Die Freunde Piro und Largo wollen eine Game-Expo besuchen. Als sie dort keinen Zutritt erhalten, fliegen sie spontan und aus unerfindlichen Gründen nach Tokyo. Dort geraten sie in einen Kaufrausch und haben kein Geld für ein Rückflugticket. Da fällt Piro sein Tokyoter Freund Tsubasa ein, bei dem sich beide prompt einquartieren.
Eigentlich möchte Tsubasa, dass die beiden so schnell wie möglich zurückfliegen, aber stattdessen verprassen beide sein Geld, bis auch dieser pleite ist. Die Problemlösungsstrategien unserer beiden Protagonisten fangen nun an sich zu unterscheiden. Während Piro in einem Buchladen sämtliche Mädchenmanga auf der Suche nach einer Lösung durchliest, gibt sich Largo dem Bierkonsum hin, sobald er auch nur an Geld kommt.
Largo macht nun Bekanntschaft mit seinem schlechten Gewissen in Form eines Hamsters, das er leider komplett missversteht und nun glaubt, eine Zombiearmee auslöschen zu müssen.
Piro hat derweil in einem Laden einen Job gefunden, nachdem er irrtümlicherweise für das neue Maskottchen gehalten wurde. Nun kommt doch endlich Geld ins Haus oder? Und was ist eigentlich mit Tsubasa? Nachdem er sich ein Robogirl gekauft hat, mit der er Dating-Spiele spielen kann, bekommt er einen Sinneswandel und reist nach Amerika, um dort seine Jugendliebe wiederzufinden. Nun stehen Piro, Largo und das Robogirl vor einem leeren Appartement und müssen bis zum nächsten Morgen ausgezogen sein. Wie geht es nun weiter?
Der Manga beginnt sehr lustig mit einigen Witzen und Anspielungen auf die Computer- und Videogame-Szene und nimmt immer wieder Largos süchtiges Gameverhalten aufs Korn. Die Story gewinnt jedoch zunehmend an Ernst und Komplexizität und man darf auf einige Verwicklungen gespannt sein.
Der Zeichenstil des Mangas ist recht simpel aber dennoch ausdrucksstark. Beeindruckend sind vor allem die Perspektiven und realistischen Gebäudezeichnungen, da der Zeichner eigentlich Architekt ist. Die Mangastrips teilen sich zunächst in vier Panels pro Seite auf, die kleine eigenständige Episoden erzählen, zu denen der Zeichner jeweils seinen interessanten und auch amüsanten Senf dazugibt. Insgesamt fügen sich die einzelnen Storyabschnitte aber zu einer Gesamtstory zusammen. Erst später entscheidet sich der Zeichner für die etwas klassischere manga-übliche Panelaufteilung.
Insgesamt ist Megatokyo eine skurille und spannende Geschichte in ansprechenden Bildern, die wirklich zu fesseln weiß.