16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grosser Abenteuer-Geschichtsroman, 11. Juni 2005
Dieser vor etwa 20 Jahren veröffentlichte Roman traf damals den Nerv der Zeit. Es war einer der ersten historischen Romane, der sich mit einer fiktiven Person in der realen Geschichte so intensiv auseinandersetzte.
Dies ist die Geschichte des Waisenjungen Rob Cole, der sich aus seiner Heimat England und nach einigen Jahren der Erziehung zum Bader auf eine große Reise begibt, quer durch Europa und über den Balkan, in den fernen Orient, wo er in Isfahan auf den berühmten Ibn Sina, auch bekannt als Avicenna (der historisch ist) treffen möchte, um bei diesem Medizin zu studieren und zum Medicus ausgebildet zu werden. Auf seiner Reise begegnen ihm viele interessante Menschen, ferner muss er sich als Jude verkleiden und als ein solcher zu leben lernen, um im Osten Medizin studieren zu dürfen, er muss Parsi lernen und die fremden Gebräuche begreifen. Natürlich gibt es dann auch eine Frau, die ihn erobern wird, und gute Freunde, einen Schah, eine Verschwörung, die Pest, große Bewährungen, Mut und Abenteuer.
Der Roman ist ein großes, hervorragend recherchiertes Zeitbild der Jahre 1000-1100.
Sehr gut an dem Buch gefallen hat mir die exzellente detaillierte Beschreibung der Länder, der Gebräuche, Sitten und des Aussehens der Straßen, Kleider und Menschen, die Dialoge mit Ibn Sina und auch die gute Beschreibung zarter Bande von treuer Freundschaft und wild lärmender menschlicher Verbindungen, die schnell wieder gebrochen werden.
Nicht so gut fand ich an dem Buch - aber das ist ein Detail - dass der Autor manchmal zu nah an die agierenden Personen herangeht. Man hat gelernt, Rob, seine Frau, die Freunde, zu schätzen - wenn der Autor dann in intimsten Momenten sehr nah und detailliert und ausführlichst, wie sonst auch, beschreibt, was sich in Leidenschaft, Trauer, Begehren, Abscheu in den Charakteren abspielt, dann fühlte ich mich manchmal als Voyeur und hätte den Charakteren gerne mehr Raum für sich gegönnt. Ein vielleicht unwesentliches Detail, dennoch finde ich, dass es gerade den Stil und die Kunst eines Autors ausmacht, sich nicht zu früh, aber auch nicht zu spät von seinen Charakteren zurückzuziehen. Sonst wird das Buch schnell zu einem kommerziellen Sex and Crime-Buch. Das aber ist der "Medicus" dann doch nicht: bis auf mein kleines Detail empfinde ich das Buch als einen hervorragenden historischen Roman, unglaublich spannend, lehrreich und mitreissend, eine lesenswerte Geschichte.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!!!, 14. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Als erstes einmal eine Anmerkung: WENN ES MÖGLICH WÄRE, WÜRDE DIESES BUCH VON MIR SECHS BIS SIEBEN STERNE BEKOMMEN!!!! Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen und schlafen gehen. Ich habe bis früh um fünf gelesen, bis ich nur noch etwa 100 Seiten vom Ende entfernt war. Dann musste ich mir aber doch LEIDER noch etwas Schlaf holen, bevor am nächsten Morgen die Arbeit wieder anfing. Ich konnte das Ende kaum abwarten. Dafür wurde ich aber belohnt mit einem Buchende, welches meine immer mehr gesteigerten Erwartungen noch bei weitem übertroffen hat. Der Medikus ist von Anfang bis Ende spannend und sehr gut lesbar; im Gegenteil zu den Nachfolgeromanen der Familie Cole, die nach dem Medikus sehr enttäuschend sind. Noah Gordon hat sich und den Lesern keinen Gefallen getan, als er beschloss, noch zwei Fortsetzungen zum Medikus zu schreiben. Also, dieses Buch auf alle Fälle lesen, aber Hände weg vom Schamanen und den Erben des Medikus; diese können das Lesevergnügen nur schmälern.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch ist atemberaubend, 4. Juli 2009
Als ich den Medicus beendet habe war ich richtig traurig. Sowas geschieht nicht bei vielen Büchern. Die Story, die Erzählform ist wirklich toll. Ich bin von diesem Buch total begeistert. Es gehört von nun an zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Geschmäcker sind zwar verschieden doch diesem Buch ein schlechtes Urteil zu geben grenzt schon fast an Blasphemie. Nun denn, ich kann dieses Buch nur herzlichst weiterempfehlen. Selten hatte ich so viel Spass wie mit diesem Roman.
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