Das Büchlein hat es in sich! Mal abgesehen von der äußeren Aufmachung, die finde ich eher kitschig, ist es eine Oase für die Seele. Im Zeitalter der Gendernauten macht die Schrifstellerin unkompliziert und ungewöhnlich klar Mut zum Frausein. Und nicht nur das, sondern vor allem auch dazu, der eigenen Sehnsucht nachzuspüren. Kontroverse Diskussionen könnte das Selbstverständnis auslösen, die Frau als Gottes Ebenbild zu sehen. Ich fühlte mich sehr herausgefordert mein Glaubenskonstrukt zu hinterfragen und manches Neue dabei zu entdecken.
Besonders angesprochen hat mich die Leichtigkeit und die Tiefe mit der die Autorin das Thema: Leben angeht. Es gelingt ihr neue Horizonte zu eröffnen, konzentriert Gedanken zu Schönheit, Begehren und Abenteuer zu verfolgen. Das macht Lust selbst weiter zu denken. Das Herz stellt sie als einen Bereich dar, in dem Denken und Fühlen, also die gesamte Identität, beheimatet ist und deshalb so schützenswert ist. Sie kennt Verletzungen und verzichtet auf billige Ratschläge.
Das Buch atmet Freiheit.