Die Suche nach einem alten Freund führt den Autor in das Amazonasgebiet auf eine abenteuerliche Reise mit Begegnungen, die ihm dieses Umbruchsland in reichlicher Fülle bietet.
Sein Freund - verfangen in den Strudeln des Amazonas - ist nie am erwarteten Ort und immer einen Teil der Reisestrecke voraus. Auf dieser Schnitzeljagd erfährt der Leser viel von der Geschichte des Stroms und seiner Anwohner, dem Elend der Indios, der Goldgräber und der Landarbeiter und der tiefen Kluft, die die Kolonialisierungs- und Industrialisierungswellen hinterlassen haben und deren Auswirkungen sich bis heute fortsetzen.
Spannend, unterhaltsam und unaufdringlich wird hier geschichtliches, politisches und naturwissenschaftliches Hintergrundwissen vermittelt, gleichzeitig ist es die literarische Erzählung einer persönlichen Reiseerfahrung des Autors, für den der Mythos der Amazonen nach wie vor lebendig ist, dem er auf seiner Reise sogar sehr nahe kommt und dessen Faszination schnell auf den Leser übergeht.
Er zeigt das Dilemma des Kontinents auf, für den es keine eindeutige Lösung zu geben scheint und in dessen Schatten schon sehr viel Unrecht geschehen ist und immer noch geschieht. Die Hoffnung wird nicht aufgegeben, die Zukunft bleibt ungewiss - das Leben ist ein Strom.
Das Buch ist ein aufregender Abenteuerroman, der gelungen den Bogen zur Gegenwart spannt - aktuell und geschrieben für das 21. Jahrhundert.