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Medizin für die Bildung: Ein Weg aus der Krise
 
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Medizin für die Bildung: Ein Weg aus der Krise [Gebundene Ausgabe]

Manfred Spitzer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Medizin für die Bildung" [bietet] reichhaltiges Futter für den eigenen Hippocampus, jenen Gehirnteil mit der Form eines Seepferdchens, der Episoden, Inhalte und Erfahrungen, die in einem positiven emotionalen Kontext gemacht wurden, abspeichert. Durch den gesamten Text des Buches hindurch ist die mitreißende Begeisterung Spitzers für das aufregendste Organ im Körper, das Gehirn, spürbar. Die Presse Bildungsreformen ohne Feldstudien? Einsatz von Lernprozessen, die nicht auf Empirie basieren? In der Medizin wäre dieses Vorgehen unmöglich, im deutschen Bildungswesen dagegen ist es gang und gäbe - kein Wunder, dass es in der Krise steckt. Manfred Spitzer zeigt, was Bildungspolitik von Medizin und Hirnforschung lernen kann. Technology Review Dies ist das bislang vermutlich beste Buch von Professor Dr. Spitzer (...). Es geht um nichts weniger als eine neue Sicht von Bildung: Nicht Leistungsziele und Wissenskanon sind gefragt, sondern die Förderung von Neugier und der Lust am Lernen! Lernen muss Spaß machen. buchwelt.de Manfred Spitzer, Psychiater, Lern- und Hirnforscher in Ulm liefert in seinem jüngsten Buch Medizin für die Bildung eine Reihe von Miniaturen. Zum Beispiel den experimentellen Nachweis, dass Greifen und Begreifen, also Kopf und Hand, zusammenspielen. Die Zeit In einem ist die Lektüre aller Spitzer-Bücher, auch des vorliegenden, immer wertvoll: In der verständlichen Übersetzung aktueller Hirnforschung in die Alltagssprache und der konsequent interdisziplinären  Herangehensweise an das Thema Lernen und Bildung. Kaum jemand sitzt diesbezüglich so nah an der Quelle wie Manfred Spitzer und davon zu profitieren lasse auch ich mir nicht entgehen. systemagazin.de (...) das Buch [ist] ausgesprochen lesenswert für alle, die sich um Professionalisierung im pädagogischen Bereich bemühen. Amtlicher Schulanzeiger Eine außergewöhnlich informationsreiche, sehr fundierte und überzeugende Analyse, zudem anschaulich geschrieben und bei konzentriertem Lesen auch gut verständlich. Ein Muss für Fachleute in Bildung und Politik sowie für interessierte Laien, etwa für Eltern und engagierte Elternvertreter. ekz-Informationsdienst Ein gleichermaßen interessantes wie provozierendes Buch, das die Verantwortlichen in der Politik und im Bildungswesen trotz allem Reformeifer beachten sollten. WAZ Ein interessantes Buch, welches - ohne zu belehren - teils neue Aspekte in die aktuelle Bildugsdiskussion einzubringen vermag - etwa gehrinphysiologische Befunde. Im Sinne des Titels des Buches lassen sich für Päfdagoginnen und/oder politisch Verantwortliche zweifellos Aspekte herauslesen, die - bezogen uaf das jeweilige Alter unserer Schutzbefohlenen - zumindest zum Nachdenken anregen mögen. LehrerIn und Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Was kann die Bildung von der Medizin lernen? – Sehr viel! So die überraschende Antwort dieses Buchs. Denn es gibt für die Bildung ebenso einen Weg aus der Krise wie für den entzündeten Blinddarm: indem man die richtigen Diagnosen stellt und die richtigen Therapien sorgfältig erforscht. Damit unsere Kinder gut durch die Schule kommen,sollten wir nicht auf politische Reformen hoffen, sondern auf das Wissen über Lernen und Lernerfolg setzen. Manfred Spitzer zeigt in diesem Buchbeitrag zur Bildungsdebatte einen Weg aus der Krise: Mit experimenteller pädagogischer Forschung begründet er Rahmenbedingungen für die Gestaltung und Bewertung von Schulleistungen, die psychologische Lern-und Lehrfähigkeiten von Lehrern und Schülern ebenso berücksichtigen wie die ökonomische Machbarkeit.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Würden sich Mediziner ähnlich verhalten wie Pädagogen, müssten wir selbst vor den kleinsten Eingriffen Angst haben. Aber wenn ein Arzt sich gegen neue Erkenntnisse sperrt, sind die Folgen in der Regel sofort spürbar. Im Bildungswesen hingegen zeigen sich Missgriffe, Denkfehler und falsche Diagnosen erst viel später. Doch nur weil unser Gehirn für langfristiges Planen ungeeignet ist, dürfen Lehrende und Politiker daraus noch lange nicht ableiten, das vorhandene Wissen über die Funktionsweise des Gehirns sei bedeutungslos. Aber genau diese Haltung ist noch immer so verbreitet, dass sich der bekannte Mediziner, Neurowissenschaftler und Lernforscher Manfred Spitzer so aufregt.

Obwohl in diesem Buch viele neue empirische Studien aufgenommen sind, ist das Wesentliche bereits bekannt. Aber als Neurowissenschaftler weiss Manfred Spitzer sehr wohl, dass sich menschliche Verhaltensmuster nicht so schnell ändern. Schon gar nicht durch gute Ratschläge. Aber wenn die Botschaft genügend wiederholt wird und der Leidensdruck steigt, dringt das Dämmerlicht vielleicht auch in die Räume pädagogischer Hochschulen und Bildungsministerien.

Indem Manfred Spitzer bildungspolitische Reizworte durch wissenschaftliche Begriffe ersetzt, entkrampft er endlose Diskussionen um Disziplin, Schulklima, Intelligenz, Chancengleichheit, Leistungskontrollen, Mediengebrauch und soziale Lernräume. Unverbesserliche Ideologen werden zwar immer einen Weg finden, falsche Theorie zu verteidigen. Aber Neurowissenschaftler und Lernforscher wie Manfred Spitzer machen es Ihnen schwer, wirre Glaubenskonstrukte empirisch legitimieren zu können. Natürlich wird man die Lehrer auch in Zukunft nicht in einen Kernspintomographen schieben, um deren Begeisterung für ihren Beruf zu messen. Aber Beurteiler können sich immerhin auf die Wissenschaft berufen, wenn sie die Meinung vertreten, ein Lehrer müsse brennen, wenn er die Schüler erreichen will. Denn was die persönliche Ausstrahlung eines Menschen vermag, lässt sich tatsächlich mit ausgeklügelten Experimenten nachweisen.

Geordnet in 15 Kapitel legt Manfred Spitzer verständlich und anschaulich dar, was renommierte Neurowissenschaftler heute über das Lernen wissen. Doch bevor der Autor seine Leser ins Reich des Gehirns einführt, spricht er ihnen ins Gewissen. Weniger aus Streitlust, sondern weil Manfred Spitzer die Lage im Bildungssektor dramatischer einschätzt als Schönwetterpropheten und sich zur Wahl stellende Politiker oder Bildungsfunktionäre. Kritikresistente und 'empfindliche Leser mögen sich eventuell an der Vehemenz stören, mit der Manfred Spitzer seine Beobachtungen und Thesen vorträgt. Aber offenbar machte er mit gutem Zureden die gleiche Erfahrung wie ich. Wenn die Neugier und die Lust am Lernen fehlen, ist Klartext angesagt. Wer nur hören will, woran er bereits glaubt, muss andere Bücher lesen.

Mein Fazit: Manfred Spitzer unternimmt einen weiteren Versuch, empirisch geprüfte Erkenntnisse in die Bildungslandschaft zu tragen. Hatte ich bei seinem früheren Rundumschlag gegen elektronische Medien noch Vorbehalte, teile ich seine Meinungen in diesem Buch vollumfänglich. Wer wissen möchte, was neue Wissenschaftsdisziplinen zur Bildung und zum Lernen zu sagen haben, soll Spitzers neues Buch lesen. Und danach seine bisherigen Vorstellungen und Verhaltensweisen überprüfen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Ideen 11. Februar 2011
Es klingt verwegen, was auf dem Umschlag des Buchs Medizin für die Bildung" steht: Was kann die Bildung von der Medizin lernen ? ... Damit unsere Kinder gut durch die Schule kommen, sollten wir nicht auf politische Reformen hoffen, sondern auf das Wissen über Lernen und Lernerfolg setzen ... In diesem provozierenden und zugleich ermutigenden Buch geht es um nichts weniger als eine neue Sicht von Bildung. Nicht Leistungsziele und Wissenskanons sind gefragt, sondern die Förderung von Neugier und der Lust am Lernen."
Mit einer lebendigen Bildersprache formuliert der Psychiater Manfred Spitzer, was er sich im deutschen Bildungssystem wünscht. Nach der Beschreibung verschiedener Pflanzen schreibt er: Für Pflanzen gibt es keine beste Umgebung, denn diese hängt ganz von den genetisch festgelegten Eigenschaften der Pflanze ab. Ganz entsprechend sind auch Menschen verschieden, auch Schüler." Deshalb spricht er sich ganz deutlich für Heterogenität und Individualität im deutschen Bildungswesen aus. Wer gut unterrichte, der fördere jeden nach dessen Begabungen und Möglichkeiten und bewirke, dass aus unterschiedlichen Potentialen auch wirkliche Unterschiede würden. Spitzer spricht aber auch einige Warnungen aus, wie zum Abschluss: Ein System, das die Menschen gängelt, das Lehrende und Lernende als Befehlsempfänger begreift, das Zwang ausübt statt Freiheit gewährt, das Reformen von oben diktiert, statt sie von unten zuzulassen, bringt keine kreativen, selbstbewussten, kritischen, motivierten und zeitlebens bildungshungrigen wie bildungsfähigen Menschen hervor, sondern Rädchen in grossen Getrieben, Büro-und Technokraten, Unselbständigkeit und Unfähigkeit zur Verantwortungsübernahme, und Angst vor Veränderung statt Aufgeschlossenheit für Neues."
Als Neurowissenschaftler und Lernforscher beschäftigt sich Spitzer mit vielen Fragen um die Bildung. Er thematisiert die Motivation und Neugier genauso wie Emotionen und Persönlichkeitsbildung. Er diskutiert Selbstbild und Leistungsbereitschaft. Dem Leser verlangt er Konzentration und Aufmerksamkeit, aber auch die Freude an wissenschaftlichem Denken ab. Wer sich darauf einlässt, für denjenigen ist die Lektüre des Buchs Medizin für die Bildung" ein grosser Gewinn.
Für die Lehrer wünscht sich Spitzer nicht nur, dass sie ihren Beruf begeistert wahrnehmen. Spitzer schlägt beispielsweise vor, dass regelmässige Unterrichtsbesuche an Schulen der Normalfall werden. Es dürfe nicht um Kontrolle, sondern um Unterstützung gehen. In diesem Kontext zeigt er Analogien zum medizinischen Beruf zwischen Assistenz-und Oberarzt: Dieses in der Medizin längst übliche Arrangement sollte auch an Schulen zur Regel werden. Nur so kann sich eine Kultur der Diskussion über eigene Erfahrungen, eine erfolgreiche Weitergabe dessen, was funktioniert und damit eine konstruktive kritische Atmosphäre bei der Reflexion des Verhaltens des Lernenden einstellen. Ganz nebenbei sorgen die jungen Lehrer für die Aktualisierung des Wissens ihrer älteren Kollegen, halten sie mit ihren Fragen und Problemen auf Trab."
Es ist nicht nur die dialektische Grundhaltung, mit der das deutsche Bildungssystem positive Impulse erhalten könnte und die der Psychiater Manfred Spitzer vorschlägt. Es sind viele Ideen aus der Feder des Mediziners aus Ulm, die in deutsche Amtsstuben, Schulen und Elternhäuser gehören. Die Verantwortung ist viel zu gross, die für die Jungen der Gesellschaft getragen werden muss.
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Von Oliver Völckers TOP 500 REZENSENT
Der bekannte Mediziner und Lernexperte Manfred Spitzer versucht in diesem Buch, Methoden der Mediziner auf das Bildungssystem zu übertragen.

Wie gewohnt schreibt Spitzer verständlich und lebendig. Seine kreative, assoziative Herangehensweise führt dazu, dass er viele Themen anreißt und nur flüchtig diskutiert. Da er versucht, wissenschaftlich und nicht ideologisch an das Thema Bildung heranzugehen, ist er politisch beinahe naiv. Dazu ein paar Beispiele:

Prof. Spitzer fragt zu Recht, ob die eindrucksvollen finnischen Pisa-Testergebnisse damit zusammenhängen, dass diese Tests den finnischen Schultests sehr ähnlich sind. Andererseits behauptet er, dass die bayerischen Schulen den übrigen bundesdeutschen überlegen seien, ohne das zu begründen. Hier wäre die gleiche Frage zu stellen, ob die nichtbayerischen Schulen sich an anderen Kriterien orientieren, etwa Sozialverhalten stärker gewichten.

Überzeugend erklärt der Autor, dass die verkürzte Gymnasialzeit (G8) ein Fehler sei, der von Finanzministern und nicht von Bildungsexperten gemacht worden sei und nicht einmal Geld spare. Wenn dies so ist, warum wird dieser Fehler dann nicht korrigiert? Lehrer, Schüler und Eltern wären dankbar.

Später erklärt Spitzer, wie wichtig es sei, dass Schulen gut ausgestattet seien. Begeistert zitiert er die Bildungsministerin Annette Schavan, dass jede Schule so schön sein solle wie die Filiale einer Bank (S. 248). Ja, warum sind sie es denn nicht? Was hindert die Bildungsministerin, ihren Worten Taten folgen zunlassen? Diese Frage wäre hier die entscheidende.

Auch wenn, wie daran zu erkennen ist, Manfred Spitzer politisch schwach argumentiert, bringt er in diesem Buch trotzdem viele für das bürokratische deutsche Bildungssystem geradezu revolutionäre Ideen. Er regt in Analogie zur evidenzbasierten Medizin eine evidenzbasierte Pädagogik an (S. 229). Kindergärten sollten eine höhere Priorität bekommen. Die Lehrerausbildung sollte praxisnäher werden und Lehrer sollten im Unterricht mehr zusammenarbeiten.

Das sind viele gute Anregungen, die für jeden lehrreich sein dürften, der mit Bildung zu tun hat. Für Spitzer-Fans ein Muss. Wer dieses Buch gelesen hat, interessiert sich vielleicht auch für eine weitergehende Kritik des Bildungssystems in Sabine Czernys Was wir unseren Kindern in der Schule antun: ...und wie wir das ändern können.
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