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Wie das Meer nach Hause kam. Die Erfindung des Aquariums
 
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Wie das Meer nach Hause kam. Die Erfindung des Aquariums [Gebundene Ausgabe]

Bernd Brunner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Transit Buchverlag; Auflage: 1 (12. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3887471849
  • ISBN-13: 978-3887471842
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 13,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 619.836 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Bernd Brunner
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Produktbeschreibungen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2003

Bernd Brunner hat ein grandioses Buch über Tiefen und Untiefen des Aquariums geschrieben.

Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003

Nach zwei Stunden taucht der Leser vergnügt wieder auf, den Kopf randvoll mit Geschichten und Bildern. Und einem Gespür für die Verflechtungen einer im Entstehen begriffenen bürgerlichen Lebens- und Wissenswelt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
eine geschichte des aquariums - estaunlich, daß es das bislang noch nicht gegeben hat - und jeder würde ein dickes, "trockenes", geschichtslastiges und belehrendes buch erwarten - doch das gegenteil ist der fall. bernd brunner präsentiert eine "flüssige", unterhaltsam und informativ geschrieben geschichte, die in teilen richtig spannend ist und ganz neue einblicke nicht nur in die welt der aquarianer, sondern auch in die kulturgeschichte insbesondere des 19. jahrhunderts bietet.
der aquarianer erfährt vieles über den hintergrund seiner leidenschaft - und alle anderen, die darüber vielleicht gelächelt haben, werden erstaunt sein, wieviel über den entdeckungsdrang des menschen hier zu erkunden ist.
dazu kommt (für die bibliophilen freunde), dass das buch sehr schön und mit viel liebe zum detail gestaltet ist und der text umfangreich illustriert ist.
am schluss - quasi als exkurs - findet sich der bericht über die entdeckung eines alten kinderbuchs aus dem 19. jahrhundert, das von einer reise in das meer berichtet - die illustrationen aus diesem kinderbuch sind ganz besonders sehenswert - und treffend heisst es in diesem kinderbuch am schluss: "o wie schön ist es im meer".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
bisschen dünn 7. September 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch beginnt auf Seite 7 und endet auf Seite 131, wobei der Textsatz extrem großzügig gewählt wurde. Der Textbereich nimmt gerade mal 2/3tel der Breite ein und über den Seitenzahlen am unteren Rand kaschiert eine Miniaturzeichnung nur mühsam, dass auch hier viel Raum zu verschenken war. Wenn man noch die reiche Bebilderung berücksichtig, dürfte der Textbestand kaum über den Umfang einer Magisterarbeit hinausreichen, man ist entsprechend schnell mit der Lektüre fertig.
Beides, sowohl der großzügige Schriftsatz als auch die Bebilderung sorgen natürlich auch für ein sehr ansprechendes Erscheinungsbild. Man sollte sich nur nicht von der Seitenangabe täuschen lassen, sonst fühlt man sich etwas betrogen...

Beschrieben wird der Zeitraum von ca. 1830 bis 1870, mit kurzen Reckbewegungen in die Zeit davor und dahinter. In dieser Zeit wurden die Aquarien in Europa so weit entwickelt, dass die große Menge der Bevölkerung sie wenigstens in öffentlichen Schauen bestaunen und teilweise sogar selbst besitzen konnten. Der Zierfischfang wurde professionalisiert und die Preise sanken stetig. Dem Autor geht es dabei laut eigener Aussage insbesondere um folgende Fragen:

"Seit wann gibt es Aquarien?
Wer hat sie erfunden?
War das Aquarium Zeitvertreib, Wissenschaft oder Geschäft?
Wie erklärt sich die plötzliche und begeisterte Aufnahme dieser Idee und ihre Popularität bis heute?"

Die ersten zwei Fragen werden für meinen Geschmack gut und differenziert beantwortet. Die dritte Frage wird eher gestellt, bzw. gezeigt, dass sie sich von Anfang an stellte und die Aquaristik begleitete.
Die vierte Frage hat mich am meisten interessiert und ich war entsprechend enttäuscht, dass sie am knappsten beantwortet wurde. Ich will doch nicht wissen, wie es kam, dass man in der Lage war, ein wasserdichtes Glasgefäß herzustellen, sondern wieso eine Kultur ihr Interesse am Meer entdeckt. Das sind hochspannende Fragen, die man nicht einfach mit lapidaren Allgemeinplätzen beantworten kann, das hänge irgendwie mit der Industrialisierung zusammen und die Leute wollten die Natur, die sie draußen nicht mehr fanden, nun im Wohnzimmer ansiedeln. Das mag ja sein, aber dann muss man es begründen. Z.B. müsste die Verbreitung des Aquariums mit der Verbreitung von Zimmerpflanzen und Haustieren einhergehen. Aber wieso gerade das Interesse am Meer?
Für ein Kulturwissenschaftliches Buch ist das etwas dünn.
Das Buch endet mit einem ziemlich negativen Bild der Aquaristik, die zunächst zu einem kolossalen Raubbau am Meer geführt hat. Das hat sich mittlerweile aber geändert, denn nicht die Zierfische, sondern die Speisefische werden gnadenlos gefischt. Im Gegenteil: gerade der Fang wilder Zierfische ist in vielen Gebieten heute der einzige Schutz dieser Reservate, weil sich auf diese Weise mit Gewässern Geld verdienen lässt, die ansonsten trockengelegt und anders wirtschaftlich genutzt würden. Solange noch an dem Zierfischfang die Einheimischen verdienen, achten sie selbst auf eine Fangweise, die eben nicht den Bestand reduziert sondern erhält - sonst würden sie ihre eigene Lebensgrundlage zerstören. Es mag einem gefallen oder nicht, aber die Wirtschaft wurde in der Entwicklungshilfe und im Naturschutz längst zur Erfüllungsgehilfen erkoren und leistet dort gute Dienste.
Aber unabhängig davon, wie man diese Situation einschätzt, mit dem anfänglichen Raubbau einer ahnungslosen Gesellschaft die Aquaristik zu belasten ist willkürlich.
Man erfährt auch nicht, wie sich die Aquarientechnik weiterentwickelt hat. Denn bis zum Schluss des Buches müssen Aquarianer ihr Wasser immer wechseln, weil noch nicht gefiltert wurde. Trotzdem sind viele Fische gestorben, weil die Wasserqualität natürlich erbärmlich war. Für mich gehört zur Entwicklung der Aquaristik unbedingt auch die Entwicklung der funktionierenden Aquaristik, d.h. der nötigsten Technik.
Wenn es dem Autor darum geht, auf die ökologischen Folgeschäden der Aquaristik hinzuweisen, hätte er besser eine fundierte Abwägung der heutigen Fangmethoden vorgenommen und eine Bilanz erarbeitet, statt den Umweg über die historische Entwicklung zu nehmen. So bleibt es wohl für alle etwas unbefriedigend. Wer aber nur mal einen kurzen Einblick in die wichtigsten Eckdaten vom Beginn der modernen Aquaristik haben möchte ("modern", weil Fische auch schon im Altertum in China und in Rom gehalten wurden), wird hier alle nötigen Informationen und viele ansprechende Bilder finden. Und vielleicht wird zu dem Thema noch ein weiteres Buch geschrieben, lohnend wäre es auf jeden Fall.
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