Zu allererst - wenn ich die ganzen Bewertungen durchlese, dann muss ich mich einfach nur tierisch aufregen!
NATÜRLICH ist es unmöglich, dass ein Charcharodon Megalodon vom 11000 m tiefen Marianengraben durch welche Umstände auch immer zu uns an die Oberfläche gelangen und wahllos Mensch und Tier verschlingen kann! Denn dieses Tier ist längst ausgestorben. Es existiert nicht mehr. Das Buch ist von vorne bis hinten einfach nur reine Fiktion. Das weiß man aber, wenn man ein wenig nachdenkt, schon vor dem Lesen! Schließlich handelt es sich in dem Buch um einen prähistorischen Killer - mit Betonung auf PRÄHISTORISCH (auch nachzuschlagen im Duden).
Jetzt ist es natürlich völlig unspektakulär ein Buch über einen Goldfisch zu schreiben, der durch die Meere schwimmt. Bis auf einige Ausnahmen würde das wohl niemanden interessieren. Viel spannender und blutrünstiger ist da natürlich schon eher die Geschichte über einen Urzeithai, der gigantische Ausmaße annimmt und somit keinen natürlichen Feind (außer wieder einmal den Menschen) hat. Mit dieser Story lässt sich schon eher viel Geld machen. Dass es in dem Buch viell. einige Ungereimtheiten gibt, dass das Meg viell. falsch beschrieben wird, dass sind alles Dinge die eben vorkommen, wenn man über etwas schreibt, dass es nicht gibt. Auch der Teil der Geschichte, wie Meg aus dem Marianengraben an die Oberfläche kommt ist mit Sicherheit ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Aber - der Autor musste ja einen Weg suchen, sie nach oben zu bringen. Schließlich wäre das Buch wohl kaum spannend, wenn hunderte von Seiten lang beschrieben wird, wie das riesige Tier gelangweilt seine Bahnen am Grund des Ozeans zieht....
Was mich einfach nur nervt ist, dass das Buch so zerrissen wird, weil einige Dinge nicht zusammenpassen. Und weil sich die Leute darüber Gedanken machen, wie unmöglich viele Handlungen in dem Buch seien. Sicher, das mag es sein. Aber es ist auch eine völlig frei erfundene Geschichte. Die Dinge haben sich niemals so abgespielt. Und Meg gibt es nicht.
Regt sich denn bei Herr der Ringe jemand auf, weil Frodo was Falsches sagt? Nee weil keiner weiß wie es richtig wäre - denn auch diese Geschichte ist erfunden.
Was ich einfach sagen will ist - das Buch ist spannend geschrieben von Anfang bis Ende. Die Geschichte ist genial, denn beim Lesen überlegt man sich oft, was wäre, wenn es so ein Urzeitmonster wirklich noch geben würde? Was wenn wir es mit so einer perfekten und unbesiegbaren Killermaschine zu tun hätten? Allein die Vorstellung darüber, wie gigantisch das Tier wohl wäre, lässt einen frösteln.
Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht, und auch alle Freunde und Bekannte, denen ich es ausgeliehen habe waren begeistert.
Und - man weiß im Voraus, dass alles frei erfunden ist. Deshalb hinterfrage ich die Dinge nicht, denn ich denke so wollte sie der Autor sehen und so hat er sie wiedergegeben. Vielleicht hätte man ein paar Sachen anders machen können, aber schließlich sind nicht wir diejenigen, die das in der Hand haben.
Unlogische Handlungen sind in einer frei erfundenen Geschichte sowieso schwer nachvollziehbar, oder? ;o)
Fazit: Ich finde das Buch durchaus sehr sehr gelungen! Es ist überaus spannend (wie im übrigen auch die Fortsetzung "Höllenschlund") und es ist auch Gänsehauttauglich! Logische Hinterfragung ist sinnlos, das Buch dient zur reinen Unterhaltung! Und das macht es auch sehr gut!
Kleines Manko - da schließe ich mich dann doch den anderen an - viele Charaktere sind zu kurz gehalten. Aber schlussendlich geht es auch nicht um die Menschen, sondern um die größte Killermaschine aller Zeiten!
Viel Spaß beim Lesen!