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Warum kucken Frauen Pornofilme immer bis ganz zu Ende?, lässt Frank Schulz eine seiner Figuren fragen. Nach einer fast ganzseitigen Kunstpause die Antwort: "Weil sie meinen, am Ende wird geheiratet." Für solche Brüller ist der Autor der Hagener Trilogie und so wunderbare wie sensible Beobachter von scheiternden Beziehungen immer zu haben. Manche Beziehung kommt in Schulzens neuen Erzählband erst gar nicht zustande, weil dem Helden zunächst der Mut und dann das richtige Timing fürs erste Anreden fehlt. In einer anderen Erzählung reicht der Mut: Katja findet ihren Traummann in Gestalt eines Truckers (ausgerechnet auf der Hochzeitsreise!). Sie sieht ihn Jahre später im Urlaub wieder und schickt Mann und Kind nach Hause. Vielleicht am schönsten aber sind die schmerzlichen Rückblicke der Helden in die frühen 70er-Jahre, als bei "Loop-di-Love" von J. Bastós, bei "I believe (in Love)" von Hot Chocolate und Roberts Plants "Black Dog" Initiationsriten der Liebe vollzogen wurden (beim Lesen unbedingt auf Youtube mithören!). Doch die Zeit der Unschuld ist unwiederbringlich vorbei für das gealterte Personal dieser Erzählungen, und die Gegenwart bringt Verluste an der gesamten Liebesfront. (jw)
Pressestimmen
"Sowieso mein Lieblingsautor." (Harry Rowohlt)
"Man sollte das Klischee vom süchtig machenden Kultautor nicht bemühen; aber man bekommt tatsächlich so schnell nicht genug davon, weil das alles so wahrhaftig und human beschrieben ist." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Man sollte das Klischee vom süchtig machenden Kultautor nicht bemühen; aber man bekommt tatsächlich so schnell nicht genug davon, weil das alles so wahrhaftig und human beschrieben ist." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
