Der Autor strickt zwei Erzählstränge, in einem fliegt eine Familie in den Urlaub, der Andere handelt von einem Vater, der den Tod seiner Frau nicht verarbeiten kann. Es fiel mir unheimlich schwer, mich in dem Buch zurechtzufinden, da die Erzählstränge erst gegen Ende des Buches ineinander verflochten werden. Nachdem ich keinen rechten Zusammenhang der „normalen“ (Urlaubstory) und der kursiven Story (alleinerziehender Vater) zueinander herstellen konnte, versuchte ich, erstmal beide Geschichten getrennt zu betrachten. Dies gelang ebenfalls nicht so recht, da es ganz offensichtlich eine Verbindung gab und die unterschiedlichen Teilstücken der beiden geschichten manchmal sehr schnell wechselten.
Auch war es kompliziert, sich in die jeweilige Person hinzuversetzen, da diese selten beschrieben wurde. Wer das „ich“ in der Kursivgeschichte ist, wird beispielsweise erst gegen Ende des Buches aufgeklärt. Es ist daher schwierig, der Handlung zu folgen, wenn man die ganze Zeit überlegt, wie alt „ich“ ist und ob „ich“ männlich oder weiblich ist. Ein paar Grundinformationen wären daher durchaus hilfreich gewesen.
Insgesamt habe ich oftmals das Gefühl, dass dem Autor die richtigen Worte fehlen, um eine Handlung darzustellen und hinreichend nachzuzeichnen. Trotz Konzentration musste ich gelegentlich am Ende eines beschriebenen Ereignisses zurückblättern, weil ich dem Autor nicht folgen konnte.
Abgesehen von den oben aufgeführten Defiziten ist das Buch spannend, die Geschichte ist interessant und teilweise sehr dramatisch erzählt, so dass dieses Buch meiner Meinung nach immerhin noch 3 Sterne verdient hat.