48 Minuten Spielzeit bei zwei Tracks zu je 24 Minuten: Das macht neugierig, verspricht es doch mal eine (bzw. zwei) richtig lange Entspannungsübung zu werden, die sich Zeit lässt.
Der erste Eindruck ist gut: Die Aufnahme ist hervorragend, der Sprecher ein guter Redner, der sich ohne Akzent oder Nuscheln zu artikulieren vermag.
Über Musik kann man sich streiten: mir kam bei der Hintergrundmusik der ersten 24 Minuten immer wieder das Bild der Indios in den Kopf, die im Sommer an jeder Straßenecke zu finden sind, und deren Panflötengedudel, von dem es manchmal kein Entkommen zu geben scheint.
Dennoch vermag es "Tiefenentspannung A" dem geneigten Hörer 24 recht erholsame Minuten zu bescheren.
Vorbei ist aber mit dem wohligen Gefühl, wenn nach 25 Minuten der Ärger aufkeimt.
"Tiefenentspannung B" ist EXAKT das Gleiche wie (A). Einzig und allein die Hintergrundmusik ist eine Andere und beim Mittelteil der "Übung" wird dann einfach die Stimme ausgeblendet, man kann also 10 Minuten lang nur der Musik lauschen, die zum Glück etwas besser geraten ist als bei den ersten 24 Minuten.
Unterm Strich bleiben also nur 24 statt 48 Minuten, eine statt zwei Tiefenentspannungen.
Der Fade Nachgeschmack, daß da die schnelle Mark - der schnelle Euro - gemacht werden will überwiegt dann leider und ist nachhaltiger als das Gefühl meditativer Entspannung.