Die letzten zwei Jahre müssen für "Ella Endlich" sehr aufregend gewesen sein. Denn angefangen hat alles am Ende 2009 mit ihrem Erfolgstitel "Küss Mich, Halt Mich, Lieb Mich". Fast ein Jahr später stand ihr Debütalbum "Da" in den Verkaufsregalen. Die 27-jährige ist seitdem ein gern gesehener Gast in vielen TV Produktionen, interpretiert ihre Songs auf Live-Events und ist auch durch Platzierungen in den Airplaycharts im Radio stets präsent. Im Frühjahr 2011 absolvierte Ella ihre erste Tournee quer durch die Republik und arbeitete nebenher an ihrem zweiten Longplayer.
"Meilenweit" enthält neben der ersten Auskopplung "Unterwegs" mit "Berce Moi, Serre Moi, Aime Moi" die französische und akustische Version von "Küss Mich, Lieb Mich, Halt Mich". Auch mit den Balladen "So Wie Im Märchen" und "Am Tag Danach" bleibt Ella dem Thema des Geschichte erzählens treu. Nach "Meine Beste Freundin Ist ein Mann" (auf dem Album "Da") sollte bekannt sein, dass die Sängerin der gleichgeschlechtlichen Liebe unter Männern zugewandt ist. Mit dem hier eingehenden und tanzbaren Song "Männertango" wird dies wieder zweifelsohne unterstrichen. Uptempo im etwas rockigen Stil der 60er Jahre gibt es mit dem Opener "Meilenweit", mit "Sommersonnenkinder", "Woodstock" und "Mein Held Ist Gefallen". Große musikalische, textliche und gesangliche Qualität bringt Ella mit den Titeln "Am Tag Danach" und "Vier Sommer Und Ein Herbst". Mit dem Lied "Mein Letzte Liebeslied" schließt die Künstlerin eingängig ihr zweites Album. Mein Fazit: So manches Stück auf dem Album könnten ihr fast den Untertitel der deutschen "Celine Dion" bescheren.
"Meilenweit" ist für mich zwar nach dem Erstlingswerk "Da" keine große musikalische Weiterentwicklung und so mancher Song hört sich auch nach den bereits bekannten an, trägt aber wieder eindeutig die Handschrift der bildhübschen Sängerin. Ella Endlich schafft es auch hier wieder durch ihre unverkennbare, klare Stimme sich so zu präsentieren wie sie ist, nämlich echt und in keinster Weise verfälscht. Und das meine ich nicht nur, weil ich die Künstlerin im April diesen Jahres bei ihrem Konzert in Düsseldorf gesehen und persönlich kennengelernt habe. Denn Ella ist authentisch und von der ersten bis zur letzten Note eines jeden Liedes überzeugend und offenbart teilweise auch ihre persönliche Seite. Ella ahmt nicht wie so viele andere deutschen Sänger einen Musikstil nach, sondern bleibt auch mit den Songs auf "Meilenweit" eindeutig, bezeichnend und bleibt vor allem bei sich.