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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gutes Lehrbuch für Studenten der klinischen Semester, 21. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Ich entschied mich nach längeren Vergleichen mit anderen Erscheinungen gleichen Genres für dieses Buch. Es erfüllt meines Erachtens nach alles, was das Medizinstudentenherz begehrt: - übersichtliche Gliederung und logische Aufteilung der Kapitel, d.h. daß z.B. dem vorgestellten Erreger ein kleiner Steckbrief mit den wesentlichsten Merkmalen und Besonderheiten vorausgeht; die einzelnen Eigenschaften des Erregers bekommen dann je ein kleines Unterkapitel. - gute Kurzeinleitung in die Kapitel. - am Ende eines Themenbereichs befinden sich immer Kurzzusammenfassungen. - ausführliches Inhaltsverzeichnis und Sachverzeichnis (Stichwortregister). - die meisten (d.h. so ziemlich alle) Bildchen und Diagramme sind übersichtlich gehalten. Moleküle sind Schemazeichnungen, Reaktionsgleichungen kommen natürlich nicht vor. - gut lesbarer Stil, da es wirklich nur wenige Wurmsätze/Schachtelsätze gibt (perfekt wäre es natürlich, wenn es gar keine gäbe...). Es bleibt nun noch zu erwähnen, daß dieses Buch sehr in die Breite und Tiefe geht, jedoch trotzdem schnell zu lesen ist. Die Autoren decken -angefangen bei Immunologie/Infektiologie, über Bakteriologie, Virologie, Mykologie, Parasitologie- alles bis ins Detail ab. Diagnostik und Therapieformen werden ebenfalls behandelt und bilden eine sinnvolle Ergänzung zu den klinischen Bezügen der vorhergehenden Kapitel. Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings, daß dieses Lehrbuch nur 3farbig gestaltet ist (Blau, Grau und Schwarz in unterschiedlichen Sättigungen). Mich stört das nicht, es unterstützt meiner Meinung nach die Übersicht. Alles in Allem halte ich das Lehrbuch für sehr geeignet, ein tiefes Verständnis in dem gesamten Querschnittsbereich Mikrobiologie/Immunologie zu erlangen.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Umfangreiches Buch zu diesem Thema, 1. September 1999
Von Ein Kunde
Zur Mikrobiologie gibt es eine Vielzahl mehr oder weniger guter Bücher. Dieses gehört eher zu der besseren Hälfte und auch zu den umfangreichsten, die sich etwas zielgerichteter mit den Klinischen Auswirkungen von mikrobiellen Infektionskrankheiten beschäftig - kurz mit der mdeizinschen Mikrobio. Es wendet sich - wie man dem Titel bereits entnehmen kann - vorwiegend an Medizinstudenten. Jedoch ist es keinesfalls ein Buch, das nur von solchen verstanden werden kann, weil es vor medizinischen Fachbegriffen nur so wimmelt. Nach einer kurzen Einleitung geht es mit allgemeiner Baktriologie los, woran sich Kapitel zur Beziehung zwischen Mikro- und Makroorganismus (Infektionslehre...), zur allgemeinen Immunologie (Immunmechanismen, B-,T-Zellen, Antigen-Antikörper-Reaktion...) und zur Infektionsdiagnostik anschliessen. Die Spezielle Bakteriologie nimmt - wie in jedem Buch zur Mikrobio - zurecht einen sehr großen Teil des Buches ein. Das Kapitel ist unterteilt nach den verschiedenen Gattungen und Familien von Bakterien. Von Staphylokokken über Pseudomonas bis zu den Borrelien werden sämtliche relevanten Mikroorganismen in ihrer Morphologie, Taxonomie, Vorkommen, Epidemiologie, der klinischen Bedeutung, der Labordiagnostik und den möglichen Ansätzen zur Chemotherapie erläutert. Ein wichtiger Teil ist natürlich auch die Identifizierung und Differenzierung. Es folgen die allgemeine und spezielle Virologie, die Mycologie und Parasitologie. Das Buch ist auch für Nichtmediziner geeignet; z.B. für Lebensmittelchemiker, bei denen die Lebensmittelmikrobiologie ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, nur dass sie sich um die Therapie der Erkrankten nicht kümmern müssen, sondern eher mit der Prävention beschäftigt sind. Also ein passables Buch, das eine recht große Zielgruppe anspricht, und nicht so knapp gehalten ist, wie die meisten Werke zu diesem Gebiet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
sehr ausführliches, anspruchsvoll geschriebenes Buch über die Mikrobiologie, 4. Dezember 2009
Über "Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie" des Springer-Verlags habe ich eine zweigeteilte Meinung. Zum einen möchte ich das Lehrbuch loben: die (in blau geschriebenen) Einleitungsworte, der "Steckbrief" und die Tabellen mit der Kurzübersicht über den jeweils behandelten Erregers am Anfang jedes Unterkapitels sowie die "in Kürze" Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels ermöglichen schnell eine Orientierung über den Krankheitserreger, noch bevor man groß in die Tiefe geht. Auch gefallen mir die Schemazeichnungen sehr gut (meist über Pathogenese oder Lebenszyklus des Erregers), die man auch zahlreich in dem Buch findet. Auch sind viele Bilder über die Krankheitsbilder enthalten. Mein Problem mit dem Buch beginnt, dass ich es in den 7 Wochen, in denen der Kurs "Mikrobiologie und Immunologie" läuft (LMU München), unmöglich durcharbeiten kann. Orientiert man sich nämlich nur an den Kurzzusammenfassungen am Ende des Kapitels, wirken diese nicht immer ganz ausgereift. Denn es kommen dort sehr wichtige Informationen nicht vor (die man sich dann doch in den einzelnen Seiten doch herauslesen muss), z.B. wird bei der Zusammenfassung über M. tuberculosis der Tuberkulinhauttest nicht einmal erwähnt. Oder beim Kapitel "E. coli" wird nur die Symptomatik von Durchfallerkrankungen genannt; dabei verursacht E.coli 80 % aller Harnwegsinfektionenen und andere Erkrankungen. Das Buch ist insgesamt sehr intellektuell geschrieben. Das macht ein zügiges Durcharbeiten manchmal schwer. Zum Beispiel das Kapitel über Pilze. Es werden alle lateinischen Fremdbegriffe genannt, die es zu diesem (recht kleinen) Teilgebiet gibt; dabei hätte ich mir einfach gewünscht, die Autoren würden vermehrt einfache (deutsche) Begriffe verwenden. So habe ich mich anfangs sehr schwer getan, eine Übersicht zu kriegen. Dann zum Kapitel über Antibiotika: da fängt es schon an, dass das Kapitel "Antibiotika" nur die Penicilline abhandelt (!); die weiteren Antibiotika kommen dann einfach mal anschließend. Auch wird nicht darauf hingewiesen, was zu den ß-Lactam-Antibiotika gehört. Neben diesen fehlenden Nomenklatur-Hinweisen (die den Einstieg erleichtern würden), gefällt mir insbesondere dieses Kapitel nicht gut in seiner Gliederung. Andererseits haben mir in dem Buch manche Informationen gefehlt, auf die die Uni, die ich besuche, Wert legt: z.B. hätte das Kapitel Hepatitis-C-Virus ausführlicher ausfallen dürfen (v.a. die Therapie), auch wären mehr Informationen zu den weitverbreiteten Noroviren sinnvoll (werden nicht mal im Sachverzeichnis genannt). Ich sehe durchaus die große Mühe, die hinter diesem Buch steckt! Wenn man sich mit dem Buch vertraut gemacht hat, lernt man es durchaus zu schätzen. Die 3 Sterne gebe ich v.a. deswegen, weil ich das Buch nicht so einsteigerfreundlich bzw. pragmatisch (im sinne von klinisch relevant) empfand, wie ich es mir zu Anfang gewünscht hätte.
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