In "Medusa" lässt Autor Thomas Thiemeyer den Medusenkult mitten in Afrika aufleben. Doch die Medusa ist in seinem Buch mehr als nur eine Figur alter Mythologien. Sie spielt auch Schicksal...
Die Forscherin Hannah Peters macht eine eigenartige Entdeckung. Mitten auf einem Felsplateau zeigt ihr ein Beduine einen Ort, der für ihn eine heilige Stätte darstellt. Dort findet Hannah eine geheimnisvolle Medusenstatur.
Diese ist von einer solchen Kunstfertigkeit, dass sie unmöglich aus der Zeit stammen kann, auf die sie aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich zu datieren ist.
Hannah teilt den Fund ihren Geldgebern mit und schon bald ist ein Filmteam von "National Geographic" in der Wüste Afrikas angekommen. Können sie gemeinsam mit Hannah dem Geheimnis der Medusa auf die Spur kommen?
Das Forscherteam dringt bis in den Niger vor, wo es fündig wird: Hannah und Chris, der Klimatologe der Gruppe, entdecken den Ursprung und zugleich das Ende einer uralten Kultur...
Das Buch begeistert durch seine ständigen Wendungen: Jedes Mal, wenn die Geschichte eine bestimmte Richtung eingeschlägt, ändert sich diese plötzlich wieder. Thiemeyer versteht es, den Leser auf diese Weise zu fesseln und ihn tief in die Gefühlswelt der Protagonistin hineinschauen zu lassen.
Sein Werk hat nicht nur einen großen Unterhaltungswert. Der Autor vermittelt auch eine echte Botschaft: Er führt dem Leser vor Augen, was geschehen würde, wenn alle Werte verloren gingen. Er konfrontiert ihn mit den Abgründen menschlichen Denkens, um am Ende doch das Gute siegen zu lassen.
Der Clou: Was in Thiemeyers Geschichte unsagbar Böses und großes Leid verursachen kann, bringt auch Leben und naturelle Vollkommenheit. Es kommt nur auf den richtigen Einsatz an...
"Medusa" ist ein absolut lesenswertes Buch von einem deutschen Schriftsteller, dem eine Chance auf eine erste große Veröffentlichung gegeben wurde. Zu Recht: "Medusa" muss sich vor Konkurrenten aus Übersee auf keinen Fall verstecken!
Fazit: Ein gelungener Roman mit internationalem Potenzial!