat sein Schicksal, durch Multiple Sklerose behindert zu sein, mit seinem Beruf verbunden -- so entstand das Büchlein "Mein Dämon ist ein Stubenhocker". Eins seiner Vorbilder war offensichtlich Silvia Bovenschen's "Älter werden" (MS-Reporter Buch-Tipp), das er auch am Ende als Einfluss nennt. Während Bovenschen mit ihren scheinbar schlichten Worten eine große Aussagekraft erreicht, punktet Max Dorner mit der Dynamik seines jugendliches Alters (34) in den starken Passagen: Wo Bovenschen manchmal resigniert klingt, lodert bei Dorner immer wieder eine starke Willens- und Kampfkraft auf, so z.B. als er beschreibt, wie er seinen SBA beantragt:
"Mein Ehrgeiz, bei den Behinderten ganz vorne mit dabei zu sein, nervt mich. Erst über 50 [%] gilt man als so richtig behindert. Alles darunter ist für Anfänger ... Also korrigiere ich meinen Antrag von siebzig auf achtzig Prozent hoch. [18]"

Der schonungslose Blick auf sein Umfeld lässt manche glauben, auch "irgendwie dazu zu gehören":
"Meine ganz persönlichen Handicap-Favoriten:
Christian handicapt sich selbst, indem er nie Zeit hat. [...]
Julia handicapt sich selbst mit dem festen Glauben, dass an allem, was bei der Arbeit schiefläuft sie die Verantwortung trägt. [...]
Wenn man genau hinsieht, gibt es niemanden ohne."

"Und immer wieder beschäftigt den Autor der Umstand behindert zu sein und was dies bedeutet:
Es gibt keine Objektivität bei der Zumessung von Behinderung, weil sie untrennbar an die jeweilige Lebenssituation gebunden ist. Solang ich vor meinem Laptop hocke, bin ich nicht behindert, sobald ich aufstehe, schon. [15]"

Und doch ist es das Tagebuch eines MS-Kranken, der seine Diagnose schreibend bewältigt:
"[...] was das heißt: lebenslänglich. Wohin mit der Wut, dem Zorn? Später, morgen, will ich Erbarmen mit mir haben. Heute hasse ich die Entzündungen in meinem Kopf. Mein ganzes Gehirn wie Bagdad. Doch auch ich könnte mit einem Anschlag für Ruhe sorgen. Mir das nicht bieten lassen.
Aber der Tod ist keine Alternative, mit leisem Bedauern wird es mir bewusst. Das Leben muss man mit Anstand bewältigen. Und es ist wahrscheinlich langweiliger, ewig tot als vierzig Jahre behindert zu sein. [27]"

Diese Prägnanz hält der Autor Max Dorner zwar nicht über die gesamten gut 160 Seiten hinweg durch, doch immer wieder blitzen messerscharfe Erkenntnisse auf, wie sie kaum besser forumliert werden könnten. "Mein Dämon ist ein Stubenhocker" ist phasenweisen ein Feuerwerk und für MS-Kranke in anfänglichen oder mittelmäßig fortgeschrittenen Stadien sowie deren Angehörige ein absolutes Muss im MS-Bücherregal, da Max Dorner meist genau den richtigen Ton trifft zwischen Unterhaltung und Philosophie.

Eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Wenn er schreibt, dass er sich "keinem Kind zumuten" möchte, dass er als Patenonkel, "aber nicht als Vater" tauge und schließlich fragt "Oder bin ich nur zu feige?" möchte man ihm ein lautes "JAA!" entgegen schmettern.
Tu' es, Max!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nichts für Dünnhäutige 14. Oktober 2008
Von Isabel
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Mein Dämon ist ein Stubenhocker

Im Grunde kann ich mich allem anschließen was schon geschrieben wurde. Ich finde das Buch auch ziemlich beeindruckend in seiner Ehrlichkeit. Und die Reflexionen zum Thema "Gesundheit", "Krankheit", Behinderung", "Normalität" usw. finde ich intelligent und originell.

Ich würde aber gern noch etwas hinzufügen, was, wie ich finde, in den bisherigen Rezensionen zu wenig raus kommt: Ich finde das Buch schon ganz schön drastisch. Wenn ich es vor 3 Jahren (mit einer noch recht frischen Diagnose) gelesen hätte, hätte es mich umgehauen. Und meine Angehörigen erst recht! Inzwischen bin ich robuster - und das Buch hat mir in vielerlei Hinsicht gut getan. Als ebenfalls Betroffener berührt einen die Ehrlichkeit von Max Dörner sehr und man fühlt sich mit ihm verbunden.

Ich bin bislang weit weniger betroffen als er - und würde das Buch im Leben niemandem empfehlen, dem es ebenfalls (noch) halbwegs gut oder besser geht. Das ist ja auch gar nicht der Anspruch des Autors, schon klar. Sollte aber im Interesse möglicher weiterer Leser auch benannt werden, finde ich.

Nichtsdestotrotz: Danke an Max Dörner für das Buch, das mir geholfen hat, der Realität ins Auge zu sehen und sich dabei nicht alleine zu fühlen.

Mein Dämon ist ein Stubenhocker
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sunshine
Format:Gebundene Ausgabe
Lachen oder weinen? Ich habe beides gleichzeitig getan!
In seinen Tagebucheinträgen und Rückblenden erlaubt mir der Autor, ihn auf der Suche nach einer Definition von Behinderung - seiner Behinderung - zu begleiten. Er sammelt Spuren in der Theologie, der griechische und germanische Mythologie, der Behindertenpädagogik, der Medizin, dem Sozialgesetzbuch, dem Internet usw. heiter-ironisch aufbereitet und gewürzt mit vielen Literaturstellen.
Gleichzeitig beschreibt er mit herzzerreißender Offenheit seinen langsamen und dann doch viel zu schnellen Abschied von der Normalität. Er schildert banale Alltagssituationen, z. B. im Straßenverkehr, auf dem Behinderten-WC, auf dem Flughafen, im kalten Wasser des Ammersees, auf Partys, im Beruf, zu Hause mit einer riesigen Portion Galgenhumor. Er unterschlägt auch nicht seine negativen Gefühle, den Neid, die Trauer, den Überdruss an wohlmeinenden Mitmenschen, den Scham und die Sehnsucht nach Normalität. Und doch will er, umgeben von Menschen, die ihm gut tun, das Leben in Extremen akzeptieren.
Mein Lieblingssatz, lautet: '(..) es ist wahrscheinlich langweiliger, ewig tot als vierzig Jahre behindert zu sein.' Jetzt warte ich nur auf den nächsten Mitmenschen, der sagt: 'Tut mir leid, aber ich kann mir das nicht vorstellen!' oder 'Was hast Du denn nun wieder?' Dem werde ich das Buch in die Hand drücken mit dem Kommentar: 'Lies das, dann klappt's besser!'
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Vor 7 Monaten von Djordschi veröffentlicht
Mein Dämon ist ein Stubenhocker
Hervorragendes Buch!! Sehr authentisch, beschreibt ohne Larmoyanz die sich auftuende Distanz zu den Menschen seiner Umgebung, bleibt humorvoll trotz der bedrohlichen... Lesen Sie weiter...
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