Eine deutsche Familie in Amerika. Er, Tom Buhrow, war USA-Korrespondent der ARD, sie, Sabine Stamer, ist Autorin. Gemeinsam mit ihrer Tochter lebten sie von 1994 bis 2006 (Mit einer kurzen Unterbrechung) in den USA. Sie erlebten ein Land, das dem Unseren nur in wenigen Aspekten ähnelt. Manches ist dort besser - manches ist schlechter, doch vor allem ist es faszinierend, und immer wieder überraschend. Die großen und die kleinen Unterschiede fassen Tom Buhrow und Sabine Stamer in ihrem Buch "Mein Amerika Dein Amerika" zusammen.
Das Buch ist in 16 Kapitel gegliedert, die jedoch thematisch immer nur eine gewisse Richtung vorgeben. Innerhalb der Kapitel schweifen die beiden Autoren auch gerne einmal ein wenig ab, fügen eine persönliche Anekdote oder ein Erlebnis ein. Tom Buhrow und Sabine Stamer sind gleichermaßen als Erzähler aktiv, wer den Abschnitt, den man gerade liest geschrieben hat erfährt man höchstens, wenn in der Erzählung gelegentlich von "Tom" oder "Sabine" zu lesen ist, und demzufolge wohl gerade der Partner die Feder in der Hand hat.
Die Themen, über die geschrieben wird, beschränken sich auf die gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche des Lebens. Eben die Themen, mit denen man tagtäglich konfrontiert wird, wenn man in diesem Land lebt: Die amerikanische Freundlichkeit, das Zuhause und die Lebensweise, Liebe und Sex, Religion, gesellschaftliche Aufspaltungen und ein bisschen vom amerikanischen Traum fehlt natürlich auch nicht.
Besonders angenehm fällt die natürliche und persönliche Art auf, mit der die beiden Autoren schreiben. Das Buch liest sich wie ein Urlaubsbericht von Bekannten, nicht wie ein Sachbuch über Amerika. Auf diese Weise entsteht ein interessantes Portrait der amerikanischen Gesellschaft, das einfach zu lesen ist, und Spaß macht.