Ganz einfach: Die (fast) offizielle Maßeinheit für den Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen - und wenn dann noch ein Ben Stiller diesen Greg Focker darstellt und sein Gegenspieler von niemand geringerem als Robert deNiro gespielt wird - dann ist ein Angriff auf die Lachmuskeln praktisch unvermeidlich.
Wer kennt sie nicht (oder kann sie sich vorstellen) die Situation, den künftigen Schwiegereltern vorgestellt zu werden... Natürlich will man alles gut machen, nur den besten Eindruck hinterlassen - aber was passiert, wenn man praktisch ein professioneller Trottel ist und, selbst wenn man will, keine Peinlichkeit auslässt. Und dann der größte anzunehmende Unfall: der zukünftige Schwiegervater ist ehemaliger Mitarbeiter der CIA, ja mehr noch, ein Experte für Verhöre und bekannt als der lebender Lügendetektor... Klar, die Chancen sinken gegen Null, allerdings, Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es kein Happy End gäbe.
Ein schöner Film, den man sich gemütlich zu zweit anschauen kann. Für Fans von Stiller oder deNiro ein Muss, insbesondere da deNiro, den man ja meist mit Mafia- oder Gangsterfilmimage in Verbindung bringt, hier eine hervorragende Rolle spielt, trotz oder gerade weil er dies genau in diesem Stil durchzieht, obwohl es ja eine Komödie ist... Somit wirkt die Handlung bis zum Zerreißen überzogen, was dem Film aber nicht schadet. Im Gegenteil!