Kurzbeschreibung
Aus einem entspannten trkischen Sommer kommt ein junger Mann zurck nach Deutschland und stellt fest, daá er fast pleite ist. Ein Freund will ihn als Dialogschreiber fr billige Serien unterbringen, doch er lehnt ab. Er ist stolz auf sein kompromiáloses Leben, aber irgendwann ertappt er sich dabei, Zugestndnisse zu machen. Was ist mit ihm passiert, daá er seine Ansprche an sich selbst aufgegeben hat? Ein Roman ber Sehnsucht und Illusionen.
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Die Rückkehr aus der Türkei war beschissen -- zu lange im Flieger, einen ständig quatschenden Nachbarn, Anika hatte ihn nicht vom Flughafen abgeholt, in der Wohnung stapelte sich das schmutzige Geschirr und der Kühlschrank war leer. Doch am Abend war die Welt wieder in Ordnung, auch wenn das Konto leer war und er sich wohl oder übel doch um einen Job umschauen mußte. Denn eigentlich war er Schriftsteller, schrieb Artikel für Zeitschriften, und seine Bücher wurden immerhin gekauft.
Die Freunde, die er schon seit der Schulzeit kannte, entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen, Patrick hatte sogar Erfolg, auch wenn das, was er jetzt fabrizierte, nichts mehr mit den Idealen von früher zu tun hatte. Und er selber? Wie weit kam er noch mit seinen Idealen? Verkauft er sich auch schon für Geld? Und was war mit seinen Träumen von einer noch größeren Liebe, die irgendwo da draußen auf ihn warten konnte? Da war nämlich auch noch Filiz, die so anders als Anika war...
Hier erzählt einer in meinem Alter von Teilen meiner Jugend. Er erzählt davon, wie Freundschaften, die man für ewig hielt, zerbrechen oder sich einfach totlaufen, vom Aussteigen-Wollen, von Liebe -- oder was man dafür hält. Ich hab mich sehr oft wiedergefunden, ich kenne die Fragen, die er sich selber stellt -- ein Buch der Twens in den 90ern.
Ein paar Kleinigkeiten gibt es natürlich, die mich gestört hatten -- ich mag es generell nicht, wenn ein Autor davon erzählt, er würde in keinem Buch, in keinem Film mehr etwas Neues entdecken, wenn über die Einfallslosigkeit geschimpft wird -- auch wenn er selbst in seinem kurzen Roman nie den Anspruch erhebt, sein eigenes Werk könnte nun grundlegend besser oder anders sein. --Daniela Ecker
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.