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Mein Agnes. Die Frau des Malers Albrecht Dürer [Taschenbuch]

Ulrike Halbe-Bauer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

Januar 2007
Nürnberg im Juli 1494. Nach dem Willen ihres Vaters heiratet die junge Agnes den soeben von seiner Gesellenwanderung heimgekehrten Maler Albrecht Dürer. Das junge Paar zieht ins Haus der Dürers, wo Agnes sich in eine große Familie einfinden und mit einer strengen Schwiegermutter, aber auch mit dem unkonventionellen Verhalten ihres Mannes zurechtkommen muss. Während die Pest in Nürnberg wütet, reist Agnes mit Albrecht nach Italien, wo er die berühmte Kunst der Renaissance studiert. Ihre Sorgen um die Daheimgebliebenen sind jedoch berechtigt: Auch im Hause Dürer fordert die Pest Opfer. In späteren Jahren unternimmt Albrecht immer wieder Auslandsreisen, die seinen Ruhm festigen. Währenddessen leitet Agnes selbstständig die Dürersche Werkstatt in Nürnberg. Ulrike Halbe-Bauer erzählt die Geschichte jener mutigen Frau, die mit einem der bedeutendsten Künstler der Reformationszeit verheiratet war.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen; Auflage: 3., unveränd. Aufl. (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3765537306
  • ISBN-13: 978-3765537301
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 426.374 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4.0 von 5 Sternen Dürer aus der Sicht seiner Frau Agnes 17. Oktober 2009
Eine Romanbiografie übers Dürers Frau Agnes - und gleichzeitig ein guter Einstieg in Dürers Werk. Dürer war DER große Künstler, während seine Frau schauen musste, seine Holzschnittdrucke zu vermarkten, denn darauf beruhten die sicheren Einnahmen des Haushalts. Das tat sie nicht nur in einer Bude auf dem Nürnberger Markt, sondern sie reiste auch regelmäßig zu Messen nach Frankfurt. Eine emazipierte Frau des Mittelalters und allein schon deshalb interessant. Besonders gut gefallen haben mir auch die kleinen Hinweise zum besseren Verständnis von Dürers Werk. Liest man das Buch eines Kunsthistorikers über Dürer, wird es leicht anstrengend und als Laie fühlt man sich schnell überfordert. Aber in diesem Bändchen sind viele nützliche Splitter eingestreut, z. B. in einer Szene, in der Agnes ihren Mann fragt, was sie denn den Kunden erklären soll, die auf dem Markt nach dem Sinn von ungewöhnlichen Darstellungen fragen. Tief bewegt hat mich auch das Schicksal der Familie: kurz nach der Hochzeit bricht die Pest aus und das junge Paar begibt sich auf eine Reise nach Venedig - gemeinsam, denn Dürer hat noch keine eigene Werkstatt, die seine Frau in seiner Abwesenheit verwalten müsste. Als sie ein gutes halbes Jahr später zurückkehren, sind fünf jüngere Geschwister der Malers tot und kurz darauf sterben noch zwei weitere Schwestern an Typhus oder Ruhr.
Der Verlag hat leider (in der gebundenen Ausgabe) nur einige Gemälde abgedruckt, aber nichts von den vielen Holzschnitten, deren Drucke überaus verbreitet waren und seinen Ruhm auch in einfachen Kreisen begründeten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wirkliche beeindruckende Zeitgeschichte. 26. Oktober 2012
Ich war gefesselt von der ersten Seite an. Die Autorin, über die nichts weiter im Buch steht, schreibt sehr gut über Albrecht und Agnes Dürer und die Zeit, in der sie lebten, aber eben aus der Sicht der "Dürerin", wie die Frauen jeweils nach ihrem Mann benannt sind. Sie ist die junge Dürerin und sie muss ihren Ruf als Ehefrau und "Mutter" erst festigen, was Schwierigkeiten macht, weil es so aussieht, als könne sie keine Kinder bekommen. Und das galt damals als Makel. Aber ihr Mann steht in diesem Bereich zu ihr.
Durch verschiedene Umstände lebt sie vielleicht wirklich eine Art emanzipiertes Leben in der damaligen Zeit. Auf jeden Fall ist beeindruckend, was sie alles leistet und erträgt.
Ein wirklich lesenswertes Buch
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Von €nigma TOP 1000 REZENSENT
"Mein Agnes" ist eine in der dritten Person geschriebene Romanbiographie des Ehepaares Dürer, dargestellt aus der Perspektive von Agnes.
Agnes Frey wird im Alter von ca 17 Jahren im Jahr 1494 von ihrem Vater, dem Rotschmied Hans Frey, mit dem jungen Maler Albrecht Dürer verheiratet, der gerade von seiner Gesellen-Wanderzeit nach Nürnberg zurückgekehrt ist.
Als 1495 in Nürnberg wieder einmal die Pest ausbricht, reist Agnes mit ihrem Mann für knapp ein Jahr nach Venedig, wo er die neuen Techniken der Malerei erlernen will, da die Italiener den Deutschen in der Malerei weit voraus sind. Die Rückkehr nach Nürnberg verläuft nicht sehr erfreulich, denn im Hause Dürer sind inzwischen fünf Geschwister von Albrecht an der Pest gestorben, zwei weitere Schwestern sterben bald darauf an Ruhr oder Typhus. Albrechts Mutter Barbara hat von ihren insgesamt 18 Kindern 15 verloren, sie wird durch diese Schicksalsschläge immer schwieriger im Umgang, verbringt fast ihre ganze Zeit im Gebet und verbreitet eine düstere Stimmung im Haus. Auch Albrecht, mit dem Agnes im Großen und Ganzen eine harmonische Ehe führt, verfällt immer wieder in sehr melancholische Phasen, in denen er kaum ansprechbar ist. Für Agnes ist es nicht einfach, mit dem schwierigen Künstlercharakter ihres Mannes umzugehen. Sie ist jedoch eine tatkräftige Frau, die sich auf das Rechenwesen und den Verkauf versteht, regelmäßig fährt sie zu Messen, auf denen sie die Drucke ihres immer erfolgreicheren Mannes vertreibt. Durch ihre Kinderlosigkeit wird ihre Ehe nicht übermäßig belastet, Albrecht akzeptiert diese Situation recht gelassen. Ein größeres Problem für die Ehe ist seine Freundschaft mit dem Humanisten Willibald Pirkheimer , durch den Albrecht immer mehr in Patrizierkreise gerät und wissenschaftliche Interessen verfolgt, die nach Agnes'Meinung einem "Handwerker" nicht anstehen. Albrecht ist jedoch von der Idee besessen, mathematische Regeln für die Gliederung und Abbildung des menschlichen Körpers zu finden...
Im Laufe der Jahre gelangen die Dürers zu großem Wohlstand, sehen sich aber durch das Vorantreiben der Reformation auch großen gesellschaftlichen Veränderungen gegenüber.

Die Autorin hat das Leben des Ehepaares Dürer genau recherchiert und schreibt sehr anschaulich: der Leser kann sowohl die Beschwernisse des Reisens als auch die Angst vor der Allgegenwart tödlicher Krankheiten gut nachvollziehen. Über die Entstehung der äußerst zahlreichen und verschiedenartigen Kunstwerke Dürers gibt es eine Fülle von Informationen. Ich hätte sehr gern Abbildungen der wichtigsten Kunstwerke im Buch gehabt, musste mich aber mit einem nebenbei betrachteten Bildband begnügen.
Stattdessen bietet das Buch jedoch eine "Nachbemerkung" der Autorin, in der sie erläutert, dass die gemeinsame Venedigreise des Paares nicht historisch verbürgt ist, warum sie aber nach der Quellenlage davon ausgeht, dass Agnes bei der ersten Venedigreise ihres Mannes (1494/1495) mit gefahren sein könnte.
Sehr hilfreich finde ich auch die Zeittafel hinten im Buch, die sich nicht nur auf das Leben der Dürerfamilie beschränkt, sondern auch zeitgeschichtliche Ereignisse berücksichtigt. Schließlich enthält der Roman auch noch eine recht umfangreiche Auswahlbibliographie zur Familie Dürer sowie zu den Lebensumständen der Zeit.
Mir hat dieser biographische Roman einen unterhaltsameren und informativeren Zugang zu Albrecht Dürers Kunst und Zeit gewährt, als es ein entsprechendes Sachbuch gekonnt hätte. Ich vergebe eine Leseempfehlung (nicht nur) für Kunstinteressenten.
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