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Mein Afrika-Tagebuch [Gebundene Ausgabe]

Bill Bryson , Sigrid Ruschmeier
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Bombus-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (16. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936261199
  • ISBN-13: 978-3936261196
  • Originaltitel: Bill Bryson's African Diary.
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.498 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bill Bryson wurde 1951 in Des Moines, Iowa, geboren. 1977 ging er nach Großbritannien und schrieb dort mehrere Jahre u. a. für die Times und den Independent. Mit "Reif für die Insel" gelang Bryson, der zuvor bereits Reiseberichte geschrieben hat, der ganz große Durchbruch. Seit 1987 widmet er sich ganz dem Schreiben von Büchern. 1996 kehrte Bill Bryson mit seiner Familie in die USA, nach Hanover, New Hamsphire zurück. Viele seiner Titel sind internationale Bestseller und auch in den deutschen Verkaufscharts auf den oberen Plätzen zu finden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als der große Johnny Weissmuller Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre so schlabberig wurde, dass er kein Tarzanlendentuch mehr tragen konnte, ohne den Popcornverkauf an die Kinobesucher zu gefährden, drehte er zum Ausklang seiner Schauspielkarriere eine Reihe von Low-Budget-Abenteuerfilmen mit Titeln wie Gefangene der Kopfjäger und Herrscher des Dschungels, in deren Mittelpunkt eine Figur namens Dschungel-Jim stand. Diese bescheidenen Filmepen sind heute weitgehend vergessen, was schade ist, denn sie waren wahrscheinlich die herzigsten furchtbaren Filme, die je gedreht wurden. Der Inhalt war selten auch nur annähernd plausibel. In meinem Lieblingsfilm Buschteufel im Dschungel ging es um einen verschollenen Stamm weißer Pygmäen und den absonderlichen, aber wackeren Kampf gegen die Ausbreitung des Kommunismus. Die erzählerischen Möglichkeiten waren praktisch grenzenlos, denn die Dschungel-Jim-Filme bestanden großteils aus willkürlich aus anderen Abenteuerfilmen geschnittenen Szenen. Was man kriegen konnte - Eisenbahnzusammenstöße, Vulkanausbrüche, Nashornattacken, Panikszenen (stets mit großen Massen Japanern) –, wurde dem Original entnommen und in Dschungel-Jims wundersam flexible Handlungen verwoben. Hin und wieder erschien der immer beleibtere Weissmuller auf der Leinwand, rang ein seltsam steifes, widerstandsloses Krokodil zu Tode oder jagte ein paar Kannibalen in den Wald, doch diese störenden Einsprengsel waren meist von kurzer Dauer und wurden nur sporadisch ausreichend erklärt.
Es würde mich gar nicht wundern, wenn sich nie mehr als vier Leute auf einmal einen Dschungel-Jim-Film im Kino angesehen hätten. Auch meiner Aufmerksamkeit wären die Streifen sicher entgangen, wenn 1959 nicht WOI-TV, ein im tiefen Iowa wegen seines unermüdlichen Einsatzes für Mittelmäßigkeit wohlbekannter Fernsehsender, das gesamte Dschungel-Jim-Oeuvre käuflich erworben und das nächste Dutzend Jahre jeden Freitagabend zwei davon im Doppelpack gezeigt hätte. Was sich insofern tragisch auswirkte, als ich diese Filme nicht nur mit unerklärlicher Hingabe sah, sondern unauslöschlich von ihnen geprägt wurde. Ja, hätte ich nicht immer mal wieder den Klassiker von 1952, Bwana, der Teufel, gesehen und 1961 eine Dschungelsafari in Disneyland gemacht, hätten sich meine Kenntnisse des Lebens in Afrika bedauerlicherweise ausschließlich auf die Dschungel-Jim-Filme gestützt. Dass meine Vorstellungen von diesem Kontinent überwiegend auf einer Serie von B-Filmen beruhten - made vor mehr als einem halben Jahrhundert in Kalifornien -, bereitete mir allerdings auch keine schlaflosen Nächte. Doch als ein sympathischer junger Mann namens Dan McLean aus dem Londoner Büro von CARE International, der altehrwürdigen, verdienstvollen Wohltätigkeitsorganisation, mich fragte, ob ich wohl nach Kenia fahren, einige ihrer Projekte besuchen und ein paar Zeilen für sie darüber schreiben würde, fiel mir auf, dass in meinem Wissen über den Schwarzen Kontinent Lücken klafften, die ich bei der Gelegenheit stopfen konnte, und ich erklärte mich bereit.
Einige Wochen später bat man mich in CAREs Londoner Geschäftsräume zu einem Treffen mit Dan, seinem Chef Will Day und einem rauen, aber herzlichen Burschen, CAREs Regionalkoordinator in Ostafrika Nick Southern, der gerade in London weilte. Wir setzten uns an einen großen, mit Landkarten von Kenia bedeckten Tisch und sie erläuterten mir in groben Zügen, was sie mit mir vorhatten.
„Zu dem Flüchtlingslager in Dadaab müssen Sie natürlich fliegen“, bemerkte Will an einem Punkt nachdenklich und warf mir einen Blick zu. „Schon allein wegen der Banditen.“ Dan und Nick nickten ernst.
„Wie bitte?“, sagte ich, plötzlich heftig interessiert.
„Die Gegend da, das ist alles Banditenland“, sagte Will.
„Wo?“, fragte ich und inspizierte die Karte zum erstenmal genauer.
„Ach, nur hier“, sagte Will und wedelte mit der Hand über den größten Teil Ostafrikas. „Im Flugzeug passiert Ihnen aber nichts.“
„Auf Flugzeuge wird sehr selten geschossen“, meinte Nick.
An so etwas hatte ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht gedacht. Ich hatte brav meine Hausaufgaben gemacht, Jenseits von Afrika angeschaut und dabei den Eindruck gewonnen, dass ich auf dieser Reise hauptsächlich auf Veranden sitzen und mir von Dienern mit Turban jede Menge Kaffee servieren lassen würde. Ab und zu besuchten wir sicher auch ein Krankenhaus und jemand aus der Reisegruppe musste gelegentlich ein heranpreschendes Tier erschießen, aber ich hatte mir doch nicht vorgestellt, dass – umgekehrt - jemand auf mich schießen würde.
„Also, wie gefährlich ist Kenia nun eigentlich?“, piepste ich, mühsam beherrscht.
„Überhaupt nicht“, erwiderten sie unisono.
„Na ja, kaum“, räumte Will ein.
„Es kommt auch darauf an, was Sie mit `gefährlich¿ meinen“, sagte Dan.
„Also, zum Beispiel, dass man blutet und nicht wieder aufstehen kann“, überlegte ich laut. „Erschossen wird oder erstochen und so was.“
Sie versicherten mir, das passiere nur sehr selten, und wenn, dann beinahe immer entweder das eine oder das andere, und ich müsse schon großes Pech haben, wenn ich erschossen und erstochen würde.
„Im Grunde müssen Sie sich nur wegen Krankheiten Sorgen machen“, fuhr Nick fort. „Malaria, Schistosomiasis, Schlafkrankheit...“
„Rift Valley-Fieber, Schwarzwasserfieber, Gelbfieber...“, sagte Dan.
„Denguefieber, Bilharziose – das Übliche in den Tropen“, ergänzte Will.
Doch sie wiesen mich darauf hin, dass man sich gegen viele dieser Krankheiten impfen lassen kann und die meisten Leute von den restlichen mehr oder weniger vollständig genesen, wenn sie Geduld haben und sich einer gut durchdachten physiotherapeutischen Behandlung unterziehen. Viele können sogar wieder laufen. Ich fragte, ob es sonst noch etwas gebe, das ich wissen solle.
„Na ja, die Straßen sind nicht ganz ungefährlich – da gibt¿s schon mal durchgeknallte Fahrer“, kicherte Will.
„Doch abgesehen davon und den Seuchen und den Banditen und der Eisenbahn von Nairobi nach Mombasa besteht absolut kein Grund zur Sorge“, fügte Nick hinzu. „Was ist mit der Eisenbahn?“
„Ach, eigentlich nichts. Nur der Wagenpark ist ein bisschen antiquiert, und wenn man die Berge hinauf- oder hinunterfährt, versagen manchmal die Bremsen – aber hey, wenn man sich wegen allem grämt, was einem zustoßen könnte, würde man nirgendwo mehr hingehen, stimmt das nicht?“
„Ich gehe nirgendwo hin“, sagte ich entschlossen.
Sie nickten bedächtig.
„Es wird auf jeden Fall ein Abenteuer“, sagte Will fröhlich. „Und es passiert Ihnen nichts, absolut nichts. Nur kümmern Sie sich vor der Abreise noch mal um Ihre Versicherungen.“ Und so ließ ich mich unwiderruflich auf das afrikanische Abenteuer ein, von dem ich nun erzähle.

SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2002

Wir, die fünf tapferen Reisenden, die die Gruppe aus London bilden, treffen uns am Kenya Airways-Schalter in Heathrow. Außer mir und Dan sind es: David Sanderson, ein bedächtiger, freundlicher Zeitgenosse, der bald den Posten des CARE-Regionalkoordinators für Süd- und Westafrika in Johannesburg übernehmen wird, jetzt aber in seiner Eigenschaft als Stadtentwicklungsexperte mit uns fliegt; Justin Linnane, ein angespannter, aber liebenswürdiger junger Mann, der Dokumentarfilme fürs Fernsehen dreht und sich erboten hat, die Expedition auf Video festzuhalten, sowie die Fotografin Jenny Matthews, deren prächtige, einfühlsame Aufnahmen dieses Bändchen schmücken. Jenny mit ihren weißen Haaren und ihrer sanften Unaufdringlichkeit ist das eigentliche Wunder der Gruppe. Wenn Sie sie in einem Supermarkt sähen, würden Sie sie für eine Lehrerin oder Beamtin halten. Dabei geht sie seit fünfundzwanzig Jahren furchtlos und offenbar unverwüstlich überall dorthin, wo es brennt – nach Tschetschenien, Bosnien, Afghanistan, Ruanda. Wenn es auf dieser Reise eng wird, halte ich mich an sie.
Als erstes überrascht uns Kenya Airways mit der guten Nachricht, dass wir Businessclass fliegen dürfen, weil wir so...


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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleines beeindruckendes Werk 12. August 2005
Von Simsonite
Bill Bryson's Afrika Tragebuch hat es wirklich in sich. Es ist sein erstes Werk, dessen voller Gewinn einer wohltätigen Vereinigung zugute kommt. Allein das ist schon lobenswert.
Zum Buch selbst ist zu erwähnen: Bill Bryson besucht für eine Woche Kenia und hält jeden tagebuchartig fest. Er schreibt in seinem unverwechselbaren Stil über die Strapazen in einem einmotorigen Flugzeug, über seinen hysterischen Anfall, als er über die Gefahren in Kenia aufgeklärt wird, und über einen Museumsaufenthalt für Recherchen zu seinem neuestem Buch.
Er schlägt aber auch ernste Töne an: Er spricht von der korrupten Regierungen, die Kenia im Laufe der Zeit zu dem gemacht haben, was es heute ist. Er schreibt über die Slums von Nairobi und über die unmenschlichen Lebensbedingungen, aber auch von der Hoffnung der Bevölkerung. Auch die Hilfsprojekte von CARE werden ausführlich erwähnt und die Erfolge beschrieben.
Als besondere Abrundung des Buches wurden etwa 15 s/w - Fotos eingefügt, die u.a. die Slums von Nairobi, eine Wasserpumpe (ein Resultat von CARE!) und Bill Bryson in Mombasa zeigen. Viele Bilder sind sehr schön und fügen sich nahtlos in die Storys ein.
Bill Bryson hat sich viel Mühe mit dem Büchlein gegeben. Es ist zwar nur 64 Seiten lang (ohne Danksagung und CARE - Infos), aber er hat es geschafft, in dem Buch seinen Humor und die Probleme Kenia 's zu vereinen und letztenendes kam ein wunderbares kleines Werk heraus, dass lustig und nachdenklich wirkt. Vielleicht Bryson's beeindruckendstes Werk!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz der Kürze ein typischer Bryson 6. März 2004
Zwar ist das Afrika-Tagebuch von Bill Bryson etwas kurz ausgefallen (man hat es in etwas mehr als einer Stunde gemütlich durchgelesen), dennoch ist das Werk wirklich zu empfehlen. Mit seinem gewohnten sympathischen Sarkasmus und genialen Wortspielen zeigt Bryson auch auf den 80 Seiten, was ihn ausmacht. Die Lektüre ist sehr unterhaltsam und wer durch den Preis abgeschreckt ist, der sollte sich sagen: Es ist schließlich für einen guten Zweck. Der Erlös des Buches fließt zu 100 % zum Veranstalter der Afrika-Reise, der Hilfsorganisation "Care".
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu dünn für einen echten Bryson 8. März 2004
Von Rezensent
Er hat sich's ein bisschen leicht gemacht. Nur eine knappe Woche war Bill Bryson in Afrika unterwegs, und das Ergebnis ist leider entsprechend dünn. Natürlich hat er ab und zu wieder den Bryson-Blick auf die Welt und ihre Absonderlichkeiten, aber zwischendurch wirkt's doch so, als habe er sich für dieses Projekt nicht gerade den Arm ausgekugelt. Ist ja nur Charity. Man wünscht sich mal einen dicken, echten Bryson über Afrika.
Trotzdem kaufen - ist ja für einen guten Zweck.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kein typischer Bryson 16. Februar 2005
Von Eve
Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist nicht so „typisch - Bill Bryson". Bei allen anderen Büchern kann man sich Seite für Seite amüsieren über Brysons Art zu schreiben und über den Inhalt. Hier liegt es etwas anders, weil die Grundlage des Berichtes eine andere ist. Natürlich kann man nicht lustig über das Elend in den Slums berichten. So ist dieses Buch eine Mischung aus ernsten, manchmal erschütternden Berichten, und „typisch - Bryson" -Erzählungen, z.B. bei den Vorbereitungen zur Afrika-Tour für Care und auf den Innlandflügen zu anderen Orten. Ein ganz anderer Bill Bryson, ... aber unbedingt lesenswert !
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