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Mechwarrior Dark Age 6: Den Toten dienen Taschenbuch – 2005

4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: 1. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453520157
  • ISBN-13: 978-3453520158
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 508.791 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1 Rücksturz zur Erde

Das Fort, Tara, Northwind
Präfektur III, Republik der Sphäre

Februar 3134, Winter

Achtundvierzig Stunden nachdem das letzte Landungsschiff der Stahlwölfe vom Raumhafen abgehoben hatte, brannte Tara noch immer. Spätwinterliches Tauwetter hatte die Stadt im Griff, und ein scheußlich nasskalter Wind fegte durch die matschigen Straßen. Aus den tiefen, grauen Wolken fiel ein kalter Regen – schwere, halb gefrorene Tropfen, die beim Aufprall stachen und erst auf der Haut schmolzen. Er fiel auf die verbrannte, die brennende Stadt, stieg als Qualm wieder auf und erfüllte die Luft mit dem Gestank verschmorten Kreosots.
Aber der Wind trug auch noch andere, schlimmere Gerüche mit sich. Die Stahlwölfe hatten nicht nur die Stadt in Brand gesteckt, bevor sie sie verließen. Sie hatten gemordet und die Leichen dort liegen gelassen, wo sie zu Boden gefallen waren.
Aus mehreren Vierteln der Hauptstadt stieg noch immer Rauch aus den regennassen Trümmern. Feuerwehrleute bemühten sich, die Flammen zu löschen, während ihnen BauMechs und kleinere Maschinen folgten und in den Ruinen nach verschütteten Überlebenden suchten. Den ganzen Tag über waren immer wieder die Sirenen der Rettungsdienste erklungen, so wie schon in der Nacht und am Tag zuvor.
Die Verwüstungen waren schrecklich. Sämtliche Luxusgeschäfte auf Taras Silberner Meile waren geplündert worden. Allerdings hatten die Stahlwölfe die Waren nicht mitgenommen, sondern auf der Straße vor den Geschäften verbrannt. Die Neue Kaserne war von Mechs zertrümmert; Teppiche, Vorhänge und Mobiliar waren auf den Trümmern aufgestapelt und in Brand gesteckt worden. Selbst die Thames, die in breiten Kanalbecken durch die Stadt floss, war schwarz von Asche, bedeckt von Öllachen, die in allen Regenbogenfarben schillerten – und vom Schutt gestaut.
Nur das Fort – die düstere, dräuende Festung des ursprünglichen Hauptquartiers der berühmten Northwind Highlanders – war unversehrt geblieben. Die soliden Steinmauern und die schweren gusseisernen Tore waren dafür gebaut, Mechs, Raketen und Artilleriebeschuss standzuhalten, und nicht einmal den Stahlwölfen war es gelungen, sie einzureißen. Das Fort war ein Relikt aus vergangenen Zeiten, aus den Jahrhunderten der Kriege und des Chaos, bevor Devlin Stones Republik der Inneren Sphäre sechs Jahrzehnte des Friedens beschert hatte. Und es stand immer noch, jetzt, da der Frieden vorbei war.
Northwinds Verteidiger hatten Anastasia Kerensky und ihre Stahlwölfe schon vorher zurück ins All getrieben, während des Sommerfeldzugs, der mit der Schlacht am Red-Ledge-Pass begonnen und im Tiefland nördlich der Hauptstadt sein Ende gefunden hatte. Aber sie waren zurückgekommen, und diesmal hatten sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite gehabt – das Überraschungsmoment und die Tatsache, dass die Truppen Northwinds, die ohnehin schon zersplittert waren, um nahe gelegene Welten wie Small World und Addicks zu verteidigen, durch den ersten Angriff schwer dezimiert waren.
Trotzdem hätte selbst dieser Vorteil nicht ausreichen dürfen, um eine derartige Katastrophe auszulösen. Northwind hatte seine überdehnten Einheiten durch Söldner unter dem Befehl von Einauge Jack Farrell verstärkt: ein zäher und durchaus ehrlicher Haufen, der im Ruf stand, seine Verträge buchstabengetreu zu erfüllen. Sie hätten wohl auch Northwind treue Dienste geleistet, allerdings (und das hatte sich im Rückblick als entscheidender Fehler erwiesen) hatten die Söldner keinen Vertrag mit der planetaren Regierung Northwinds unterschrieben. Sie waren von Ezekiel Crow angeheuert worden, dem Paladin der Sphäre, und Crow hatte ihnen befohlen, sich aus den Kämpfen zwischen den Highlanders und Kerenskys Stahlwölfen herauszuhalten.
Vor den Trividkameras sprach sie das natürlich nicht aus, aber momentan hegte Tara Campbell, die Countess of Northwind, weit wärmere Gefühle für Jack Farrell und dessen Söldner als für Crow. Farrell hatte sich an seinen Vertrag gehalten und Crows Befehle buchstabengetreu ausgeführt – aber keinen Schritt darüber hinaus. Hätte er sich statt an die Buchstaben des Befehls an dessen Geist gehalten – und Tara dankte Gott dafür, dass er es nicht getan hatte –, so hätten die in der Hauptstadt eingeschlossenen Highlanders niemals die Möglichkeit gehabt, aus der Todesfalle zu entkommen und sich auf der anderen Seite der Rockspire Mountains neu zu gruppieren.
Das hatte sie leise auch Brigadegeneral Michael Griffin erklärt, der neben ihr vor dem unversehrten Tor des Forts stand und darauf wartete, dass die versammelten Trivid-Crews ihre Vorbereitungen abschlossen. In der Zwischenzeit wurden ihre Ausgehuniformen stetig nasser und kälter. Ihre Haare – Tara Campbells kurze blonde Locken und Griffins Bürstenschnitt – klebten schon an der Kopfhaut, und Tara hatte das untrügliche Gefühl, dass ihre Wimpern vereisten.
»Einauge Jack und seine Leute können abreisen, wann immer sie wollen«, stellte sie fest. »Morgen schon, falls sie möchten. Es ergäbe keinen Sinn, eine Söldnereinheit dafür zu bestrafen, dass sie sich an das gehalten hat, was ein Verräter mit ihnen ausgehandelt hat. Sie stehen in diesem Konflikt auf keiner der beteiligten Seiten, und es bringt uns auch nichts, sie uns zu Feinden zu machen. Wir wissen beide, dass sie uns weit mehr Schwierigkeiten hätten bereiten können, als es tatsächlich der Fall war.«
Griffin nickte zögernd. »Was haben Sie mit Crow vor?«
Taras Lippen glitten in einem angedeuteten Zähnefletschen zurück. »Wenn ich ihn wiedersehe?«
Griffin nickte.
Was ich mir wünschen würde, dachte Tara, bevor sie antwortete, ist, ihn umzubringen. Anastasia Kerensky hätte keine Sekunde gezögert, wenn er ihr so mitgespielt hätte wie mir. Aber ich bin nicht Kerensky.
Laut sagte sie: »Ich werde ihn der Rechtsprechung der Republik übergeben, damit er auf Terra vor dem Senat für seine Verbrechen verurteilt wird.«
Große Worte. Aber immerhin ein Plan.
Die Trividkameras waren bereit. Der Leiter der Crew, ein Mann in einem eleganten Anzug, der wie ein Reporter wirkte, kam auf Tara und Brigadegeneral Griffin zu. Wie alle, denen Tara in letzter Zeit begegnet war, wirkte auch dieser Journalist unter dem gelackten Äußeren ziemlich entsetzt. Unter angenehmeren Umständen waren der Countess Leute wie er eher lästig, doch jetzt brauchte Tara sie. Er und seine Mannschaft hatten in den vergangenen zwei Tagen ebenso schwer gearbeitet wie alle anderen, um das Geschehen aufzuzeichnen, die passenden Worte und die eindringlichen Bilder zu finden, die dem Rest der Republik der Sphäre deutlich machen würden, was ein Paladin der Sphäre angerichtet hatte.
»Wir sind so weit, Mylady«, sagte er. »Sobald Sie uns das Zeichen geben, gehen Sie weltweit auf Sendung.«
»Gut. Haben Sie auch das Päckchen für Commander Jones fertig?«
»Ja, Ma’am. Wir haben das letzte Interview heute Morgen aufgezeichnet.«
General Griffin wirkte interessiert. »Das müssten die Überlebenden des Sperrpostens gewesen sein, die Crow und seinen Mech durch die Linien zum Raumhafen gelassen haben?«
Der Trivid-Reporter grinste. Tara Campbell deutete den Gesichtsausdruck richtig. Bei jemandem aus ihren Reihen hätte sie es als Kampfansage betrachtet. »Ganz genau. Und für jeden, der den Bericht sieht, wird es danach keinen Zweifel mehr geben.«
Tara wusste, dass er Recht hatte. Der Bericht über Crows Taten enthielt bereits die Daten aus dem Logbuch des Postens – was eigentlich bereits ein kleines Wunder war, denn wider aller vernünftigen Erwartungen hatten das Aufzeichnungsgerät und die Datendisketten sowohl die Gefechte in der Stadt als auch den Rückzug über die Berge unbeschadet überstanden. Doch es waren die Worte der beiden verdreckten und kampfmüden jungen Soldaten, die den Betrachter überzeugten, wenn sie davon erzählten, wie sie einen Veteranen in einem Schwert-BattleMech hatten abziehen sehen, wie er sie ihrem Schicksal in der bevorstehenden Schlacht überlassen hatte.
Wieder sagte sie:...

Auszug aus Den Toten dienen von Martin DelRio, Reinhold H. Mai. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1 Rücksturz zur Erde

Das Fort, Tara, Northwind
Präfektur III, Republik der Sphäre

Februar 3134, Winter

Achtundvierzig Stunden nachdem das letzte Landungsschiff der Stahlwölfe vom Raumhafen abgehoben hatte, brannte Tara noch immer. Spätwinterliches Tauwetter hatte die Stadt im Griff, und ein scheußlich nasskalter Wind fegte durch die matschigen Straßen. Aus den tiefen, grauen Wolken fiel ein kalter Regen – schwere, halb gefrorene Tropfen, die beim Aufprall stachen und erst auf der Haut schmolzen. Er fiel auf die verbrannte, die brennende Stadt, stieg als Qualm wieder auf und erfüllte die Luft mit dem Gestank verschmorten Kreosots.
Aber der Wind trug auch noch andere, schlimmere Gerüche mit sich. Die Stahlwölfe hatten nicht nur die Stadt in Brand gesteckt, bevor sie sie verließen. Sie hatten gemordet und die Leichen dort liegen gelassen, wo sie zu Boden gefallen waren.
Aus mehreren Vierteln der Hauptstadt stieg noch immer Rauch aus den regennassen Trümmern. Feuerwehrleute bemühten sich, die Flammen zu löschen, während ihnen BauMechs und kleinere Maschinen folgten und in den Ruinen nach verschütteten Überlebenden suchten. Den ganzen Tag über waren immer wieder die Sirenen der Rettungsdienste erklungen, so wie schon in der Nacht und am Tag zuvor.
Die Verwüstungen waren schrecklich. Sämtliche Luxusgeschäfte auf Taras Silberner Meile waren geplündert worden. Allerdings hatten die Stahlwölfe die Waren nicht mitgenommen, sondern auf der Straße vor den Geschäften verbrannt. Die Neue Kaserne war von Mechs zertrümmert; Teppiche, Vorhänge und Mobiliar waren auf den Trümmern aufgestapelt und in Brand gesteckt worden. Selbst die Thames, die in breiten Kanalbecken durch die Stadt floss, war schwarz von Asche, bedeckt von Öllachen, die in allen Regenbogenfarben schillerten – und vom Schutt gestaut.
Nur das Fort – die düstere, dräuende Festung des ursprünglichen Hauptquartiers der berühmten Northwind Highlanders – war unversehrt geblieben. Die soliden Steinmauern und die schweren gusseisernen Tore waren dafür gebaut, Mechs, Raketen und Artilleriebeschuss standzuhalten, und nicht einmal den Stahlwölfen war es gelungen, sie einzureißen. Das Fort war ein Relikt aus vergangenen Zeiten, aus den Jahrhunderten der Kriege und des Chaos, bevor Devlin Stones Republik der Inneren Sphäre sechs Jahrzehnte des Friedens beschert hatte. Und es stand immer noch, jetzt, da der Frieden vorbei war.
Northwinds Verteidiger hatten Anastasia Kerensky und ihre Stahlwölfe schon vorher zurück ins All getrieben, während des Sommerfeldzugs, der mit der Schlacht am Red-Ledge-Pass begonnen und im Tiefland nördlich der Hauptstadt sein Ende gefunden hatte. Aber sie waren zurückgekommen, und diesmal hatten sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite gehabt – das Überraschungsmoment und die Tatsache, dass die Truppen Northwinds, die ohnehin schon zersplittert waren, um nahe gelegene Welten wie Small World und Addicks zu verteidigen, durch den ersten Angriff schwer dezimiert waren.
Trotzdem hätte selbst dieser Vorteil nicht ausreichen dürfen, um eine derartige Katastrophe auszulösen. Northwind hatte seine überdehnten Einheiten durch Söldner unter dem Befehl von Einauge Jack Farrell verstärkt: ein zäher und durchaus ehrlicher Haufen, der im Ruf stand, seine Verträge buchstabengetreu zu erfüllen. Sie hätten wohl auch Northwind treue Dienste geleistet, allerdings (und das hatte sich im Rückblick als entscheidender Fehler erwiesen) hatten die Söldner keinen Vertrag mit der planetaren Regierung Northwinds unterschrieben. Sie waren von Ezekiel Crow angeheuert worden, dem Paladin der Sphäre, und Crow hatte ihnen befohlen, sich aus den Kämpfen zwischen den Highlanders und Kerenskys Stahlwölfen herauszuhalten.
Vor den Trividkameras sprach sie das natürlich nicht aus, aber momentan hegte Tara Campbell, die Countess of Northwind, weit wärmere Gefühle für Jack Farrell und dessen Söldner als für Crow. Farrell hatte sich an seinen Vertrag gehalten und Crows Befehle buchstabengetreu ausgeführt – aber keinen Schritt darüber hinaus. Hätte er sich statt an die Buchstaben des Befehls an dessen Geist gehalten – und Tara dankte Gott dafür, dass er es nicht getan hatte –, so hätten die in der Hauptstadt eingeschlossenen Highlanders niemals die Möglichkeit gehabt, aus der Todesfalle zu entkommen und sich auf der anderen Seite der Rockspire Mountains neu zu gruppieren.
Das hatte sie leise auch Brigadegeneral Michael Griffin erklärt, der neben ihr vor dem unversehrten Tor des Forts stand und darauf wartete, dass die versammelten Trivid-Crews ihre Vorbereitungen abschlossen. In der Zwischenzeit wurden ihre Ausgehuniformen stetig nasser und kälter. Ihre Haare – Tara Campbells kurze blonde Locken und Griffins Bürstenschnitt – klebten schon an der Kopfhaut, und Tara hatte das untrügliche Gefühl, dass ihre Wimpern vereisten.
»Einauge Jack und seine Leute können abreisen, wann immer sie wollen«, stellte sie fest. »Morgen schon, falls sie möchten. Es ergäbe keinen Sinn, eine Söldnereinheit dafür zu bestrafen, dass sie sich an das gehalten hat, was ein Verräter mit ihnen ausgehandelt hat. Sie stehen in diesem Konflikt auf keiner der beteiligten Seiten, und es bringt uns auch nichts, sie uns zu Feinden zu machen. Wir wissen beide, dass sie uns weit mehr Schwierigkeiten hätten bereiten können, als es tatsächlich der Fall war.«
Griffin nickte zögernd. »Was haben Sie mit Crow vor?«
Taras Lippen glitten in einem angedeuteten Zähnefletschen zurück. »Wenn ich ihn wiedersehe?«
Griffin nickte.
Was ich mir wünschen würde, dachte Tara, bevor sie antwortete, ist, ihn umzubringen. Anastasia Kerensky hätte keine Sekunde gezögert, wenn er ihr so mitgespielt hätte wie mir. Aber ich bin nicht Kerensky.
Laut sagte sie: »Ich werde ihn der Rechtsprechung der Republik übergeben, damit er auf Terra vor dem Senat für seine Verbrechen verurteilt wird.«
Große Worte. Aber immerhin ein Plan.
Die Trividkameras waren bereit. Der Leiter der Crew, ein Mann in einem eleganten Anzug, der wie ein Reporter wirkte, kam auf Tara und Brigadegeneral Griffin zu. Wie alle, denen Tara in letzter Zeit begegnet war, wirkte auch dieser Journalist unter dem gelackten Äußeren ziemlich entsetzt. Unter angenehmeren Umständen waren der Countess Leute wie er eher lästig, doch jetzt brauchte Tara sie. Er und seine Mannschaft hatten in den vergangenen zwei Tagen ebenso schwer gearbeitet wie alle anderen, um das Geschehen aufzuzeichnen, die passenden Worte und die eindringlichen Bilder zu finden, die dem Rest der Republik der Sphäre deutlich machen würden, was ein Paladin der Sphäre angerichtet hatte.
»Wir sind so weit, Mylady«, sagte er. »Sobald Sie uns das Zeichen geben, gehen Sie weltweit auf Sendung.«
»Gut. Haben Sie auch das Päckchen für Commander Jones fertig?«
»Ja, Ma’am. Wir haben das letzte Interview heute Morgen aufgezeichnet.«
General Griffin wirkte interessiert. »Das müssten die Überlebenden des Sperrpostens gewesen sein, die Crow und seinen Mech durch die Linien zum Raumhafen gelassen haben?«
Der Trivid-Reporter grinste. Tara Campbell deutete den Gesichtsausdruck richtig. Bei jemandem aus ihren Reihen hätte sie es als Kampfansage betrachtet. »Ganz genau. Und für jeden, der den Bericht sieht, wird es danach keinen Zweifel mehr geben.«
Tara wusste, dass er Recht hatte. Der Bericht über Crows Taten enthielt bereits die Daten aus dem Logbuch des Postens – was eigentlich bereits ein kleines Wunder war, denn wider aller vernünftigen Erwartungen hatten das Aufzeichnungsgerät und die Datendisketten sowohl die Gefechte in der Stadt als auch den Rückzug über die Berge unbeschadet überstanden. Doch es waren die Worte der beiden verdreckten und kampfmüden jungen Soldaten, die den Betrachter überzeugten, wenn sie davon erzählten, wie sie einen Veteranen in einem Schwert-BattleMech hatten abziehen sehen, wie er sie ihrem Schicksal in der bevorstehenden Schlacht überlassen hatte.
Wieder sagte sie: »Gut. Sobald Sie uns das Zeichen geben, können der General und ich unseren Text für die Liveübertragung aufsagen.«
»Achten Sie auf das rote Licht an der Hauptkamera. Sobald es grün wird, sind wir auf Sendung.«
Der Mann zog sich an eine der Nebenkamerapositionen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zurück. Tara stellte fest, dass die Kameras einen guten Blick auf das Fort erlaubten, hinter dem die zerstörte Stadt noch zu sehen war. Er setzte ein ernstes, vertrauenswürdiges Gesicht auf und sprach in die Kamera. Sie konzentrierte sich auf das jetzt langsam blinkende rote Licht über dem Objektiv der Hauptkamera und wartete.
Was nun folgen würde, war Show. Die Details und Methoden hatten sie bereits gestern Nacht in einer Marathonsitzung festgelegt, in der sie, Griffin und die überlebenden Ratsmitglieder ausgearbeitet hatten, was nun geschehen musste und auf wessen Autorität hin. Es blieb nur noch die Notwendigkeit der Präsentation.
Das rote Licht blinkte noch einige Male, dann wurde es gelb. Das gelbe Licht blinkte einmal … zweimal … dreimal und leuchtete stetig grün. Tara atmete durch und sagte: »Menschen Northwinds!« Sie fixierte die Hauptkamera wie eine Person, und ihre Stimme war so moduliert, dass die Mikrofone sie unverzerrt auffingen. In ihrer Kindheit war sie der Medienliebling des Diplomatischen Dienstes der Republik gewesen und geradezu vor den Kameras aufgewachsen. Sie hatte nichts von dem vergessen, was sie damals gelernt hatte. »Ich habe die traurige Pflicht, Sie darüber zu informieren, dass Finnegan Cochrane, Ihr Legat, in den Kämpfen um diese Stadt gefallen ist. Angesichts der enormen Wiederaufbaumaßnahmen, die vor uns liegen, darf dieser Posten nicht länger als unbedingt notwendig verwaist bleiben. Daher stelle ich Ihnen meinen besten Brigadegeneral, Michael Griffin – das ist der Mann, der im vergangenen Sommer den Red-Ledge-Pass gegen die Stahlwölfe hielt und vor wenigen Tagen erst die Hauptstadt entsetzte –, als neuen Legaten zur Verfügung, damit er in meiner Abwesenheit Northwinds Verteidigung und Wiederaufbau leitet.«
Sie machte eine kurze Pause, um den Zuschauern an den Geräten Zeit zu einer Reaktion zu lassen, bevor sie weitersprach. »General Griffin.«
»Mylady?«
Trotz Regen und Wind machte er in seiner Ausgehuniform einen zuverlässigen und ehrlichen Eindruck. Sie musste sich nach Abschluss der Zeremonie die Aufzeichnung ansehen, um festzustellen, ob das auch über Trivid gelang. Falls ja, würde ihm das in seiner neuen Position sehr helfen.
»Nehmen Sie diese Mission an?« Nicht, dass sie je daran gezweifelt hätte. Michael Griffin war ebenso loyal, wie Ezekiel Crow ein Verräter gewesen war. Was auch immer seine Gräfin von ihm verlangt hatte, er hatte sie nie enttäuscht.
Und dies war keine Ausnahme. »Ja, Mylady.«
»Dann sorgen Sie für Northwind, wie ich selbst für Northwind sorgen würde, während ich und meine Regimenter unterwegs sind. Wir brechen in wenigen Tagen nach Terra auf.«

2 Ruth Elliot-Fletchers Haus, Kildare, Northwind
Präfektur III, Republik der Sphäre

Februar 3134, Winter

In Kildare, auf der Tara gegenüberliegenden Seite der Rockspires, war die Nacht angebrochen, und ein kalter, trockener Wind blies die Vorortstraße hinab, an der Will Elliots Schwester wohnte. Für Will, der die sechsunddreißig Stunden Urlaub zu einem Familienbesuch nutzte, war Kildares halb trockener Winter nach dem tiefen Schnee in den Bergen eine mühsame Umstellung. Zu viel Veränderung, dachte er, außerdem zu schnell, und er war keineswegs sicher, dass er nur das Wetter meinte.
Er war an Bord einer leichten Zivilmaschine von einem kleinen Flugfeld in den westlichen Ausläufern der Rockspires zum Flughafen von Kildare gekommen und hatte sich dafür mit Hilfe seines Urlaubsscheins eine Vorzugsabfertigung verschafft. Er trug eine saubere, frisch gebügelte Uniform. Seine komplette Zivilkleidung hing in seinem Spind in Fort Barrett, als er mit Brigadegeneral Griffins Truppen zum Entsatz Taras aufbrach, und es war nicht damit zu rechnen, dass er sie bald wiedersah. Für ihn war es bereits ein Segen, überhaupt wieder etwas anderes als seine dreckige Sommer-Feldmontur tragen zu können, nachdem er aus der Bruthitze der Trockenzeit an Kearnys Oilfieldsküste ohne Zwischenlandung in die Minustemperaturen und den tiefen Schnee des Gebirgswinters geflogen und sofort in den Kampf gezogen war.
Jetzt stand er unter der Außenlaterne auf den Verandastufen zum Haus seiner Schwester und zögerte. Seit dem Ende der Kämpfe des letzten Sommers, als er seiner Mutter geholfen hatte, aus den Trümmern des Hauses in Liddisdale zu bergen, was noch möglich schien, war dies die erste Gelegenheit zu einem Familienbesuch. Jean Elliot war nicht begeistert gewesen, als sie gehört hatte, dass ihr einziger Sohn nach Fort Barrett an der Oilfieldsküste verlegt wurde, weitab der heimatlichen Berge. Dies würde ihr noch weniger gefallen.
Will bemerkte, dass sein Finger knapp über dem Klingelknopf angehalten hatte. Welche Ironie, dachte er. An den Toren von Castle Northwind hatte er auf Anastasia Kerenskys Soldaten gelassener gewartet.
Aber das lag daran, dass ihn die Stahlwölfe höchstens umbringen konnten – wie seine Freundin, Hilfstruppführerin Lexa McIntosh, es ausgedrückt hätte. Seine Familie hingegen konnte ihm eine Szene machen. Weniger seine Mutter, aber zusammen mit seiner ältesten Schwester … Ruth war nie zufrieden, und sie genoss es, andere an ihrer Verärgerung teilhaben zu lassen.
Seine ganze Kindheit über hatte sie Will zugesetzt und ihn gedrängt, etwas aus sich zu machen, womit sie offenbar meinte »sich eine Stelle in irgendeinem Büro suchen, statt seine ganze Zeit mit Bergwanderungen zu verschwenden«. Seine Entscheidung, als Bergführer zu arbeiten, hatte ihr ganz und gar nicht gefallen. Was sie vom Soldatenleben hielt, wusste er bis heute nicht – er konnte es sich aber lebhaft vorstellen.
Was soll’s, dachte er. Augen zu und durch.
Er drückte auf den Knopf. Im Haus ertönte eine Klingel, und einen Augenblick später öffnete seine Schwester Ruth die Tür. Sie rief »Will!«, als hätte sie ihn nicht erwartet, und schloss ihn in die Arme. Überrascht stellte er fest, dass sie weinte.
Er tätschelte ihr unbeholfen den Kopf. »Aber, aber, Ruthie. Was ist denn los?«
»Ich bin einfach froh, dass du noch da bist. Nach allem, was wir gehört haben …« Sie trat zurück und blinzelte die Tränen fort. »Komm rein, komm rein. Das Essen ist fast fertig, und Mutter hat das gute Silber rausgeholt.«
Er folgte Ruth ins Haus. Drinnen war es hell und roch köstlich. Er roch den Duft von Lammkeule und vom selbst gemachten Falschminzpudding seiner Mutter sowie von Purpurwurzbrei mit reichlich Butter. Nach viel zu vielen Wochen Feldration knurrte sein Magen in freudiger Erwartung. Auf dem Tisch lag tatsächlich das gute Silberbesteck. Als sie Liddisdale im letzten Sommer kurz vor dem Durchmarsch der Wölfe verlassen hatte, hatte seine Mutter den ganzen Satz in den Kofferraum des Elektrowagens geworfen, zusammen mit Kleidern zum Wechseln und den Hochzeitsbildern. Jetzt glänzte es auf dem weißen Tischtuch. Wohin Will auch blickte, alles war poliert und aufgeräumt. Es machte irgendwie den Eindruck, als hätte seine Familie das Haus für den Besuch eines angesehenen Fremden vorbereitet, und nicht für die Rückkehr eines Sohnes und Bruders.
Ruths Mann, John Fletcher, saß schon mit Annie, Isobel und John junior am Esstisch. Jean Elliot trug die Lammkeule aus der Küche herein und stellte sie in die Mitte der Tafel. Dann drückte sie Will fest an sich, während ihre drei Enkel ihn bewundernd anschauten.
Für ihn stand ein Gedeck auf dem Tisch. Er nahm Platz, und Ruths Mann schnitt die Keule an. Nach all den Mahlzeiten, die er in der letzten Zeit hatte hastig herunterwürgen müssen, bevor die Kompanie zum nächsten Lager oder Gefecht aufbrach, hatte Will jetzt Mühe, nicht zu schlingen. Aber er wollte den Kindern ein gutes Vorbild sein und auf sein Benehmen achten, ermahnte er sich in Gedanken.
Zunächst drehte sich das Tischgespräch um Kleinigkeiten: das Wetter, die Schule und John Fletchers Arbeit als Fernfahrer. Aber nach einer Weile sagte seine Mutter dann doch: »Es tut gut, dich wieder hier zu haben, Will. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.«
»Das brauchst du nicht.« Er legte die Gabel lange genug beiseite, um auf das Rangabzeichen an seinem Oberarm zu klopfen. »Sie haben mich zum Hilfstruppführer befördert. Das bedeutet, ich bin viel zu gerissen, um mich umbringen zu lassen.«
Seine Schwester Ruth ließ ein viel sagendes, ungläubiges Schnaufen hören, und Will warf ihr einen warnenden Blick zu. Sag jetzt nichts, was sie aufregt. Erstaunlicherweise verstand Ruthie wohl und hielt den Mund.
John junior ging noch auf die Grundschule und war ein Muster an neu entdeckter Heldenverehrung. »Hast du in der Stadt gekämpft?«, fragte er mit großen Augen. »In den Nachrichten haben sie gesagt, es war hart.«
Will schüttelte den Kopf. »Ich bin mit General Griffin aus Kearny herübergekommen, aber bis Tara habe ich es nicht geschafft.«
»Was ist passiert?«, fragte John senior.
»Ich war stattdessen in Castle Northwind.«
Das löste eine lange Pause aus. Schließlich brach der junge John die Stille. »Stimmt es, was alle sagen – dass die Countess die Burg absichtlich gesprengt hat?«
»Erzählen sie das in den Nachrichten?« Will lachte leise, nicht aus Belustigung, sondern in trauriger Anerkennung der Realitäten. »Die Countess hat tatsächlich die Erlaubnis dazu gegeben, aber wir Soldaten in der Burg waren es, die die Sprengladungen angebracht, den Zeitpunkt bestimmt und das ganze Gebäude zerstört haben.«
»Auf den Bildern hat sie immer wunderschön ausgesehen«, bemerkte seine Mutter träumerisch.
»Ja, das war sie.« Will blieb einen Augenblick stumm und erinnerte sich an die graue Burg in ihrem Gebirgstal. »Viel zu schön, um sie den Stahlwölfen zu überlassen. Dann doch lieber selbst zerstören.«
Wieder wurde es still, diesmal länger. Will stellte fest, dass ein gutes Essen eine ausgezeichnete Entschuldigung war, um nicht reden zu müssen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter am 27. Februar 2005
Zur Handlung:
Galaxiscommander Anastasia Kerensky und ihre Stahlwölfe sind auf dem Weg zur Eroberung Terras. Tara Campbell, die Countess of Northwind, ist ihr mit den letzten Highlandern dicht auf den Fersen, um sich den Clannern entgegenzustellen und für das Überleben der Republik zu kämpfen. Doch es ist Paladin Ezekiel Crow, der es als Erster von Northwind nach Terra schafft. Hier bietet sich ihm die womöglich letzte Chance, sein dunkles Geheimnis doch noch vor der Öffentlichkeit und vor allem vor Exarch Damien Redburn zu bewahren - allerdings hat die Countess verständlicherweise genau gegenläufige Pläne: Sie muß unbedingt dafür sorgen, daß die Führung der Republik die Wahrheit über die jüngsten Ereignisse auf Northwind und Crows Rolle darin erfährt - nur wer glaubt schon einer unerfahrenen jungen Adligen, wenn ihr Wort gegen das eines Paladins der Republik steht? Als dann auch noch ihre Beweise mit samt dem Boten einfach spurlos verschwinden, findet sie sich in der Kazandra-Rolle wieder: Niemand will ihr glauben und die Katastrophe in Form der Claninvasion rückt unaufhaltsam näher. Auch Paladin Jonah Levin muß eingestehen, ohne konkrete Beweise nichts gegen Crow unternehmen zu können. Völlig unerwartet ergreift jedoch Jacob Bannson, Chef von Bannson Universal Unlimited, zu Gunsten Tara Campbells Partei - doch welche geheimen Ziele verfolgt er damit wirklich?
Schließlich trifft die Streitmacht der Stahlwölfe im System ein und Anastasia Kerensky fordert, was in den Augen der Clanner schon seit jeher ihr Anrecht war: Den Besitz Terras! Die Entscheidungsschlacht beginnt ...
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Verifizierter Kauf
Der Rezensionstitel sagt es schon, das erste, was einem nach dem Durchlesen dieses Buches für eine Rezension in den Sinn kommt, ist sein fast schon erschreckend geringer Umfang. Gerade mal 237 Seiten spendiert uns DelRio, aufgeteilt in 47 teilweise sehr kurze Kapitel, wie wir es ja schon von den beiden Vorgängerromanen her kennen, und auch ein Kandidat mit ganzen 1,5 Seiten ist diesmal wieder darunter. Besonders der Abschlussroman einer Trilogie sollte meiner Meinung nach ein wenig länger sein, oder zumindest im Bereich der ersten beiden Teile liegen. Gut, Masse ist zwar nicht gleich Klasse, aber auch eine gute Story verliert, wenn man sie auf zu wenig Seiten zusammenquetscht.

In der letzten Rezension hatte ich gespannt auf einen furiosen Abschluss der Trilogie gewartet, und nun... naja, einen Abschluss haben wir, aber unter furios verstehe ich was anderes. Ok, die Story für sich ist logisch, gut erzählt und zeigt interessante Ansätze, wie z.b. die "Agententätigkeiten" und Intrigen der verschiedenen Parteien auf Terra. Aber leider bleibt es weitestgehend nur bei diesen Ansätzen, obwohl man von vielen Aspekten sehr gerne noch mehr lesen würde.

Wer dafür auf eine Entschädigung in den Actionsequenzen sucht, wird ebenfalls leicht enttäuscht. Die Kämpfe finden, wie schon gewohnt, wieder erst im letzten Romandrittel statt. Sie sind zwar ganz gut beschrieben, aber leider viel zu schnell wieder vorbei, ähnlich wie in "Der Himmel schweigt". Auch markante, spektakuläre Szenen, die sich einem lange ins Gedächtnis brennen, vermisse ich irgendwie (Wer von den alten Hasen erinnert sich z.B. nicht mehr an den Endkampf am Thunder Rift?). Und den Ausgang der Kämpfe, bzw.
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Von "battletech-fan" am 5. Februar 2005
Anastasia Kerensky hat sich auf Northwind ausgetobt. Die Hauptstadt Tara City, die Neue Kaserne und Castle Northwind sind bloß noch ein Trümmerhaufen. Nun entschließt sich der Galaxiscommander, die Stahlwölfe nach Terra, der Wiege der Menschheit, zu führen.
Terra ist nur schwach verteidigt, die Ritter in alle Systeme verstreut, um totales Chaos in der Republik zu verhindern. Die einzige Hoffnung für Terra sind die verbliebenen Northwind Highlanders unter der Führung der Präfektin Tara Campbell.
Doch hier stellt sich ein weiteres Problem: Paladin Ezekiel Crow, Verräter von Liao und Northwind ist vor den Highlanders eingetroffen und nutzt seine Beziehungen zur Unterwelt, um seinen Verrat zu vertuschen und so dem Exarchen Damien Redburn seine Version der Geschehnisse von Northwind darlegen zu können.
Da er auch die Beweise für seinen Verrat verschwinden lässt, steht Tara Campbells Wort gegen seines, und wieso sollte ein Paladin lügen? Tara Campbell hat nur zwei Verbündete gegen die Intrigen Ezekiel Crows: den Paladin Jonah Levin und den hinterlistigen Jacob Bannson, der stets eigene Ziele verfolgt.
Und die Stahlwölfe kommen immer näher...
Fazit: Nach der viermonatigen Wartezeit enttäuschte mich die Länge/Kürze des Buches (237 Seiten) enorm. Des weiteren ist die Übersetzung an manchen Stellen missraten. So liegt der Planet Saffel in der Präfektur III (eigentlich II) und Tybalt in Präfektur II (eigentlich IV). Gelegentlich ändern sich auch Vornamen: Jacob Bannson wird zu Jack Bannson, Damien Redburn zu Daniel Redburn oder Jonah Levin zu Jacob Levin.
Das Buch ist in typischem Delrio-Stil geschrieben, also große Zeitsprünge und kurze Kapitel. Es wird Zeit für eine Abwechslung, und so freue ich mich schon jetzt auf "Gezeiten des Krieges" von Loren Coleman.
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