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am 12. November 2009
Ausgeprägt analytisch und tabulos setzt sich Abdel-Samad mit sich selbst, seiner Geschichte, den archaischen Traditionen Ägyptens und den Versuchungen und Überforderungen, die das Leben in Deutschland für ihn mit sich bringen, auseinander.

Die innere Zerrissenheit des Autors ist für den Leser schmerzhaft spürbar, die schonungslose Ehrlichkeit des Autors sich selbst gegenüber mutig und schwer erträglich zugleich.

Anhand seiner eigenen Geschichte, der Geschichte eines zutiefst verletzten Menschen, gewährt Abdel-Samad dem Leser einen tiefen Einblick in die Lebenssituation der Menschen in Ägypten, in die gewaltproduzierenden, von arabischen Clanstrukturen geprägten, gesellschaftlichen Strukturen in arabischen Ländern, die in dem Individuum auch nach der Emigration weiter wirken. Abdel-Samad zeigt auf, worin die Faszination des Lebens in Deutschland, die Sehnsucht nach Freiheit und die gleichzeitige Überforderung des Einzelnen nach der Immigration begründet ist.

Ohne je seinen analytischen Blick zu verlieren, erklärt er den gesellschaftlichen Konflikt der Herkunftsgesellschaft, der, von dem Individuum verinnerlicht, in der Aufnahmegesellschaft Gestalt annimmt. Das Ankommen in Deutschland provoziert die kritische Auseinandersetzung mit den Lebensverhältnissen und Traditionen der Herkunftsgesellschaft und setzt sie zugleich voraus.

Insgesamt lässt sich daher sagen, dass dieses Buch, fesselnd geschrieben, ein sehr persönlicher und zugleich wichtiger Beitrag ist, sowohl im Rahmen der Integrationsdebatte als auch für die Menschen in den arabischen Ländern selbst.

Ein Buch, über das man lange nachdenkt.
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am 1. November 2010
Hamed Abdel-Samad wurde in einem kleinen Dorf südlich von Kairo als Sohn eines Imam geboren. Seine tief religiöse Erziehung dient vor allem dem Zweck, dass er eines Tages das geistliche Amt des Vaters übernehmen sollte. Nach einem Fremdsprachenstudium in Kairo reist er, dreiundzwanzigjährig, 1995 zum weiteren Studium nach Deutschland, wo er heute als Historiker tätig ist.
Besonders im Zusammenhang mit seinem nachfolgenden Werk, Der Untergang der islamischen Welt (2010), kann Mein Abschied vom Himmel als Beitrag zu der intensiven öffentlichen Islamdiskussion gelesen werden, die gegenwärtig in den deutschen Medien geführt wird. Heute sieht sich Abdel-Samad als Muslim der sich ,,vom Glauben zum Wissen' gewandt hat, aber schon seine frühe Kindheit und Jugend waren mit ernsten Problemen befrachtet, für deren Überwindung seine religiöse Erziehung ihm keinerlei Handhabe oder Trost bot. Gewalt und körperliche Züchtigung -- auch die seiner Mutter durch den Vater -- gehörten in seinem Elternhaus zum Alltag. Dies, sowohl wie die Rituale seiner eigenen Beschneidung und der genitalen Verstümmelung seiner Schwester beschreibt der Autor in schonungsloser Offenheit, desgleichen das Trauma seiner eigenen Vergewaltigung, die ein fünfzehnjähriger Kairoer Mechanikerlehrling an dem Vierjährigen verübt hat. In der Rückschau schreibt der nunmehr fünfunddreißigjährige Hochschuldozent: ,,Das Leben der Stadt ging weiter, als sei nichts geschehen, als wären nicht gestern einem Kind alle Hoffnungen und Träume mit einer glühenden Zange aus dem Leib gerissen worden.' (S. 94).
Sowohl das soziale Umfeld auf dem Dorf als auch die verwirrenden Lebensverhältnisse der Studenten in Kairo weisen chaotische Züge auf und bieten dem jungen Hamed weder inneren Halt noch eine politische Heimat. Er kokettiert zeitweise mit der Muslimbruderschaft, dann wieder mit den Kommunisten, der ,,Muslimbruderschaft ohne Gott', wie er schreibt. Kritiklos macht er sich den Judenhass der ägyptischen Medien zu eigen. Obwohl ihm auch deren Hassliebe gegenüber dem Westen nicht fremd ist, bewirbt er sich mit Erfolg um ein Studentenvisum für Deutschland.
Seine Integration gestaltet sich schwieriger als er erwartet hatte. Es kommt zunächst zu einer Zweckehe mit einer Frau, die er in Ägypten als Touristin kennengelernt hat. Zeitweise betrachtet er sein Gastland mit den kritischen Augen vieler anderer radikalisierter Muslime, während er gleichzeitig die eigene Heimat und Religion idealisiert. Diese ungelösten Spannungen führen zu akuten köerperlichen und seelischen Krankheitszuständen.
Um seine japanischen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen, entschließt er sich, ein Studienjahr in Japan zu verbringen. Dort begegnet er in Connie einer jungen Frau dänisch-japanischer Herkunft, ,,die Liebe [meines] Lebens', die ihm einen vertieften Einblick in die japanische Kultur und Religion vermittelt. Er vergleicht schintoistisches Denken mit seiner eigenen Religion: ,,Wenn der Japaner den Tempel verlässt, verfolgen ihn diese Götter nicht mit Verboten und Geboten. Der Mensch bringt die Götter zum Leben, nicht umgekehrt. Ein faszinierender Gedanke' (Seite 246).
Wie sein Verhältnis zu den meisten Frauen gestaltet sich auch die Beziehung zu Connie, obgleich sie später in eine Ehe mündet, vielschichtig und problematisch.
Der allmähliche Glaubensverlust des Autors wird auf den verschiedenen Stufen seiner Entwicklung immer wieder erneut thematisiert und zu erklären versucht. Dennoch entschloss sich Abdel-Samad, das Werk zunächst in Ägypten zu veröffentlichen, wenn auch als ,,Roman'. Es fand große Beachtung, aber auch heftige Kritik und wurde von islamischer Seite mit einer Fatwa belegt. Der Autor lebt heute in München unter Polizeischutz.
Es gehört Mut dazu, sein Innerstes so schonungslos preiszugeben; aber Hamed Abdel-Samad bietet dem deutschen Publikum damit einen authentischen, ganz persönlichen Bericht der schwierigen Reise eines Muslimen nach Westen, wie sie sich heute tausendfach vor unseren Augen abspielt.
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am 27. April 2010
Sicher ein diskussionswürdiges Buch, teilweise in ungewohnter Offenheit geschrieben, aber immer wieder unter verwirrter Inkonsequenz leidend.
Etwas überspitzt könnte man sagen: Es geht um den Lebensweg und die Erfahrungen eines, heute in Deutschland lebenden Ägypters, der auf der Suche nach sich selbst ist, hierbei immer wieder an sich selbst scheitert, dies aber regelmäßig larmoyant anderen oder den "Umständen" in die Schuhe schiebt. Seine nicht erfüllten Erwartungen an ein glückliches Leben in Deutschland, seine sexuellen und religiösen Probleme führen ihn in eine starke psychische Krise (mit zeitweisem Aufenthalt in einer Klinik), dann bezeichnender Weise ans andere Ende der Welt, nach Japan, wo er (natürlich) ebenfalls nicht sein Glück findet. Im Gegenteil, er "ertappte sich dabei Deutschland zu vermissen". Es ist sicher kein Zufall, dass er immer wieder auch an Beziehungen zu Frauen scheitert. Seine religiöse Auseinandersetzung mit dem Islam nimmt breiten Raum ein und ist vom Ansatz her nachzuvollziehen, dann aber zeigt sich oft, dass der Autor erheblich Probleme hat, konsequent zu sein. Er scheint ein Gefangener zu sein. Er kämpft, aber aus seiner tief verinnerlichten muslimischen Tradition kann er sich letztlich nicht lösen.
Richtig fand ich den Hinweis Hamed Abdel-Samads, dass die arabische Welt gegenüber Europa insgesamt ein Gefühl der Ohnmacht verspürt, und dass die materielle Unterlegenheit mit moralischer Überlegenheit kompensiert wird.
Insgesamt ein sehr persönliches, mutiges Buch, das Einblick in die Konflikte eines nach Deutschland ausgewanderten, traditionell erzogenen Muslims gibt.
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am 14. März 2011
Schön flüssig liest sich das Buch, aber nur bezüglich seiner Sprache. Inhaltlich enthält es ein Auf und Ab von Banalitäten, Schockierendem und Wissenswertem. Eine wirkliche Handlung oder Gliederung ist nicht vorhanden. Abdel - Samad erzählt so, wie ein innerlich zerrissener Mensch erzählt: Äußerlich darauf bedacht, dass das Erzählte irgendwie einheitlich und auf eine Identität begründet rüberkommt, im Detail aber voller Sprünge. So spiegelt sich in der Art, wie Abdel - Samad seine Lebensgeschichte erzählt auch die Art, in der er sie erlebt hat: Undurchschaubar, oberflächlich, von tiefer Spaltung und Verwundung durchzogen.
"Show your scars" singen Metallica, "Zeige Deine Wunden und Du wirst geheilt", steht sinngemäß in der Bibel. Das tut der Autor auf eindrucksvolle, mutige und manchmal auch aufdringlich wirkende Weise. Aufdringlich dann, wenn man das Geschilderte kaum ertragen kann (z.B. bei der Beschreibung von Beschneidungsszenerien, Vergewaltigungen und der fast schon an Hirnlosigkeit grenzenden Passivität mancher Islam - Vertreter)
Besonders gut gefällt mir die Definition des Dschihad durch Abdel - Samads Vater. Demnach besteht die größte Herausforderung eines "echten" Mannes nicht darin, sich für andere in die Luft zu sprengen und für irgendwelche idiotischen Fantasien von Himmel un Gott zu sterben. Sondern darin, täglich für seine Familie und sich selbst zu sorgen. Das ist lange nicht so feige wie die Attentatshandlungen von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, weil man ihnen nie ein Leben gab.
Der Autor wollte so jemand niemals sein. Und so wünsche ich ihm alles erdenklich Gute mit seiner Ehefrau! Es sind ehrliche, reflektierte, zu differenzierten Betrachtungen fähige, schonungslose und mutige Menschen wie der Autor, die wir wirklich für unsere Integrationsdebatten brauchen. Da kann Sarrazin gerne einpacken.
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am 20. September 2014
Es ist ein ehrliches und teils intimes Werk. Keiner hat bisher so scharf die gelebten Doppelmoral im Islam öffentlich kritisiert. So wie das Christentum Ketzer wie Gallileo Gallilei brauchte um erwachsen zu werden, braucht der Islam Ketzer wie Hamad Abdel-Samad. Gerechte Kritik ist niemals falsch. Und auch wenn Ketzer bedroht, verfolgt und ermordet werden wird die Wahrheit am Ende siegen.
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am 23. Oktober 2011
Fünf Sterne - ohne zu zögern. Das Buch hat mich bewegt, ich habe es verschlungen - auch wenn es teilweise schwer zu ertragen ist, was der Autor berichtet. Fünf Sterne, weil es hier nicht um einen geht, der sich von seiner Kultur abgewendet hat, um sich der "richtigen", der westlichen anzuschließen. Ich gebe zu, dass ich beim Lesen zunächst so etwas vermutet oder erwartet habe, aber es kam anders, in Deutschland (und somit in der "Freiheit") angekommen, lösen sich eben nicht die Probleme in Luft auf. Gerade das sehe ich als eine Qualität das Buches an, denn Abdel-Samad hat auch in Deutschland, hat auch in Japan Probleme und legt auch hier (zum Teil sehr berechtigt) den Finger in die Wunde. Deshalb ist auch der Klappentext eher irritierend (wahrscheinlich aufgrund der Verkürzung), denn es geht hier meines Erachtens eben nicht nur um die "schizophrene Welt einer unaufgeklärten Gesellschaft", es geht auch um Deutschland, es geht auch um die "Bilder" (die in der Regel verkürzten), welche sich die deutsche Gesellschaft (wie jede andere auch) von der Welt macht, vor allem aber geht es um die Macht dieser Weltbilder. Gerade diese Passagen haben mich fasziniert, diese Passagen, in denen deutlich wird, wie sehr wir alle in unserer Sicht gefangen sind, wie wenig man sich aus den Fesseln der eigenen Erziehung und Sozialisation lösen kann. Das Buch mag bisweilen sprunghaft sein, es ist nicht immer wirklich zu verstehen, in welche Richtung sich der Autor gerade bewegt, es mag auch stilistische Mängel haben, es ist aber mitnichten ein Buch, welches für den schnellen Erfolg geschrieben wurde, sondern es ist meines Erachtens verdammt mutig, sich seinem Leben und seinen Defiziten auf diese Weise zu nähern. Mabrouk!
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am 16. Januar 2014
Wie schafft es ein Einzelner, der in einem ägyptischen Dorf aufgewachen ist, das voller Verdrängung, Verlogenheit und innerer Widerspräche ist, zu solch einem offenen und ehrlichen Bericht zu gelangen? Und er hat es nicht getan, ohne sein Leben auf's Spiel zu setzen. Wunderbar zu lesen, teilweise auch bedrückend, aber vor allem eben ehrlich.
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am 25. März 2016
Abdel-Samads Buch habe ich mit sehr gemischten Gefühlen gelesen, die ich nicht für mich behalten will. Zum einen bin ich durch das Buch sehr beeindruckt von dem Mut eines streng muslimisch erzogenen Mannes aus dem vorderen Orient, als erster seiner Familie aufgebrochen zu sein, um die Welt zu erkunden und seinen Horizont zu erweitern in einer für ihn durch TV und Internet bis dahin nur erahnten profanen Kultur. Die vielen materiellen und psychischen Rückschläge, die er dabei erlebt, sind genauso vorhersehbar wie typisch und nachvollziehbar. Eindrucksvoll ist auch, wie er immer wieder versucht, diese seelisch und intellektuell zu verarbeiten und dadurch zu neuen Einsichten zu kommen. Er sieht klar und ungeschminkt den gegebenen Realitäten in die Augen und nimmt auch kein Blatt vor den Mund weder seinem Herkunftsland Ägypten, noch seinen westlichen Gastländern gegenüber. Die lebenskulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den beiden rivalisierenden Kulturkreisen werden dabei ebenso markant wie nachvollziehbar herausgearbeitet, sind aber für den an der Materie interessierten Leser nicht unbedingt neu und überraschend.
Was mich allerdings z. T. sehr stört, sind das Selbstmitleid und die Wehleidigkeit des Autors, die das ganze Buch durchziehen, in Kindertagen noch akzeptabel, im Erwachsenenleben nicht mehr. Der Autor steht sich selbst im Wege und vor allem sein Umgang mit Frauen ist hochproblematisch. Selbst diejenigen, die ihm immer wieder aus seinen z. T. selbstgestrickten Seelennöten und materiellen Schwierigkeiten heraushelfen, finden keine Dankbarkeit und schon gar keinen tieferen oder bindenden Zugang zu ihm. Im Gegenteil: selbst seine angeblich über alles geliebte Ehefrau wird von ihm in einem unbeherrschten Gewaltausbruch brutal zusammengeschlagen, weil sie gewagt hatte, ihm zu widersprechen. Seine anschließende seelische Zerknirschung darüber, nimmt ihm zu diesem Zeitpunkt schon niemand mehr ab.
Dieses Buch gibt bei allem aufklärerischen Anstrich somit unfreiwillig auch einen Einblick in die Muttersöhnchenselbstverliebheit und notorische Rollenüberschätzung orientalischer Mannsbilder, die nicht gerade Hoffnung stiften angesichts dessen, was Europa gerade überrollt. Wenn ein so hochgebildeter und reflexiver Mensch solche Schwierigkeiten hat, sich zu integrieren, wie soll dass dann bei allen anderen laufen?
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am 4. Oktober 2012
Ich habe den Autor in einer seriösen Talkshow über das Thema Islam gesehen und war beeindruckt über seine ganz klaren Aussagen und die kritische Auseinandersetzung mit seinem Glauben. Wer sich öffentlich so offen mit dem Islam auseinandersetzt hat Mut und Selbstbewusstsein. Gut, dass er sich nicht abhalten lässt trotz Morddrohungen. Seine Aussagen waren sehr beeindruckend und haben mich sehr zum Nachdenken in Bezug auf den islamischen Glauben angeregt. War für mich klar, dass ich unbedingt sein Buch lesen muss, um mich weiter bereichern zu lassen. Es war eine gute Entscheidung. Das Buch hat mich ebenfalls beeindruckt. Der Autor lässt sehr persönliche Einblicke zu, die mich manchmal sehr berührt haben. Es regt auch zum Nachdenken an, wie wir Immigranten begegnen und wie 2 sehr verschiedene Kulturen sich verständigen können und Verständnis füreinder entwickeln, durch Offenheit und Information. Würde mich freuen, wenn es mehrere so mutige Autoren gäbe.
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am 24. November 2009
Der Autor erzählt seine Geschichte weitgehend schonungslos. Aber es bleibt ein grosses Fragezeichen. Sehr Problematisches wird nur angedeutet, wie zum Beispiel, dass er nach diversen Therapien und im vermeintlich geheilten Zustand seine Ehefrau krankenhausreif schlug, oder dass er seine erste - 17 Jahre ältere - deutsche Ehefrau offensichtlich ausnützte, und dass er seine Gewalttätigkeit kaum im Griff hatte. Insgesamt macht er seine Geschichte für sein Verhalten veranwortlich, die archaische Gesellschaft, die unterdrückte Sexualität, als ob andere Gesellschaften, auch in Europa, keine unterdrückte Sexualität gekannt hätten. Schuld sind die anderen. Auch ist sein Verhältnis zum Islam entgegen dem Titel nur oberflächlich distanziert. So wettert er kurz aber heftig gegen Necla Kelek, der er vorwirft, den Deutschen nach dem Mund zu reden. Es bleibt ein Unbehagen. Gerade darum finde ich das Buch lesenswert.
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