Die Orte der Hellweg-Region, an denen die Veranstaltungen des Krimi-Festivals MORD AM HELLWEG stattfinden, haben fast zwei Dutzend deutsche Krimischriftsteller eingeladen, damit sie Stories über die jeweilige Stadt oder die Landschaft schreiben. So wird man nicht nur spannend unterhalten, sondern lernt im Lauf dieses Buches auch noch etwas - etwa über die Simultaneums-Kirche in Fröndenberg oder das alte Amtshaus in Unna.
Bei der Auswahl der Autoren und der Geschichten sind die Herausgeber ganz offensichtlich sehr sorgfältig vorgegangen, denn es gibt kaum eine Story, bei der man sagen könnte: "Thema verfehlt". Die besten Geschichten des Buches stammen dabei ganz eindeutig von Krimi-Autorinnen: Doris Gercke schildert in "Der Richter von Unna" mit sanften Strichen ein kleines Psychodrama, während Anne Chaplet in "Wem die Stunde schlägt in Königsborn" eine höchst interessante Helden präsentiert: eine Putzfrau, die auf den Spuren von Patricia Highsmiths Mister Ripley wandelt.Und auch die Story von Nessa Altura am Schauplatz Holzwickede ist ein kleines Juwel, von dessen Schluss man wirklich überrascht ist.