Yoram Kaniuk beschreibt in diesem historischen Roman Momente der
Hoffnung. Es geht um die Gründung des Staates Israel. Dies ist ein
Ereignis, das nicht nur Israelis und Palästinenser ergreift, der ganze
Plan des Menschen nach Heimat, seine inneren Bilder von Berg und Tal,
seine Lieder, seine Sehnsucht nach endlicher Geborgenheit, hier wird
alles das zum Ausdruck gebracht. Und in welchem Umfeld? In welcher
Epoche? Wir sind noch alle davon befallen und erinnern
uns. Jungmannträume, gute, herrliche, hoffnungsvolle, auf
Gegenseitigkeit ausgerichtet, nicht n u r dem egomanischen Ausdruck
des Heldischen verpflichtet. Und doch, so entsteht Geschichte, so wird
vor allem spannend erzählt, gemalt und wieder erzählt. Was Yoram
Kaniuk hier vollzieht ist mehr als ein historischer Roman, es ist
Hoffnung u n d Warnung zugleich, denn mit jedem Beginn, bei jeder
neuen Gründung oder Siedlung ensteht Glück u n d Unglück. Von welcher
Seite man es sieht, ist maßgebend. Und so wird dieses Buch, dieser
historische Roman zu dem, was er werden soll: zum Verständnis für all
jene, die in Zukunft zusammenleben werden. Und das ist gut.