Evangelischer Buchberater, 2/1999
Für alle unsere Büchereien fast so etwas wie Pflichtlektüre. Für alle, die wollen, daß Kirche wieder lebt und wächst.
Hans-W. Phol, Evangelischer Buchberater, 2/1999
Mutmachend frisch und unbekümmert. Auch, wenn's manchmal weh tut, weil man sich selbst - zu recht - getroffen fühlt: unbedingt lesenswert.
bibli.com Newsletter 14.7.1999
Ein Mutmachbuch für selbstkritische Protestanten.
Publik Forum, Nr. 8 / 1999
Angenehm ist die Klarheit, mit der hier viele Mißstände analysiert und beim Namen genannt werden.
Deutsches Pfarrerblatt 1/99
Immer aus der Perspektive des Ehrenamtlichen und immer mit viel Liebe fr die Kirche macht der Autor Mut zu großen Veränderungen.
Kurzbeschreibung
Die evangelische Kirche steckt unverkennbar in der Krise. Festgemacht wird dies an den drastisch sinkenden Kirchensteuereinnahmen, die zum Wegbrechen ganzer Arbeitsbereiche führen. Die Diskussionen in den Kirchengemeinden wie den Landessynoden sind geprägt vom Spardiktat: "Was können wir uns noch leisten?" Tatsächlich sitzt die Krise aber tiefer, wie der Autor meint. Wenn die Kirche sich ernsthaft als Kirche ihrer Mitglieder begreife, würde sie auch in diesen Zeiten wachsen, statt sich nach und nach aus der Gesellschaft zurückzuziehen. "Mehr Kirche" ist daher ein engagiertes Plädoyer für eine andere Kirche : eine Kirche, in der die Mitglieder und nicht die wenigen von ihnen angestellten Theologen entscheiden. Hier geht es um das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen, bezahlte und unbezahlte, um Theologen und andere Mitarbeiter, um Besoldung, Beamtenstatus und Machtverhältnisse. Vor Augen hat der Autor dabei immer die konkrete Situation in den Gemeinden. Die Ortsgemeinden und Regionen sind der Startpunkt all seiner Überlegungen.
Der Verlag über das Buch
Mit diesem sehr streitbaren Buch beginnt die Reihe "Kommunikative Kirche". Und wir meinen weiterhin: Es ist sehr lesenswert. Viele Pfarrer und andere Hauptamtliche scheuen sich davor, sich aktiv mit Kritik auseinanderzusetzen. Dabei könnte das für alle bereichernd seien. Einige hingegen sind so weitblickend - so haben mehrere Superintendenten / Dekane alle ihre Pfarrer mit "Mehr Kirche" beschenkt, andere gehen es im Kirchenvorstand gemeinsam durch. Denn anders als fast alles, was es hier (durchaus auch an sehr guten Büchern) sonst gibt: Timo Rieg verdient seinen Lebensunterhalt nicht bei und nicht mit der Kirche. Er gehört zu den wenigen "Laien", die sich deutlich wahrnehmbar - und hoch interessant - äußern.
Klappentext
Wenn der evangelischen Kirche das Geld ausgeht, muß sie sich auf ihre Mitglieder besinnen, um zu wachsen, statt nach und nach zu verschwinden. Zu den nötigen Reformen gehören die Leitung der Kirche durch ihre Mitglieder, die Abschaffung des Beamtenstatus und eine selbstkritische Öffentlichkeitsarbeit. Gemeindenah beschreibt der Autor die Entwicklung eines Gemeindekonzeptes ebenso wie konkrete Schritte gegen die sinkenden Kircheneinnahmen. Ein Mutmachbuch für (selbst-)kritische Protestanten!
Über den Autor
Timo Rieg. Diplom-Journalist und Diplom-Biologe, Jahrgang 1970, verheiratet, zwei Kinder. Volontariat bei der Neuen Ruhr Zeitung. Arbeitet mit eigenem Journalistenbüro in den Ressorts Wissenschaft, Politik und Medien. Daneben konzipiert und betreut das Büro Print- und Online-Magazine und leistet Medien-Consulting mit dem Schwerpunkt Unternehmens- und Organisations-PR. Timo Rieg ist an mehreren Akademien als Dozent für Online-Journalismus tätig.
Kirchlich fast ein Spätzünder - die Mitarbeit begann mit 15 Jahren. Leitung von Konfirmanden- und Mitarbeiter-Seminaren, Jugendtreff, Jugendgottesdienst-Teams, Ökumenischem Gesprächskreis, Kinder- und Jugendgruppen, Kultur-Projekten, Sacro-Pop-Band, Gemeindefesten, Kinder- und Jugendfreizeiten, verschiedenen kirchlichen Gremien und Ausschüssen. Derzeit liegt der Schwerpunkt bei kirchlichen Reformbewegungen.
Bibliographie: Artgerechte Jugendhaltung - Ideen zur selbständigen evangelischen Jugendarbeit in den Gemeinden (1992), Über Leichen zum Examen? - Tierversuche im Studium (1994 und 1996, zusammen mit Anya Feddersen, Corina Gericke, und Birgit Völlm), SATIS-Studie '95 (1996, zusammen mit Corina Gericke, Markus Keller und Birgit Völlm), Mehr Kirche (1998), Kindergottesdienst und Jugendgottesdienst in Westfalen (1999, zusammen mit Christoph Urban), Freizeitenplaner (2001).