Vorneweg sei gesagt: Es ist kein Zaubermittel. Man muss hart gegen seinen eigenen Schatten kämpfen um damit Erfolg zu haben. Wenn man diese Schlacht aber gewinnt bieten die Shakes eine wirklich sehr gute Unterstützung. Ich habe mit dem Zeug seit Mitte August (mit einigen Unterbrechungen) mittlerweile über 15 kg verloren OHNE (und das will ich betonen) mich sportlich zu betätigen (ich bin Student und seit meiner Jugend Bewegungsmuffel).
Ich möchte hier ein allround-Feedback für alle drei Geschmacksrichtungen (Erdbeer, Schoko, Vanille) abgeben.
Geschmack:
Hier ist eindeutig Erdbeer der klare Favorit. Schmeckt sogar wirklich gut und ist ähnlich einem Erdbeer Milchshake von dem Schnellrestaurant mit dem goldenen M.
Vanille liegt hier auf dem zweiten Platz, hat allerdings schon einen deutlichen Touch in Richtung "schmeckt ja gar nicht so, wie ich erwartet hatte". Mir persönlich kam eine Erinnerung an Griesbrei, auch von der Konsistenz her.
Der Schokoladengeschmack überzeugt am wenigsten. Die Dosen haben bei mir auch immer am längsten gehalten, weil ich mich oft davor gedrückt habe sie zu benutzen. Der Geschmack erinnert mehr an Nougat als an wirkliche Schokolade, ist aber geschmacklich meiner Meinung nach sehr gewöhnungsbedürftig.
Alles in allem macht es aber die Mischung und die Abwechslung. Sich nur an einer Sorte festhalten halte ich für unpraktikabel, da man dem ganzen sonst überdrüssig wird.
Zubereitung:
Es bietet sich an das ganze in einem Mixer oder mit einem Pürrierstab zuzubereiten, weil man sont mit Klumpenbildung und Bodensatz rechnen muss. Am leichtesten löst sich Erdbeer auf, gefolgt von Vanille, auf dem letzten Rang liegt mal wieder Geschmacksrichtung Schoko. Beim der Zubereitung "von Hand" werden besonders die letzten beiden Geschmacksrichtungen sehr sämig.
Sättigungsgefühl:
Hier ist die Reihenfolge mal komplett anders herum. Nach einem Schoko-Drink hat man wirklich das Gefühl etwas mächtiges im Magen zu haben, bei Vanille schon etwas weniger, bei Erdbeer bekomme ich persönlich immer Lust gleich noch einen zu trinken.
Nun wohl noch das wichtigste aus eigener Erfahrung:
Am Anfang ist es natürlich schwer. Wenn man aus den "normalen" Essgewohnheiten kommt tut man sich extrem schwer damit sich mit drei Shakes am Tag zu begnügen. Da stellt sich wirklich kein Sättigungsgefühl ein. Gebt eurem Körper erst einmal drei bis fünf Tage Zeit sich daran zu gewöhnen, dass nun diese Flüssigkeit seine Arbeitsgrundlage ist. Wenn er das einmal verstanden hat ist es nur noch halb so wild. Man trinkt einen Shake und 10 bis 20 Minuten später hat man den Hunger tatsächlich vergessen.
Meine Tipps:
-Habt nichts mehr im Hause, wenn ihr das durchziehen wollt. Keine Süßigkeiten, Müsliriegel oder sonstiges zu essen. Mein Kühlschrank ist seit Monaten nur noch mit Milch für die Shakes gefüllt, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme.
-Wenn ihr schon einkaufen gehen müsst seht unbedingt zu, dass ihr vorher einen Shake getrunken habt, sonst ist eurer Wagen voll bis zum Rand!
-Gönnt euch alle paar Tage eine kleine Mahlzeit. Ich habe am Wochenende immer meine Motivationszeit eingerichtet, dann ersetze ich ein bis zwei Shakes durch etwas normales zu essen. Wenn ihr ganz knallhart sein wollt macht euch einen großen Salat, aber auch eine Lasagne oder Pizza tut wirklich nicht weh. Ich habs getestet ;)
-Auch für unterwegs kann man die Shakes mitnehmen. Ich habe eine 0,7 Liter Flasche täglich in der Uni dabei und ernähre mich davon.
-Vitamintabletten o.ä. sind sehr sinnvoll, allein schon um gelegentlich mal einen anderen Geschmack in den Mund zu bekommen.
-Obst sollte immer im Haus sein. Gegen Heißhunger helfen die Shakes nicht, allein schon weil man sie ja erst einmal zubereiten muss. Wenn man kurz davor ist in die Tischkannte zu beißen, bloß um irgendetwas zum kauen zu haben ist vielleicht der Biss in den Apfel die bessere Variante. Ich esse täglich ein bis zwei, das hat mir noch nicht geschadet.
Der Erfolg:
Am Anfang tut man sich selbst schwer, nach der ersten Woche sind aber deutliche Erfolge sichtbar. Ich stelle mich nur einmal pro Woche der Waage, da wird das Ergebnis im Kontrast am besten dargestellt. Anfangs schleppt es mit 0,5 kg pro Woche, dann steigert sich das (je nach Durchhaltevermögen) auf bis zu 2,0 kg pro Woche, nimmt dann aber wieder ab, sodass ich durchschnittlich (bei mittlerweile drei Motivationsmahlzeiten pro Woche und gelegentlich mal etwas kleines Unterwegs) bei unter 1 kg pro Woche bin. Dennoch tut sich etwas.
Ich glaube, dass es dem Körper auch sehr gut tut, wenn er einmal pro Woche wirklich etwas zur Verdauung bekommt. Das regt den Stoffwechsel an und gibt ihm neue Lust wieder eine Woche nur das Milchprodukt zu verarbeiten.
Mangelerscheinungen hatte ich bisher keine. Keine Kreislaufprobleme oder sonstiges.
Nur Lust habe ich langsam keine mehr ;)
Nach so langer Zeit wird die Ernährung doch ein wenig eintönig und ich wäre für einen Shake mit Pizzageschmack zu begeistern.