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Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen. Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur.
 
 
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Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen. Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur. [Taschenbuch]

Roland Seim
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen. Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur. + """Ab 18"" - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Zensur in der deutschen Kulturgeschichte": 'Ab 18' - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele ... Deutschland. "Der dritte Grad": BD 1 + "Der kommentierte Bildband zu "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Zensur in der deutschen Kulturgeschichte: Zensur in der deutschen Kulturgeschichte. Der kommentierte Bildband: BD 2
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 557 Seiten
  • Verlag: Telos Verlag; Auflage: 6. Aufl. 2008 (November 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933060001
  • ISBN-13: 978-3933060006
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,9 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 468.956 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Roland Seim
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zensur erscheint uns entweder als ein typisches Zeichen für Diktaturen oder für längst vergangene Epochen. Aber auch in einem freiheitlichen Rechtsstaat werden die Mittel der Zensur als notwendig erachtet, auch wenn sie anders genannt werden. Daß es zwischen der unrechtmäßigen Unterdrückung von Medienprodukten und dem legalen Verbot von zurecht strafbaren Inhalten wie Kinderpornographie auch in Deutschland kompliziert gestaffelte Grauzonen gibt, soll diese umfassende Untersuchung des Soziologen und Kunsthistorikers Roland Seim belegen. Im ersten Teil wird die Geschichte der Zensur ebenso berücksichtigt, wie die Frage nach der menschlichen Faszination an Sex und Gewalt; die Lust, die jeweils verbotenen Grenzen zu überschreiten, gestellt. Außerdem werden die wichtigsten Rechtsgrundlagen und Kontrollinstitutionen dargelegt. Der zweite Teil ist den verschiedenen Sparten der Populärkultur gewidmet, aus denen exemplarische Zensurfälle dokumentiert und analysiert werden. Vom "Gutenberg-Universum" bis zum "Cyberspace" – stets waren es die jeweils neuesten Medien, von denen die Zensoren eine besondere Gefährdung für Jugend und Gesellschaft befürchteten. Eingriffe in Film, Literatur, Kunst, Musik, Comic, Internet und andere Medien werden anhand exemplarischer Fallbeispiele vorgestellt. Ein Vergleich mit den Zensurpraktiken in anderen Ländern Europas und den USA rundet die Studie ab.

Über den Autor

Der Autor: * 11.7.1965 in Münster; Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie in Münster und Berlin; Januar 1993 Magisterexamen in Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Jürg Meyer zur Capellen (Thema: "Die Darstellung von Eros und Thanatos im Frühwerk von Alfred Kubin"); Juli 1997 Promotion zum Dr. phil. in Soziologie mit dieser Studie. Fortbildung zum Online-Redakteur, Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Universität Münster, Autor und Verleger. Das Buch: Die Dissertation des u.a. durch seine Veröffentlichungen "Ab 18" (mit Dr. Josef Spiegel) und "Comic: zensiert" (mit Achim Schnurrer) bereits als Zensurforscher bekannt gewordenen Autors, wurde von Prof. Dr. Horst Herrmann betreut und erhielt von der Universität Münster das Prädikat "magna cum laude". Für die Drucklegung wurde es aktualisiert und um den Abbildungsteil ergänzt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch ist die Doktorarbeit des Autors Roland Seim. Er hat damit '97 zum Dr. phil. in Soziologie promoviert - und lieferte mit seiner Arbeit nicht nur interessante Lektüre für die Professoren. Die Studie, die sowohl auf Zensur in der Geschichte, als auch in den verschiedensten Bereichen heutzutage eingeht, vernmitelt nicht nur zahlreiche interessante Fakten, sondern wirft auch Fragen um die Rechtmäßigkeit von Zensur auf. Natürlich sind die 450 Seiten Text nicht ganz einfach zu lesen - dafür liefert das Buch allerdings auch eine ganze Menge wichtige Einblicke in die rechtlichen Grundlagen und zeigt aktuelle Fälle von Zensur auf. Dazu gibt es noch einige veranschaulichende Abbildungen und ein großes Litaraturverzeichnis. Alles in allem kein Buch zur alltäglichen Unterhaltung - aber für alle, die sich mit dem Thema "Zensur" beschäftigen Pflichtlektüre.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Standardwerk zum Thema Zensur 29. November 2004
Format:Taschenbuch
"Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" ist eins der umfangreichsten Bücher zu dem Thema Zensur in Deutschland. Massige 556 Seiten stark. Und das schlägt sich auch in dem Informationsgehalt nieder.
Wer etwas rund um das Thema Zensur wissen möchte, findet es in diesem Buch. Roland Seim lässt nichts aus. Vorgestellt werden sämtliche dazu gehörenden Paragrafen, die Institutionen. Seim geht auf Gründe von Zensur ein, deren Geschichte und sämtliche Ausprägungen von Zensur. Im Prinzip kann man das Buch als Standardwerk zum Thema bezeichnen. Wer sich halbwegs damit beschäftigt, wird an diesem Werk nicht vorbeikommen.

Deutsche Zensurpraxis - denn auch in dem freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland wird Zensur als notwendig erachtet - wird in all seinen albernen Ausprägungen vorgestellt und analysiert. Da wir jeder Problembereich angerissen: Film, Comic, Buch, Computerspiel, ...
Es wird aber auch darauf eingegangen, wann Zensur sinnvoll sein kann. Das Verbot von Kinderpornographie und die Probleme des Neo-Faschismus sind solche Felder. Nie wird das Buch Seims auch nur ein wenig polemisch oder machte es sich leicht.

"Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" ist wahrlich nicht gerade billig. Rund 30 Euro. Aber es ist sicherlich auch kein Buch, dass Massenauflagen erleben wird. Der Normalbürger interessiert sich nur äußerst wenig für dieses Thema. Auch eine erschreckende Erkenntnis aus diesem rundum gelungenen Buch.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Über Zensur läßt sich vieles schreiben...

Über Zensur läßt sich auch schnell unsachlich und polemisch schreiben...

Aber über Zensur läßt sich auch wissenschaftlich akribisch, präzise und objektiv schreiben. Das zumindest beweist das vorliegende Buch von Dr. Roland Seim auf eindrucksvolle Art und Weise.

Der anerkannte Soziologe und Kunsthistoriker, dessen Buch "Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" zugleich seine Dissertation darstellt, konnte sich als "Zensurforscher" profilieren und gilt seitdem als eine der Autoritäten auf diesem Gebiet.

Die mit "magna cum laude" bewertete Dissertation beginnt zunächst mit einer allgemeinen Einleitung, gefolgt von einer Darstellung der relevanten soziologischen Begrifflichkeiten wie "Macht", "Herrschaft" und eben "Zensur".

Nach einem historischen Abriß und der Darstellung der rechtlichen Ebene, also insbesondere der Gesetze, die dem Staat die Legitimation zu repressiven Maßnahmen wie z.B. Totalverboten verleihen, werden die in Deutschland anzutreffenden Institutionen vorgestellt, die (oft gerne als "Sittenwächter" tituliert) über die Medien wachen und eine Kontrolle ausüben, die zwar nicht den klassischen Zensurbegriff erfüllt, aber faktisch dennoch eine vergleichbare Form darstellt. Interessant ist in diesem Zusammenhang besonders die Vollständigkeit der Aufzählung. Neben den verhältnismäßig berühmten/berüchtigten Behörden wie der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften existieren noch weitere Einrichtungen, die nicht nur einen weitaus geringeren Bekanntheitsgrad besitzen, sondern durch den Einsatz ihrer besonderen Instrumente oft auch weit subtiler und somit "unerkannter" vorgehen als es z.B. ein Gericht durch den Erlaß einer umstrittenen und extremen Maßnahme wie einer Beschlagnahmung machen kann. Das Buch betrachtet auch diese Methoden sehr kritisch und diskutiert dabei auch die Frage, inwieweit eine indirekte Beeinflussung der Herausgeber bestimmter Medienobjekte als Zensur anzusehen ist.

Gut die Hälfte des Buches widmet sich dann der konkreten Fallebene. Es werden Beispiele aus sämtlichen Bereichen der deutschen Kultur(geschichte) gebracht, die teils amüsieren und teils schockieren. Es wird dabei nicht versäumt, auch durchaus kritische Themen anzuschneiden, bei denen bestimmte Formen der Zensur durchaus angebracht erscheinen. Das eine absolute Freiheit der Medien nicht wünschenswert ist, darüber besteht kein Zweifel. Es ist aber dennoch nicht einfach, eine klare Abgrenzung vornehmen zu können. Die Strafbarkeit von Kinderpornographie ist unstrittig, aber wie sieht es mit rechts- oder linksextremen Schriften aus? Wo endet die politische Meinungsfreiheit und wo beginnt die Straffälligkeit?

Abgerundet wird das sehr umfangreiche Werk dann durch eine kurze Schilderung der Zensurpraktiken in anderen Ländern. So ähnlich sich die demokratischen Industrienationen in vielerlei Beziehung auch sein mögen, so unterschiedlich sind oft die Auffassungen über das, was dem "Normalbürger" zugemutet werden kann und was nicht.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß der Autor es verstanden hat, ein neues Standardwerk über die Medienzensur in Deutschland zu schreiben. Mit bewundernswerter Fach- und Sachkenntnis wurde ein Aspekt der deutschen Kultur durchleuchtet, der sich als erstaunlich diffus und nahezu allgegenwärtig herausstellt. Das Buch vermittelt dem Leser dabei nie den Eindruck, es wolle ihn beeinflussen oder in eine bestimmte Denkweise drängen. Es dient vielmehr als Lehrbuch, indem es dem Leser die Informationen liefert, die er benötigt, um sich selber eine eigene fundierte Meinung bilden zu können, ohne dafür auf die mitunter sehr einseitige Berichterstattung der Massenmedien Fernsehen und Boulevardpresse zurückgreifen zu müssen.

Es sei abschließend noch erwähnt, daß das Buch stellenweise keine "leicht verdauliche" Kost darstellt. Aufgrund des Umfangs und des wissenschaftlichen Schreibstils sollte man schon ein tiefgreifenderes Interesse an dem Thema haben und den Willen mitbringen, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Wer diesen Anspruch allerdings erfüllt, wird sich einem Werk konfrontiert sehen, das man als "Zensurbibel" schätzen lernen wird und das trotz des wissenschaftlichen Hintergrunds äußerst flüssig und angenehm zu lesen ist.

Um es in Anlehnung an einen bekannten Spielfilm zu summieren: "Was Sie schon immer über Zensur wissen wollten, aber sich bisher nie zu fragen trauten?" - Hier finden Sie es, garantiert!

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