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Medici - Der Kreuzritter
 
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Medici - Der Kreuzritter

Christo Jivkov , Sergio Grammatico , Ermanno Olmi    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Christo Jivkov, Sergio Grammatico, Dimitar Ratchkov, Desislava Tenekedjieva, Sandra Ceccarelli
  • Regisseur(e): Ermanno Olmi
  • Komponist: Fabio Vacchi
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. November 2009
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002Q8RY62
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.052 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

MediciAnno Domini, 1526. Eine Zeit des Umbruchs breitet sich in rasender Geschwindigkeit in Europa aus. Nur wenige Jahrzehnte zuvor wurde ein neuer Kontinent entdeckt und der Buchdruck mit beweglichen Lettern von Johannes Gutenberg entwickelt. Und eben diese Erfindung gibt einer neuen Strömung in der abendländischen Religionsgemeinschaft einen nicht unerheblichen Antrieb. Erst vor wenigen Jahren hat ein wittenbergischer Augustinermönch 95 Thesen über den kontroversen Ablasshandel veröffentlicht und somit der Kurie die Stirn geboten, sein Name: Martin Luther.

Dank des Buchdrucks verbreiten sich diese Thesen in Windeseile, beginnt sich die Christenheit in verfeindete Lager zu spalten und gießt im seit Jahrhunderten schwelenden Machtkampf zwischen dem deutschen Kaiser und dem Papst zusätzlich Öl ins Feuer. So sendet Karl der V, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation seine Armee gen Italien, um Druck auf den mit Frankreich verbündeten Vatikan auszuüben. Eiligst lässt Papst Clemens VII ein Heer aufstellen unter dem Oberbefehl General de Roveres. Ihm zur Seite steht der schon zu Lebzeiten als legendärer Kriegsherr gefeierte Giovanni di Medici. Als unerschrockener Anführer der Schwarzen Bande steht er in Hoher Gunst bei den hohen Herren, als genialer Stratege und begabter Fechter ist er bei seinen Feinden gefürchtet. Aber die Zeit der mittelalterlichen gerüsteten Ritter neigt sich dem Ende entgegen, denn der Feind führt mit der Feldschlange einen Waffentyp ins Feld, der die Militärgeschichte für alle Zeit verändern soll.

Giovanni di Medici gilt noch heute als einer der Nationalhelden Italiens, sein Leben wie auch sein tragisches Schicksal sind Gegenstand vieler Romane wie auch Spielfilme. Die Zeit, in der Medici lebt, ist von Umbruch bestimmt, die Reformen Luthers führen zu gewaltigen gesellschaftlichen Änderungen, während Hackenbüchsen und Kanonen die mittelalterlichen Panzerreiter obsolet werden lassen. Europa lässt das Mittelalter hinter sich und betritt mit der Neuzeit ein neues Zeitalter.

Mehr als vierhundert Jahre später macht sich der bekannte Drehbuchautor und Regisseur Ermanno Olmi an die Verwirklichung seines Historienepos Medici – Der Kreuzritter, dessen Fokus er auf die legendäre Gestalt Giovanni Di Medici legt. Mit einem gewaltigen Aufwand lässt das Studio A-Film Distribution das Mittelalter wieder auferstehen. Es entsteht ein Schlachtenepos, das das Kriegshandwerk des frühen 16. Jahrhunderts im Gegensatz zu vielen anderen Ritterfilmen nicht versucht zu glorifizieren. Einen Helden hat diese Geschichte nicht, den aus Hollywood bekannten strahlenden Edelmann wird man vergebens suchen. Medici – Der Kreuzritter zeigt ein grausames Stück der mittelalterlichen Geschichte und ihres Kriegswesens zu einem Zeitpunkt, an dem der so oft glorifizierte Kampf Mann gegen Mann dem Einsatz von Artillerie und Pulverwaffen, der edle Ritter dem gemeinen Bauern mit Pulverwaffe weichen muss.

Dennoch lässt sich der im Original Il Mestiere delle armi genannte Film schwerlich als klassischer Antikriegsfilm verstehen. Er zeigt die menschliche Seite eines lang vergangenen Konfliktes, aber ohne ins pathetische abzudriften. Eher gemahnt Medici – Der Kreuzritter an die melancholischen und tiefgründigen, fast meditativen Bilder von japanischen Samuraifilmen, lassen sich Vergleiche zu den Werken Akira Kurosawa stellen. Somit ragt das Epos über die Masse hinaus, neben etlichen Filmpreisen, unter anderem neun Donatellos, ist eine Nominierung für die goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes der Dank für die glänzende Arbeit. Medici

Somit sollten sich auch der an der europäischen Geschichte eher Uninteressierte dem audiovisuellen Meisterwerk versuchen, entführt Medici – Der Kreuzritter den Zuschauer doch in eine ferne Zeit und zeigt ein ambivalentes Bild des Mittelalters, das sich angenehm von dem sonst üblichen Ritterfilm Hollywoods abhebt. Die von KSM herausgebrachte Edition bietet neben dem 16:9 1.85:1-Bildformat auch eine deutsche Synchronisation in Dolby Digital 5.1 und 2.0. Natürlich findet auch der italienische Originalton in Dolby Digital 2.0 Platz auf der Disc, desweiteren Trailer, Filmografie des Regisseurs sowie eine Bildergalerie. Egal ob Sie sich für Historienfilme, Ritterspektakel oder monumentale Schlachtendarstellungen interessieren, Sie werden an dem audiovisuellen Meisterwerk ihre Freude haben.

VideoMarkt

Das winterliche Italien im Jahr 1526. Im Religionskrieg des deutschen Kaisers gegen die mit Frankreich verbündeten römisch-katholischen Staaten führt der junge Giovanni di Medici als Hauptmann die päpstliche Armee an. Bereits zu Lebzeiten erreicht dieser, Anführer der gefürchteten Schwarzen Banden, Legendenstatus. Von den Frauen geliebt, von den Regenten geschätzt, genießt di Medici hohen Respekt für seine meisterhafte Beherrschung von Degen und Schwert. Als aber die Zeit der Feuerwaffen anbricht, neigt sich seine Ära dem Ende zu...


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
große Enttäuschung 7. November 2011
Von ml
ein komischer Mix aus schienbaren zeitgenössigschen Zitaten und einer Schlacht als Rahmenhandlung.

Durch die vielen scheinbaren Zitate wirkt der Film seltsam distanziert, die Handlung wird kaum in den richtigen Rahmen eingebettet, er plätschert dahin als zeitgenössischer Bericht.
Der Ton ist hochskaliertes 2.0 - also auch nichts ordentliches.
Positiv wäre anzumerken dass wenigstens die Originalfassuing mit drauf ist - aber leider ohne irgendwelche Untertitel und für mich somit wertlos.
Langweilig und die Zeit nicht wert ihn anzusehen. Klarer Fehlkauf den andere hoffentlich vermeiden können.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krieg ist ihr Beruf 12. Dezember 2009
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Im Jahre 1526 erhalten die seit über 30 Jahre andauernden Kriege um die Herrschaft in Norditalien eine neuerliche Wendung. Kaiser Karl V. ist seinem Verbündeten Papst Clemens VII. (Giulio de' Medici) zu mächtig geworden, so dass dieser die Seiten wechselt und sich dessen schärfsten Rivalen, dem französischen König Franz I., zuwendet. Dem Bündnis von Kirchenstaat und Frankreich treten am 22. Mai Florenz, Mailand und Venedig zur "Liga von Cognac" bei. Zur Verteidigung seiner Interessen beauftragt Karl V. den Söldnerführer Georg von Frundsberg mit der Aufstellung eines Heeres. Als Frundsberg mit seinen Landsknechten in der Lombardei ankommt, trifft er auf die Kompanie des päpstlichen Condottiero Giovanni de' Medici. Entgegen dem Befehl zum Rückzug, kann der Großneffe des Papstes Frundsberg durch einen Überfall auf dessen Nachhut am Zusammenfluss von Mincio und Po zunächst zurückschlagen. Am 25. November gerät "Giovanni dalle Bande Nere" (so genannt, weil er nach dem Tode Papst Leos X. die päpstlichen weiß-lila Standarten schwarz zu färben ließ) jedoch bei der Ortschaft Govèrnolo in einen Hinterhalt. Durch den Schuss eine Falkonetts am rechten Bein schwer verletzt, verstirbt er nach einer Amputation infolge Wundbrandes am 30. November 1526 im Palazzo von Luigi Gonzaga in Mantua.....

.....diese historischen Ereignisse aus der Renaissance werden von Ermanno Olmi, der sich neben der Regie auch für das Drehbuch seines 2001 veröffentlichten Films "Il mestiere delle armi" (Originaltitel) verantwortlich zeichnet, nahezu 1:1 umgesetzt. Seine100minütige düstere Inszenierung bietet einen Rückblick auf die letzten Tage des Söldnerführers Giovanni di Giovanni de' Medici (1498 - 1526). Die zu Beginn des Films namentlich mit Titel und z. T. mit Geburts- und Sterbedaten vorgestellten Akteure wie der Markgraf von Mantua, Federico Gonzaga, der Herzog von Ferrara, Alfonso D'Este oder der Herzog von Urbino, Francesco Maria della Rovere u. a. erweisen den Thesen ihres Zeitgenossen Niccolò Machiavelli (1469 - 1427) alle Ehren.....

....daneben erhält der Zuschauer Einblicke in die Kriegsgeschäft, -taktik, Waffentechnik und medizinischen Möglichkeiten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Bezahlte Söldner kämpfen für denjenigen, der am besten zahlt. Bleiben Zahlungen aus, holen sich die Berufssoldaten selbst, was ihnen zusteht, was Frundsbergs Feldzug schließlich in der "Sacco di Roma" am 6. Mai 1527 gipfeln lassen wird. Im Film wird ein Kirchengestühl samt lebensgroßem Kruzifix von Kriegsknechten kurzerhand zu Brennholz gemacht, was jene - Strafe folgt auf dem Fuß - an den Galgen bringt. Die Bedeutung einer gepanzerten Infanterie, die mit Pikenieren sogenannte Gevierthaufen bildet, wurde vom "Vater der Landsknechte", wie auch Frundsberg genannt wurde, perfektioniert. Mit wesentlichen Neuerungen auf dem Gebiet des Kanonengusses erlangten auch die mit ihren 6 bis 8 cm kleinkalibrigen Falkonetten oder Feldschlangen an Bedeutung. Im Film wird ihre verheerende Durchschlagskraft anhand eines Probeschusses auf eine schwere Plattenrüstung gezeigt. Die Brünierung (Schwärzung durch Oxidation) der Panzerung dient der Tarnung für nächtliche Aktionen. Die ritterliche Kampfform des Mittelalters gehört nunmehr der Vergangenheit an. Eine Ironie des Schicksals ist, dass auch sein Familienname (Plural von Medicus) Giovanni nicht retten konnte. "medizinische Versorgung" beschränkt sich auf Blutegel, Skalpell und Knochensäge standen keine weiteren medizinischen Gerätschaften zur Verfügung.

Für die italienisch-französisch-deutsche Koproduktion wurden mit Christo Jivkov (Giovanni de' Medici) und Desislava Tenekedjieva (Caterine de' Medici) zwei Hauptrollen mit bulgarischen Akteuren besetzt und auch einige Szenen in Bulgarien gedreht. Hauptdrehorte sind jedoch Ferrara, Soncino, Cremona und Mantua. Die Rolle einer verheirateten Adligen aus Mantua und Geliebten des Giovanni de' Medici wurde mit der italienischen Aktrice Sandra Ceccarelli besetzt. Alle Darsteller wirken überzeugend.

Auffällig ist, dass Frundsberg (Nikolaus Moras) unter einem schwarz-weißen Banner reitet, das an den Beaucéant der Tempelritter erinnert. Statt eines roten Tatzenkreuzes, weist es jedoch zwei gekreuzte rote Schwerter vor. Aber trotz eines DVD-Covers mit einem hochmittelalterlichen Ritter in Kettenhemd, mit Topfhelm und einem Schild, der ein rotes Kreuz trägt, hat der Film weder mit (Kreuz)Rittern zu tun, den deren Zeit war schon lange vorbei.

Es bleibt ein Rätsel, warum die Filmvertriebsfirma "KSM" nicht bei dem von "M.I.B." gewählten Filmtitel geblieben ist. Gegenüber seinem italienischen Originaltitel und dessen französischer und englischer Übersetzung wird jedoch auch der Titel "Der Medici-Krieger" dem Anliegen des Films nur zum Teil gerecht. Schade ist auch, dass die ursprüngliche Version um 10 Minuten gekürzt wurde. "Il mestiere delle armi" wurde für 20 verschiedene italienische, französische, polnische und europäische Filmpreise nominiert, von denen er 15 gewinnen konnte.

Die seit 1911 fünfte Verfilmung des Wirkens "Giovanni dalle Bande Nere", der schon zu Lebzeiten als Nationalheld verehrt wurde, ist ein niveauvoller Geschichtsunterricht, bei dem auch die Spannung nicht auf der Strecke bleibt. Trotz irritierendem Cover und Titel ein besonderer Film, der mit 5 Amazonsternen zu bewerten ist.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die päpstliche Armee 10. September 2010
Von RaptoR
Der Film ist gut gelungen. Der Ton hat eine gute Qualität. Die Musik die zwischendurch gespielt wird ist jedoch nicht gerade berauschend zudem ist der Film nicht neu daher nur 4 Sterne.

Aber der Realitätsgrad und die Story des Films sind gut. Ich würde den Film auf jeden Fall weiterempfehlen!
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