Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild bietet wirklich sehr angenehme Konstanten. Die Farben sind lebhaft, die Schärfe schön konturiert, wenn auch im Detail nicht überragend und Rauschen sowie Kompression machen keinerlei erwähnenswerte Probleme. Akustisch bietet sich ein mindestens ebenso natürliches wie vitales Raumgefühl, das sich lediglich in punkto Effekte zurückhält, was aber kaum stört. Die Extras sind vor allem humorvoll und unterhaltsam angelegt und vermitteln dennoch reichlich Informationen. Insgesamt eine, nicht nur inhaltlich wirklich fröhlich stimmende DVD.
Bild: Die natürlichen, bunten Farbtöne lassen im sommerlichen Licht sofort Urlaubsstimmung aufkommen (am Strand,00:40:52) aber auch die nächtlichen Szenen ergeben sich harmonisch ausgeleuchtet (Gesicht des Sohnes beim Abendessen, 00:25:47). Dabei befinden sich die Schärfewerte im guten Bereich, wenn auch, wie im Fall der Farben, keine Spitzenleistungen erzielt werden. Die Kontrastwerte fallen, je nach Lichtstimmung befriedigend (im Schlafzimmer, 00:52:29) bis gut aus. Überwiegend herrscht Klarheit vor. Artefakte und Rauschen können so gut wie gar nicht bemerkt werden.
Ton: Das fast beständige Zirpen der Grillen unterlegt den Film mit einer herrlich authentischen Stimmung. Auch Meeresrauschen (00:43:23), das dynamisch durch den ganzen Raum schwappt, trägt dazu bei, dass sich ein angenehmer Raumklang verbreitet. In der deutschen Fassung gestalten sich die Kulissengeräusche etwas schwacher vorhanden. Im Gegenzug sind hier die Dialoge aber volumenreicher angelegt als in Original. Dies trägt aber nicht dazu bei die eine oder andere Fassung zu favorisieren. Vielmehr bieten französische Version wie Synchronisation beiderseits ein sehr angenehmes akustisches Erlebnis, das von stimmungsvollen Naturgeräuschen geprägt ist. Kraftvolle Effekte sind nicht die Regel, werden aber aufgrund der lebhaften Kulisse kaum vermisst. Beim abschließenden Lied und Tanz aller Schauspieler (01:28:23) wird deutlich, dass die deutsche Fassung ein Stück lauter ausfällt, was aber im Vergleich keinen Minuspunkt für die ebenso vital gestaltete Originalfassung darstellt.
Extras: Das Aufgebot an Extras wurde genauso liebevoll und heiter gestaltet wie der ganze Film. In den Outtakes (12:01 Min.), die leider als einziges ohne Untertitel daherkommen, was schade ist, da sich auch einige Dialoge darunter befinden, finden sich einige sehr unterhaltsame Zusatzszenen, die häufig von lustigen Missgeschicken geprägt sind. Das Making Of "Unter der Dusche" (7:45 Min.) beschäftigt sich mit der Penisattrappe, die in der Duschszene verwendet wurde und macht sich pfiffig wie witzig. Ein Hinter den Kulissen "Ein Tag am Meer" (10:43 Min.) dokumentiert die Vorbereitungen und den Dreh der Szenen am Strand. Sehr hintergründig und detailliert finden sich hier Erläuterungen zu Booten, Transport, Ausrüstung, den Drehort selber und viele kleine Details, z.B. wie man Schritte im Kies durch Teppich dämpft oder wie das ganze Team im Wasser stand. Es folgen der deutsche Kinotrailer (1:33 Min.) sowie ein Making Of zur finalen Tanzszene (13:40 Min.), das sich mit Proben, der Choreografie, Aufnahmestrategien, Achsentechniken, etc. beschäftigt. Eine Trailershow mit drei Programmtipps beschließt das unterhaltsame Bonusmaterial. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Endlich Ferien! Für eine Pariser Familie heißt das Entspannung an der Mittelmeerküste, fernab vom Großstadtgewimmel. Marc und seine Frau Béatrix träumen von einer Auffrischung des Ehealltags, Tochter Laura freut sich auf den Freund, der sie aus dem für sie langweiligen Urlaub erlöst und mit auf einen Portugal-Trip nimmt, ihr Bruder Charly wartet auf seinen in ihn verliebten Freund Martin (Charly ist aber nicht schwul, sondern entdeckt gerade erst die Sexualität). Das allein wäre schon genug Konfliktstoff. Damit nicht genug, amüsiert sich die Hausherrin (Valérie Bruni-Tedeschi mal so richtig locker als tabulose Holländerin) mit einem virilen Liebhaber, der sie auffordert, ihren Mann Marc zu verlassen. Der interessiert sich seltsamerweise für den Kumpel seines Sohnes und dessen Duschgewohnheiten, entdeckt Gefühle für einen muskulösen Klempner (ganz cool und gleichzeitig sentimental: Jean-Marc Barr), den er in seiner Jugend schon mal mehr als gut kannte und der ausgerechnet seinem Filius das Cruisen beibringt. Dass der Junge sich auch noch den sexuellen Avancen von Martin erwehren muss, fällt da schon fast nicht mehr auf. Soweit alles klar? Egal, wer mit wem auch immer, ob unterdrückte, ausgelebte oder scheinbare Homosexualität - es geht rund. Jedenfalls treibt es die Protagonisten in der Hitze der Nacht, aber auch am hellichten Tag, zu Sexspielchen auf Klippen und unter Bäumen, im wahrsten Sinne des Wortes zwischen Tür und Angel oder in die Büsche. Dazu gibt es in dieser trotz aller Probleme leichten Komödie noch fröhliche und äußerst komische, aber auch gewöhnungsbedürftige Gesangseinlagen. Und wenn sie den Überblick verliert, greift Madame auch schon mal zum beruhigenden Joint. Die beiden Regisseure, denen zu Beginn eine Schwulenversion von Francois Truffauts 'Die Frau nebenan' vorschwebte, entschieden sich für einen Auflug ins bürgerlich determinierte Sodom und Gomorrha, vermeiden trotz ständiger sexueller Anspielungen vulgäre Untiefen. Das Resultat ist eine etwas andere Familien-Utopie - ob homo-, bi- oder heterosexuell, am Ende des emotionalen Dauerlaufs findet jeder Topf seinen Deckel. Ein Sommerfilm. Und die Grillen zirpen dazu. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Beatrix spürt die angespannte Atmosphäre zwischen den Jungen und bildet sich ein, ihr Sohn wäre schwul. Nicht besonders beeindruckt von ihrer Vermutung, erzählt sie Marc davon, den das ziemlich mitnimmt. Mit der Ankunft von Matthieu, dem Liebhaber von Beatrix, kompliziert sich die Situation. Er möchte, dass sie für ihn ihren Mann verlässt. So werden die Sommerferien doch noch zu einer spannenden Angelegenheit. Das nächtliche Hin und Her samt zugeschlagener Türen betrifft schon bald das Liebesleben aller Familienmitglieder.
"Unser Film ist eine Art modernes Märchen, das mit diversen Ehen endet und einem Song. In der Geschichte gibt es keine bad guys außer den Regeln, die immer nur ′Nein′ sagen, und den Tabus und Beschränkungen, die jeder von uns in sich trägt und die uns darin hindern, die natürlichsten Regungen zum Ausdruck zu bringen." (Olivier Ducastel,