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Damit ist das Buch jedoch noch nicht zu Ende, denn Meg landet -- im Unterschied zu ihrem Kumpanen Belch -- nicht direkt in der Hölle, sondern bekommt von Petrus eine zweite Chance: Wenn sie reumütig auf die Erde zurückkehrt und dem alten Mann, den sie überfallen hatte, bei der Erfüllung seiner sehnsüchtigsten Wünsche hilft, kann sie doch noch in den Himmel gelangen. Meg beschließt, sich auf diesen Handel einzulassen -- und erlebt ihr blaues Wunder.
Eoin Colfer hat sich mit seinen Artemis Fowl-Romanen in das Herz von Millionen Lesern geschrieben. Nun liegt auch sein Roman The Wish List auf Deutsch vor. Was auf den ersten Blick wie eine mit dem erhobenen Zeigefinger geschriebene Geschichte daherkommt, erweist sich bald als ausgesprochen witzig und anrührend. Meg Finn ist nicht ganz so actionlastig wie die Abenteuer ihres männlichen Kollegen Artemis, aber sie weiß sich stets zu helfen und ist keineswegs auf den Mund gefallen. Colfer hält sich auch nicht unbedingt an religiöse Konventionen, sein Beelzebub kann schon einmal einen freundlichen Plausch mit Petrus halten. Guter Stoff also, um die Wartezeit auf den nächsten Artemis Fowl zu überbrücken, oder auf die deutsche Ausgabe von Colfers neuestem Roman The Supernaturalist. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
In dem Fantasyroman verstecken sich jede Menge ironische Seitenhiebe auf Computerwahn, Hierarchien im höllischen Geschäftsleben, auf die bunte Welt der Fernsehshows und Irlands Mythen. Autor Eoin Colfer übt zwischendrin handfeste Gesellschaftskritik, die bestens in die Handlung eingeflochten ist, und sie ordentlich vorantreibt; denn dies ist die spannende Geschichte um die vierzehnjährige Meg Finn, die sich nach tödlichem Unfall bei einer kriminellen Tat, ihren Weg ins Paradies durch gute Taten auf der Erde nachträglich verdienen muß.
Eigentlich kennt man dieses altbewährte Grundmuster aus vielen Romanen und das Ganze hätte leicht etweder effekthaschend, seicht oder moraltriefend werden können, wie gewisse Fernsehserien aus dem Fantasy-Genre - mir fällt da zum Beispiel dieser unsägliche "Engel auf Erden" ein. Zum Glück ist Meg Finn aber kein Engel sondern ein frecher schlagfertiger Teenager mit Grips im Kopf. Eoin Colfer beherrscht die Kunst des sprühenden Dialoges, vermeidet geschickt jeden Kitsch und erzählt richtig packend. Das Buch ist auch großartig übersetzt, denn die Teenagersprache klingt kernig und echt.
Ein nettes Geschenk für das nächste Weihnachtsfest. Besonders zu empfehlen für alle Kinder ab vierzehn und ihre Tante.
Genau wie auf dem Titelbild balanciert Meg auf einem sehr schmalen Grat und es bleibt zu warten, auf welche Seite sie fällt. Mit diesem Buch wird einem abermals gezeigt, dass es auch außerhalb der ausgetretenen Wege gute Jugendbücher gibt.
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