Die Stadt Megalex hat nach und nach fast den gesamten Planeten überwuchert und alles tierische und pflanzliche Leben ausgelöscht. In einem totalitären System ist die natürliche Vermehrung der Menschen verboten. Die Bewohner werden gezüchtet und mit einer Explosivladung im Nacken versehen. Die Bürger müssen ständig Drogen zu sich nehmen, um sie fügsam zu halten. Die vorgeschriebene Lebensdauer jedes Menschen: normale Bürger 40, Adlige 400 und das Herrscherhaus 4000 Jahre. Die als Kanonenfutter verwendeten Sicherheitskräfte dürfen sogar nur 400 Tage leben. Man fürchtet wohl, daß sie sonst anfangen könnten, eigenständig zu denken. Denn diese idyllische Welt hat doch tatsächlich auch Feinde: so lehnen sich die Bewohner des Waldes von Chem gegen die Tyrannen auf, und auch aus dem Weltraum droht Gefahr durch die Invasion von sogenannten Malaken, deren eindringende Schiffe nur durch Atombombenexplosionen auf der Oberfläche des Planeten zu vernichten sind. Die Hauptperson des ersten Bandes ist ein frisch geklonter Polizist, der durch eine Anomalie bei seiner Herstellung 3 Meter groß wurde. Damit ist sein Leben verwirkt... Dieser Band hat mich wirklich beeindruckt. Von der Stimmung her erinnert er stark an die "John Difool"-Stories, für die Jodorowsky mit Möbius zusammen gearbeitet hatte. Ein auch visuell überzeugendes Werk. (Nicht nur wegen der vollbusigen Dame auf dem Titelbild ;-)) Megalex ist sehr vielversprechend und für mich eines der besten Comic-Alben der letzten Jahre. Hoffentlich gibt es bald die angekündigte Fortsetzung