Schade, dass den "Machern" kein besserer deutscher Titel eingefallen ist, der ist wirklich irritierend. Es ist nämlich eine nette Kommödie mit durchaus ernstem Hintergrund.
Ein seltsamer Zufall führt die beiden Hauptfiguren auf dem Friedhof zusammen: sie am Grab ihres verstorbenen Mannes, er am Grab seiner Eltern. Während des Gesprächs fällt dem Bauern plötzlich ein, dass es höchste Zeit ist, die Kühe zu melken und er verschwindet ganz schnell ohne Hinterlassung einer Adresse, also ist eine mögliche Wiederbegegnung nur auf dem Friedhof möglich. Die findet dann auch statt und der Funke der Liebe ist so schnell übergesprungen, dass man es kaum glauben möchte. Allerdings stellt sich heraus, dass die Bibliothekarin für die Zukunft nur berufliche Pläne hat, der Bauer indessen hat familiäre Interessen. Er will seinen ererbten Hof erhalten und voran bringen und in seiner angestammten Umgebung bleiben, so wie es seine Vorfahren schon getan haben. Daran ändert auch sein guter Schulabschluss nichts, der ihm evtl. die große Welt eröffnet hätte.
Die eher coole Desiree merkt schon, dass es eine ganz andere Verständigung und Harmonie mit dem Bauern gibt als mit ihrem Ehemann, der ein verträumter Biologe und nur seinen Forschungen ergeben war. Ihr beste Freundin redet ihr zwar gut zu, aber nachdem sie ihren Geliebten mit ihrem Freundeskreis zusammengebracht hat, ist sie frustriert, weil er offensichtlich mit dieser Umgebung nicht klar kommt. Sie entscheidet sich gegen ihre Gefühle und weist den Bauern ab und deutet auch an, dass sie eventuell wieder zurückkommen werde. Doch er gibt ihr ganz klar die Antwort, dass er nicht auf ihren Sinneswandel warten wird.
Als die Stunde kommt, wo sie von den Mitarbeitern der Bibliothek verabschiedet wird, denn sie wird künftig in der großen Stadt ihre Berufstätigkeit ausüben, wird ihr plötzlich bewusst, dass sie auf das Glück, das sie mit dem Bauern erwartet, nicht verzichten will. Sie ist bereit, ihre beruflichen Wünsche aufzugeben und fährt zum Bauernhof, wo sie aber eine Überraschung erlebt ... So ist die Zeit gekommen, die Möbel zu packen und zum Schluss lässt sie den Möbelwagen noch beim Friedhof anhalten, wo sie endgültig Abschied nimmt... (das war bisher schon der Treffpunkt).
Ich war gespannt, wie der sensible Geigen-Virtuose aus "Wie vom Himmel" die Rolle des Bauern meistert und bin von seiner Darstellung begeistert. Auch die Filmmusik hat mir gut gefallen