Das Buch hält mehr, als es verspricht. Wer schon immer wusste, dass Kinder mehr natürliche Freiräume brauchen, nimmt das Buch womöglich gar nicht erst in die Hand ( " Mehr Matsch", Kinder brauchen Natur, na klar!) und versäumt dadurch eine sehr nachdenkenswerte, tiefsinnige und gleichzeitig berührende Lektüre. Derjenige, der Umgang mit Kindern hat und ihre meist naturferne Lebenswirklichkeit kennt, kann diesem Buch nur eine weite Verbreitung wünschen, in der Hoffnung, dass verantwortungsbereite Leser begreifen, dass die Welterfahrung der Kinder aus zweiter Hand durch echten, lebendigen Umgang mit dem Wesentlichen ersetzt werden muss, sollen Lebensfreude und Zukunftszuversicht, Kreativität und Phantasie der Kinder nicht verkümmern. Andreas Webers Plädoyer für eine Erkenntnis des Lebens "von innen her" macht deutlich, dass jeder Tag, den wir mit den Kindern nicht draußen verbracht haben, ein nicht wirklich erfüllter ist.