oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien.
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien. [Broschiert]

Thomas Meyer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 10,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Allen, die tatsächlich noch glauben, die Tagesschau sei das Hochamt der Bürgeraufklärung und Sabine Christiansen die hohe Schule demokratischer Willensbildung, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Selten wird man eine überzeugendere und klarere Darstellung der unseligen Verflechtungen und Interessensallianzen von Medien und Politik finden als in Thomas Meyers Mediokratie. Der Politologe von der Universität Dortmund verfällt jedoch in seiner ernüchternden Untersuchung über die Kolonisierung der Politik durch die Medien keineswegs in das beliebte Format der Medienschelte. Immer nüchtern und prägnant formuliert, verfolgt Meyer die rasante Verwandlung der Parteiendemokratie in eine Mediendemokratie, eine Entwicklung, an der die Politik nicht so unschuldig ist, wie sie gern der Öffentlichkeit gegenüber in Anspruch nimmt.

Im Gegenteil, nach der Lektüre von Meyers Ausführungen über Mediokrität und Infantilisierung, über parasitäre Publizität und die Theatralisierung der Politik, begreift man, warum bestimmte Politiker ihre eigene mediale Inszenierung mit allen Kräften und Mitteln betreiben, zu Dauergästen in Talkshows avancieren, als Kandidaten an Wettsendungen teilnehmen und sich sogar von Big Brother in den Container sperren lassen. Die Medien sind aber nicht nur der Resonanzraum für die Beförderung persönlicher Karrieren und die unendliche Fortsetzung des Wahlkampfes. Viel einschneidender ist nach Meyer der Ersatz einer sachorientierten durch eine durch und durch medienorientierte Politik, deren Entscheidungen sich nicht mehr nach dem Bedarf an Klärung und Auseinandersetzung richten, sondern mediengerecht aufbereitet und notfalls korrigiert werden.

Das Prinzip der Bürgerbeteiligung bleibt dabei ebenso auf der Strecke (wenn man mal von den Rundfunkgebühren absieht) wie die ursprüngliche Funktion der Parteien in der Demokratie. In der Mediokratie zählen statt Parteien nur noch Personen, Parteiprogramme werden durch Inszenierungen ersetzt, und was dem Zuschauer als heftige Auseinandersetzung aufgetischt wird, entpuppt sich als kalkulierte Scheindebatte. Wahrlich trübe Aussichten, wie Meyer zugibt, besonders weil der Einfluss des Mediensystems auf die politische Kultur weit größer ist als umgekehrt, doch kein Grund, in Zynismus oder Politikmüdigkeit zu verfallen. Meyers Buch schließt daher mit einem Ausblick auf die Chancen der Mediendemokratie, die sich vor der Herrschaft der Medien und mediokrer Politik mit der Aufwertung der Angemessenheit als Richtwert politischer Inszenierungen zur Wehr setzt. Bis diese Überzeugung sich allerdings auch bei den Christiansen-Gästen durchgesetzt hat, gehört dieses Buch neben jeden Fernseher. --Peter Schneck

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 01.10.2001
Der Rezensent Richard Meng findet den Titel des Buches 'Mediokratie' klug gewählt. Er versinnbildliche bereits die Tendenz dieses Buches, insofern es die "Hauptschurken" bei den Medien ausmache. Der Autor springe in seiner Absicht aber immer ein wenig zwischen "vernichtendem Befund und einem Rest an Zweckoptimismus", der an einen Qualitätsmaßstab jenseits von Auflagenzahlen und Einschaltquoten glaube. Die wesentliche Diagnose, die das Buch stelle, sei die, dass die 'politische Öffentlichkeit tatsächlich zum Spiegelkabinett werde, in dem sich beide Politik und Medien, immer nur selber wiedererkennen und dabei die wirkliche Welt aus den Augen verlieren', so zitiert Meng den Autor. Resümierend befindet Meng aber, dass der Autor den "altbekannten Selbsttrost kritischer Journalisten" wiederhole, man könne nicht am Publikumsinteresse vorbei produzieren.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Das Machtdreieck von Gesellschaft, Parteien und Staat wird so durch das neue Machtdreieck Spitzenakteure - Medien - populistische Strategien ersetzt. Meyer geht in dem Buch daher der Frage nach, ob die Mediendemokratie auf lange Sicht zur Herrschaft der Oberflächenlogik von Ereignismanagement und Darstellungseffekten führt oder doch ein anspruchsvolleres Verständnis von politischer Kommunikation entwickelt.

Über den Autor

Thomas Meyer wurde 1950 in Basel geboren. Nach dem Humanistischen Gymnasium Studium von Philosophie, Germanistik und Anglistik. Später Waldorflehrerausbildung und Unterrichtstätigkeit. Ab 1985 freie Publizistik und Herausgabe des Nachlasses von W. J. Stein. Mitarbeit im Basler Troxler-Institut. 1990 Gründung des Perseus Verlages.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de