Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann beschreiben abwechselnd ihre kuriose Autofahrt in den Orient, wobei sie es sich nicht nehmen lassen, die Beschriebe des jeweils anderen mit eigenen Anmerkungen, bzw. Seitenhieben zu versehen. Da mich Reisebeschreibungen sowieso schon immer sehr interessieren und diese Reise wirklich als sehr außergewöhnlich zu bezeichnen ist, hat mir das Lesen des Buches sehr viel Spaß gemacht. Stark bestimmt ist der ungewöhnliche Reiseverlauf durch die Vorgaben des Ralley-Kommittees, z. B. keine Autobahnen zu benutzen, keine luxuriösen Schlafgelegenheiten zu wählen, so viele Länder wie möglich abzuklappern, - wobei so ein Grenzübertritt schon mal schlappe 7 Stunden in Anspruch nehmen kann -, und das alles selbstverständlich ohne Navi!
Sehr witzige Schreibweise der beiden, auch wie sie ihre Teamkollegen und sich gegenseitig charakterisieren. Renate stellt man sich bildlich als die Bürokratie in Person vor, mit immer einem Aktenordner unterm Arm, die aber auf der anderen Seite sicher den größten (ganzen?) Teil dazu beigetragen hat, dass die gestellten Aufgaben bewältigt (+ nachgewiesen) werden konnten. Tobi feiert gern und kommt generell morgens vor 14 Uhr nicht so gut (jedenfalls nicht gutgelaunt) aus der Falle, Hoëcker geht immer früh ins Bett und tut pseudo-gesund :-) etc.
Nebenher erfährt man einiges über das jeweilige Land, die Leute, das Klima und den ... - Staub!
Eine kleine Kritik am Rande: manchmal waren die Sätze so sehr verschachtelt, wohl einfach um der heraussprudelnden Witzigkeit gerecht zu werden, dass ich hin und wieder Mühe hatte, den Sinn des Satzes an sich zu verstehen. Aber es ging schon ;-) und tat dem Lesevergnügen an sich nicht wirklich einen Abbruch.