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Mehr Kapitalismus wagen: Wege zu einer gerechten Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Merz
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1. Oktober 2008
Marktwirtschaft ist in sich sozial, und wer Demokratie will, muss den Kapitalismus als Wirtschaftsform wollen. Der neue Friedrich Merz ist der alte: Bestechend klar und schnörkellos bringt er die Lage auf den Punkt. Deutschland streitet um das Thema »soziale Gerechtigkeit«. Und immer sitzen »der Kapitalismus« und »der Markt« auf der Anklagebank, wenn Werke geschlossen oder Arbeitsplätze verlagert werden. Fried­rich Merz, der »unbequeme und profilierte Kopf« (Süddeutsche Zeitung), hält dagegen: Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung! Noch so gut gemeinte soziale Regelungen, wie Mindestlohn oder verlängertes Arbeitslosengeld für Ältere, schränken den Markt ein. Und sie schränken gleichzeitig auch den Menschen ein, sein Recht auf Freiheit. Da folgt Merz ganz Ludwig Erhard: Marktwirtschaft ist aus sich selbst heraus sozial! Damit wird Merz sich gegen den Zeitgeist stellen, aber bloßer Beifall war noch nie das Ziel des wirtschaftspolitischen Vordenkers.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 4., erw. Aufl. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349205157X
  • ISBN-13: 978-3492051576
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 384.185 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Friedrich Merz, geboren 1955 in Brilon (Sauerland), studierte Rechts- und Staatswissenschaften. Er arbeitete zunächst als Richter, dann als Rechtsanwalt. Mitglied des Europäischen Parlaments 1989 bis 1994. Seit 1994 Mitglied des Bundestages, war er unter anderem Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Sein Buch "Nur wer sich ändert, wird bestehen" stand monatelang auf der Bestsellerliste.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
119 von 180 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen den Strom der Sozialromantik 14. Oktober 2008
Von T. Rudolf
Format:Gebundene Ausgabe
Friedrich Merz war immer ein streibarer und polarisierender Politiker. Dieses Buch passt zu ihm und es passt in diese Zeit. Wie er selbst bei der Veröffentlichung gesagt hat, gibt es keinen besseren Zeitpunkt als den jetzigen, den der Finanzkrise und Börsenturbulenzen. Merz stellt eindrucksvoll dar, dass nicht der Markt die Wurzel des Übels ist, sondern das Instrument um Fehlentwicklungen zu korrigieren. Gerade die Finanzkrisen der letzten zehn/fünfzehn Jahre haben gezeigt, dass ihre Ursache in einer falschen Politik der Regulierung liegt. Regulierung, das schreibt auch Merz, muss sein. Die Anreize waren jedoch so gesetzt, dass dem eigennutzorientierten Spekulantentum einiger weniger in die Hände gespielt wurde. Deshalb die Marktwirtschaft in Frage zu stellen, würde jedoch geradewegs in eine Sozialwirtschaft a la DDR führen. Davor warnt Merz zu Recht. Der Sozialismus klingt zwar gut, zerstört aber den Wohlstand, was leider die Bezieher kleiner Einkommen am härtesten trifft. Deshalb plädiert Merz für mehr Freiheit, was konsequent verbunden sein muss mit einer Verknüpfung von Handeln und Haftung der verantwortlichen Akteure und einer Regulierung, die die Leistungsbereiten, d. h. vor allem den Mittelstand schützt.

Dass Herr Merz dieses Buch zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht tut dem interessierten Leser, egal ob Befürworter oder Gegner freier Märkte gut, weil es eines der wenigen Gegenstücke ist zur sehr konformen Kapitalismuskritik der Medien und so den Horizont dessen erweitert, der sich mit MArktwirtschaft und Geldmärkten interessiert auseinandersetzen möchte.
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63 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" 1. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"
Dieser Ausspruch von Michail Gorbatschow vom 6.Oktober 1989 trifft auch knapp zwanzig Jahre später für Friedrich Merz und sein pünktlich zum Beginn der Frankfurter Buchmesse (15.10.2008) erschienenes Buch: "Mehr Kapitalismus wagen: Wege zu einer gerechten Gesellschaft" zu.
Friedrich Merz legt in diesem Buch ein klares Bekenntnis ab für die: "Freiheit des Marktes", und von "mündigen Bürgern" für die der Kapitalismus gleichsam die demokratische Freiheit beinhaltet, Produkte und Dienstleistungen frei nach ihren Präferenzen kaufen (auswählen) zu können. Er schreibt von den "verantwortungsvollen Managern" die in einer globalen Weltwirtschaft verantwortungsvoll handeln, wenn sie Produktionsstandorte ins (billigere) Ausland verlagern und Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, weil sie dadurch die noch vorhandenen Arbeitsplätze sichern helfen. Friedrich Merz schreibt von der gebotenen Pflicht zur "Zurückhaltung des Staates" der sich aus der Wirtschaft raushalten soll, weil er ohne hin keine Ahnung hat und mit seiner Einmischung lediglich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch zu hohe Sozialleistungen, Steuersätze und gesetzliche Regularien vermindert. Das ganze gipfelt dann quasi in dem rezitierten Mantra:

"Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung!" und die: "Marktwirtschaft ist aus sich selbst heraus sozial!"

Desweiteren finden in diesem Buch auch die so oft gescholtenen "bösen Heuschrecken" ihre Gnade: "Hedgefonds korrigieren durch ihre Aktivitäten falsche Preisbildungen am Markt und tragen so zur Risikobegrenzung an den Finanzmärkten bei."

Beurteilung:
Dieses Buch erschien praktisch genau vier Wochen nach dem die damalige US-Investmentbank "Lehman Brothers Inc." den Insolvenzantrag stellen musste (15.09.2008). Was danach geschah ist bekannt: Das gesamte internationale Finanzsystem stand kurz vor dem Kollaps und die internationalen Notenbanken versuchen seit dem (vermutlich vergebens) mit zig Milliarden das System zu retten. Es lässt sich ohne Übertreibung feststellen: Dieses Buch erschien aus Sicht des Piper Verlags zur absoluten Unzeit.
In diesem Zusammenhang fällt mir ein sehr interessantes Buch aus meiner Studienzeit ein: "The Political Power of Economic Ideas: Keynesianism Across Nations" (Princeton 1989) von Peter Hall. Es handelt von der sich entfaltenden politischen Macht ökonomischer Theorien und der Wandlung ökonomischer Leitgedanken im historischen Verlauf. Im Jahre 1971 sagte der damalige US Präsident: Richard Nixon noch: "We are all Keynesians now" zehn Jahre später leitete aber sein ebenfalls republikanischer Nachfolger Ronald Reagan die politische Hinwendung zur "Angebotsökonomie" ein, deren geistige Väter die "Chicagoer Schule" darunter auch Milton Friedman waren. Unter dem Begriff "Angebotsökonomie" versteht man im Wesentlichen, das Unternehmen (Anbieter) auf der Grundlage ihrer Gewinn- bzw. Renditeerwartungen über Investitionen und damit auch über die Schaffung von Arbeitsplätzen entscheiden. Um dies zu erreichen sind im Wesentlichen folgende politische Maßnahmen notwendig: Bürokratieabbau, Senkung des Lohnniveaus, Verringerung der staatlichen Transfährleistungen, vereinfachtes Steuersystem (zum Beispiel Herrn Merz: "Bierdeckelsteuererklärung"), Sicherung des Wettbewerbs, sowie eine Orientierung der Geldmengenentwicklung am Wirtschaftspotenzial (lockere Geldpolitik der Notenbanken). Letztlich zielt alles was Friedrich Merz in diesem Buch schreibt genau auf die Fortführung dieser "Angebotsökonomie" ab (man bezeichnet es heute allerdings eher als "Neoliberalismus"). Aber genau diese wirtschaftspolitische Doktrin hat genau diese verheerende Wirtschaftskatastrophe verursacht in der sich die gesamte Welt heute befindet. Angebotsökonomie führt grundsätzlich immer zu einer "Verschuldungskrise". Alle Präsidenten seit Ronald Reagan haben diese Verschuldung in den USA stetig gesteigert und diese Verschuldung wurde im Laufe der letzten zwanzig Jahre über den gesamten Globus ausgeweitet. Das Buch von Friedrich Merz "Mehr Kapitalismus wagen..." kommt somit genau zu einer Zeitenwende in der jene ökonomischen Anschauungen wie sie Herr Merz vertritt sich als vollkommen diskreditiert offenbaren. Wie bereits gesagt: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!".
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23 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn ein Anwalt und Politiker Bücher schreibt.. 30. Oktober 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich muss gestehen, die vorhergehenden Bücher von Herrn Merz habe ich nicht gelesen..Vielleicht besser so, denn was hier an Aussagen und Thesen aufgestellt wird, ist wirklich abstrus.

Was dem Buch fehlt ist faktenorientiertes und ganzheitliches Denken. Da wird von einer Aussage auf den übernächsten Gedanken gesprungen, kombiniert und zusammengereimt dass sich die Balken biegen. Nachvollziehbare Gedankengänge: Ja, aber nur so, wie sie von Herrn Merz in seiner Gedankenwelt wahrgenommen werden. Aber sicherlich fehlt dafür dem Herrn Merz eine fundierte Volkswirtschaftliche Ausbildung.

Ich will jetzt hier nicht auf jedes Detail eingehen aber schon alleine der Titel des Buches spricht für sich, denn dieser hat sich alleine schon überholt, wie einige Vorredner schon festgestellt haben.

Wer was mit Hand und Fuß lesen möchte, sollte sich lieber Hans Werner Sinn zu Gemüte führen, dieser ist vielleicht nicht bei vielen populär, jedoch kann meine seine Ansichten und Ergebnisse gedanklich nachvollziehen.

2 Punkte für die bittere Erkentniss und Ehrlichkeit des Herrn Merz.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Auch ich wünsche mir, dass in Deutschland mehr Kapitalismus gewagt wird. Von Friedrich Merz, den ich als sehr eloquent kenne, hatte ich mir dazu ein flammendes Plädoyer... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Leselampe veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen FAIL
Mehr Kapitalismus wagen....Nun, das klappt nur in der Theorie! Warum?

Die Theorie besagt: Es den Unternehmen leicht machen, Steuern runter etc, dann reinvestieren sie... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Tester934 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Auf der nächsten "Occupy"-Demo unter den Arm klemmen!
Herrlich, mit welchem politischen Weitblick Merz am Vorabend der Finanzkrise diese Schrift verfasste: "Mehr Kapitalismus wagen" - die Betonung liegt auf WAGEN - ist heute der... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Tom Spiller veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Von der Realität schon ins Absurde geführt ...
Das geistig sehr dünne Brett ist von der Realität überholt und bis ins Absurde widerlegt worden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2011 von eyes wide shut
5.0 von 5 Sternen Nichts an Aktualität eingebüßt...
Ich kann das Buch von Herrn Merz nur empfehlen. Die Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise haben an der Aktualität der Thesen, die Merz hier 2008 formuliert und plausibel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2010 von Bismarck
4.0 von 5 Sternen Wider dem Reformunwillen
Merz ist in seiner Zeit als Politiker immer wieder offen für Reformen eingetreten, auch gegen die Meinung seiner Parteivorsitzendin und den zahllosen Zustandsverwaltern unter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2010 von Hauke Stammer
5.0 von 5 Sternen Gutes Buch von sehr gutem Politiker und Anwalt
Dies ist eines der klarsten und besten Bücher die ich seit sehr langem gelesen habe.

Merz setzt sich in einer Zeit, in der plötzlich wieder alle nach dem Staat... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2010 von Harmon
1.0 von 5 Sternen Mehr Demokratie und soziale Marktwirtschaft statt neoliberalem...
Sozialismus hin, Kapitalismus her, Friedrich Merz und Ludwig Erhard, der Inbegriff der sozialen Marktwirtschaft, würden sich wahrscheinlich nicht sehr gut verstehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Artikel 20 Grundgesetz
5.0 von 5 Sternen Mutiger Mahner
In einer Zeit, in der sich eine im Bundestag vertretene Partei in Ihrem Europaprogramm vom Kapitalismus distanziert, ist dieses Buch nötiger denn je. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. März 2009 von Dietmar Duckstein
5.0 von 5 Sternen Erstklassige Provokation
Mit diesem Buch ist Friedrich Merz eine erstklassige, provokante und polarisierende Auseinandersetzung mit dem Thema gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2009 von Escher Thomas
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