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4.0 von 5 Sternen
transparenter Suchprozess, 8. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Mediologie: Ansätze einer Medientheorie der Kulturwissenschaften (Taschenbuch)
Der Autor unterteilt sein Buch in fünf Kernkapitel. Zu Beginn kritisiert er, dass die Medientechnik in ihrer kulturellen Relevanz bisher keinen ernsthaften Platz in der Medientheorie einnimmt. Er skizziert das Gewebe aus Technik, Information und Kommunikation sowie den Übergang von der Schrift auf die Algorithmik. Kommunikative Prozesse in unserer Kultur werden zunehmend durch Berechenbarkeit bestimmt, was auf neue Transformationssysteme führt. Die sich verändernden Bedingungen der Wissensaneignung werden schließlich in ihrer Funktion für die Kulturwissenschaften und die Geisteswissenschaften diskutiert.
Der Autor beschreitet neue Pfade, wobei er zum Glück nur in wenigen Momenten mäandert. Insgesamt ist sein Suchprozess jedoch erfreulich transparent.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine ernstzunehmende Alternative, 3. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mediologie: Ansätze einer Medientheorie der Kulturwissenschaften (Taschenbuch)
Frank Hartmann plädiert in seiner jüngsten Publikation für eine medientheoretische Grundlegung von Kulturwissenschaft und greift hierfür das "Projekt" der Mediologie auf. Mediologie, eine Wissenschaftsdisziplin in Gründung, charakterisiert sich durch ein sehr komplexes Analyseverfahren und definiert sich als ein wissenschaftlicher Ansatz, welcher Probleme der Übermittlung in der Kultur behandelt.
Frank Hartmann legt jedoch nicht nur ein grundsätzliches Buch über Mediologie vor. Nein, seine Publikation selbst ist bereits eine mediologische Studie. Präsentiert werden verschiedene Essays in denen eine nomadische Suchbewegung erkennbar ist. Der Autor begibt sich dabei zielstrebig auf eine Forschungsreise, welche in einem beachtlichen Input zu Medientheorie, zu Bildwissenschaft, zur Philosophie digitaler Medien, zur Wissensgesellschaft und zur Mediologie selbst mündet.
Hartmanns Mediologie beschränkt sich nicht auf eine Kritik historischer (medientheoretischer) Positionen. Hartmann der Mediologe, der Philosoph, der Soziologe, greift viele Fragen auf und zeigt in welche Richtung die zukünftige medientheoretische Debatte innerhalb der Kultur- und Geisteswissensschaften gehen kann. Somit ist Frank Hartmanns Buch eine ernstzunehmende Alternative für all jene die gerne "über den Tellerrand" hinwegschauen.
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