Frank Hartmann plädiert in seiner jüngsten Publikation für eine medientheoretische Grundlegung von Kulturwissenschaft und greift hierfür das "Projekt" der Mediologie auf. Mediologie, eine Wissenschaftsdisziplin in Gründung, charakterisiert sich durch ein sehr komplexes Analyseverfahren und definiert sich als ein wissenschaftlicher Ansatz, welcher Probleme der Übermittlung in der Kultur behandelt.
Frank Hartmann legt jedoch nicht nur ein grundsätzliches Buch über Mediologie vor. Nein, seine Publikation selbst ist bereits eine mediologische Studie. Präsentiert werden verschiedene Essays in denen eine nomadische Suchbewegung erkennbar ist. Der Autor begibt sich dabei zielstrebig auf eine Forschungsreise, welche in einem beachtlichen Input zu Medientheorie, zu Bildwissenschaft, zur Philosophie digitaler Medien, zur Wissensgesellschaft und zur Mediologie selbst mündet.
Hartmanns Mediologie beschränkt sich nicht auf eine Kritik historischer (medientheoretischer) Positionen. Hartmann der Mediologe, der Philosoph, der Soziologe, greift viele Fragen auf und zeigt in welche Richtung die zukünftige medientheoretische Debatte innerhalb der Kultur- und Geisteswissensschaften gehen kann. Somit ist Frank Hartmanns Buch eine ernstzunehmende Alternative für all jene die gerne "über den Tellerrand" hinwegschauen.
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